Die Überraschungsmannschaft der vergangenen Saison, der SC Rheindorf Altach, startet auswärts gegen den SV Grödig in die neue Saison. Die Grödiger sind nach dem... Aktiv sein ist Pflicht: Grödig muss gegen Altach Mut beweisen
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Damir Canadi - SCR Altach (2)_abseits.atDie Überraschungsmannschaft der vergangenen Saison, der SC Rheindorf Altach, startet auswärts gegen den SV Grödig in die neue Saison. Die Grödiger sind nach dem schweren personellen Aderlass, der schon vor dem offiziellen Beginn der Transferperiode begann, einer der heißesten Kandidaten auf den Abstieg. Altach möchte im ersten Bundesligaspiel der neuen Saison eine erfolgreiche Generalprobe vor dem Europacupdebüt gegen Vitória Guimaraes aufs Parkett legen.

In der Bundesliga konnte der SV Grödig noch nie gegen den SCR Altach siegen. Im allerersten Aufeinandertreffen gab es ein 3:3, danach gewannen die Altacher ihre drei nächsten Anläufe gegen die Blau-Weißen. Der beste Torschütze der Altacher gegen Grödig in der Vorsaison war Louis Ngwat-Mahop mit zwei Treffern – der Kameruner wird auch heute wieder eine Rolle bei den Altachern spielen.

Beide Trainer beinahe sorgenfrei

Über Verletzungen klagen die beiden Trainer kaum: Bei Grödig fehlt Dominik Baumgartner noch für die restliche Herbstsaison aufgrund eines Kreuzbandrisses. Damir Canadi muss mit Christian Schilling einen Linksverteidiger vorgeben. Der gebürtige Grazer wird wohl erst im November wieder ins Geschehen eingreifen. Damit erwischt es aber zwei Spieler, die aktuell nicht zum Stamm bei ihren Teams zählen würden.

Viele offene Fragen in Grödig

Grödig steht vor einer der seltenen Gelegenheiten, zu Hause das Spiel machen zu können. Somit lastet in Peter Schöttels 4-2-3-1 viel auf der offensiven Dreierreihe: Links dürfte Venuto gesetzt sein, zentral setzt man mit Sandro Djuric auf einen weiteren Ex-Lieferinger und auf der rechten Seite dürften sich Schütz und Goiginger um den Flügelplatz streiten. Noch interessanter ist jedoch die Frage, wer an vorderster Front spielt: In den letzten Spielen empfahlen sich alle drei Stürmer auf unterschiedliche Art. Die wahrscheinlichste Variante ist die mit Benjamin Sulimani von Beginn an und Gschweidl und Wallner als potentielle Joker für die zweite Hälfte. In der Abwehr muss Schöttel ein wenig erfinderisch sein, weil man noch immer über keinen adäquaten, klassischen Rechtsverteidiger verfügt. Kerschbaum und Kainz sind Optionen für diese Position. Ebenfalls offen ist die Frage nach dem Einserkeeper: Swete, Strasser und Schlager kamen in der Vorbereitung gleichmäßig zum Einsatz. Wer beginnt, ist Geschmackssache.

Altach wohl etwas vorsichtiger als zuletzt

In Altach sind die Dinge etwas klarer. Ismael Tajouri war der einzige Stammspieler, den Canadi verlor, da das Leihgeschäft mit der Austria auslief. Mit Schilling, Hofbauer, Harrer und dem Nicaraguaner Barrera kamen vier Neue. Das in den letzten Spielen praktizierte 4-4-2 wird Altachs Coach auswärts in Grödig wohl nicht aufbieten. Eine Variante mit einer hängenden Spitze ist wahrscheinlicher. Hierfür ist wahrscheinlich, dass der bisherige Zehner in der Mittelfeldraute, Felix Roth, eine Position nach vorne rutscht und dafür ein Achter eingeschoben wird. Dieser könnte Dominik Hofbauer sein, möglich ist aber auch, dass Luxbacher einrückt und Barrera von Beginn an als Linksaußen spielt.

Die möglichen Aufstellungen

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Konzentrationsfrage

Die Partie wird von Kampf geprägt sein und speziell die Grödiger werden versuchen über Aggressivität ins Spiel zu finden. Altach ist aber stark genug, um dagegenzuhalten und sollte die Qualität haben, Grödig spielerisch zu beherrschen. Zudem haben die Vorarlberger den clevereren Trainer und von Saisonbeginn an weniger Druck als die Salzburger. Grödig muss in derartigen Spielen, also zu Hause gegen eines der fünf vermeintlich schwächeren Teams der Bundesliga, aktiv sein und auf Sieg spielen. Altach darf diese erste Runde als Auswärtsteam passiver angehen, muss aber dennoch zu 100% auf das Spiel konzentriert bleiben und sich nicht bereits Gedanken über das nächstwöchige Europacup-Debüt machen.

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Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen