Die neue Bundesligasaison steht vor der Türe und wir werfen einen Blick auf die Spieler, die das Zeug dazu haben, 2015/16 einen großen Schritt... Heiße Aktien für 2015/16 (1): Keita, Laimer, Schobesberger, Schaub
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Louis Schaub - SK Rapid WienDie neue Bundesligasaison steht vor der Türe und wir werfen einen Blick auf die Spieler, die das Zeug dazu haben, 2015/16 einen großen Schritt nach vorne zu machen. Wer sind die vielversprechenden Spieler der neuen Saison? Wer sind die Senkrechtstarter, die Rückkehrer, die Spätberufenen? abseits.at hat in dieser mehrteiligen Serie die Einschätzung.

Naby Keita (Red Bull Salzburg)

Im Mittelfeld der Salzburger tat sich in der bisherigen Sommerpause nicht sonderlich viel. Allerdings wiegt der Abgang des verlässlichen Sechsers und Teamspielers Stefan Ilsanker schwer, weshalb es gerade in der defensiven Ordnung der Salzburger Veränderungen geben wird. Nun kann Neuverpflichtung Reinhold Yabo auf allen drei Positionen der Mittelfeld-Zentralachse spielen, fühlt sich aber als Achter oder gar Zehner etwas wohler, als auf der Sechs. Hier kommt Naby Keita ins Spiel, auf den vor allem defensiv mehr Verantwortung zukommen wird. In der vergangenen Saison gewann Keita 50,5% seiner Zweikämpfe – eine durchschnittliche Quote. Allerdings liegt Keitas Stärke darin, Bälle bereits vor einem Zweikampf abzufangen und sich den möglicherweise kniffligen Zweikampf dadurch zu ersparen. Der talentierte Mittelfeldspieler aus Guinea wird nächstes Jahr seinen Aktionsradius im Allgemeinen leicht erhöhen und zu einer tragenden Figur im Spiel der Salzburger bzw. auf der Doppelacht der Roten Bullen reifen.

Konrad Laimer (Red Bull Salzburg)

Noch ist Konrad Laimer Außenseiter auf ein Stammleiberl in der neuen Saison, aber sein alter, neuer Trainer Peter Zeidler weiß um das Potential des 18-Jährigen sehr wohl Bescheid. Laimer ist eine zentrale Kraft im österreichischen U20-Nationalteam, schnupperte in der Vorsaison bereits in Liga und Europacup. Für sein Alter ist Laimer taktisch nicht nur sehr weit, sondern auch als Person gefestigt und so ist ein klarer Sprung nach vorne sehr wahrscheinlich. Die Konkurrenz für den jungen Salzburger ist natürlich groß, aber nicht unbesiegbar. Bereits jetzt steht Laimers Name in den Notizblöcken zahlreicher internationaler Scouts und sein Alter passt perfekt ins Beuteschema größerer Klubs. Die Interessenten werden 2015/16 mit Sicherheit häufiger die Gelegenheit haben, den Blondschopf auf Toplevel zu beobachten.

Philipp Schobesberger (SK Rapid Wien)

Auch der Name Schobesberger steht in den Notizblöcken der Fußballwelt weit oben. Der Rapid-Senkrechtstarter überzeugt allerdings weniger durch seine ordnenden Fähigkeiten, sondern viel mehr durch sein unkonventionelles und explosives Spiel. Der Rechtsaußen sucht das Eins-gegen-Eins, hat Zug aufs Tor und ist sicher im Abschluss. Acht Tore, fünf Assists und acht Toreinleitungen standen 2014/15 auf der Habenseite des jungen Oberösterreichers. Eigentlich mutet es im Nachhinein unglaublich an, dass der 21-Jährige im vergangenen Herbst über einen Bankplatz nicht hinauskam. Aktuell wird viel darüber gemunkelt, ob Schobesberger seine Topleistungen aus dem vergangenen Frühjahr wiederholen kann. Klare Antwort: Ja, er kann. Der begehrte Rapid-Youngster spielt weiterhin frei von der Leber weg, wird sich defensiv zumindest im Positionsspiel verbessern und seine Scorertournee in der kommenden Saison fortsetzen. Die Erfolgsstory des quirligen Flügelspielers hat gerade erst begonnen, so er von Verletzungen verschont bleibt.

Louis Schaub (SK Rapid Wien)

Ein anderer Rapid-Spieler hat seine bisher schwerste Verletzung hinter sich: Louis Schaub erholte sich im Mai von einem Mittelfußbruch und stand davor kaum in der Gunst der Fans. Schaubs Spiel wirkte verkrampft, er versuchte seinen persönlichen Erfolg zu erzwingen, fand über Monate keine Linie. In der neuen Saison soll alles anders werden: Der 20-Jährige hat mit größerer Konkurrenz zu kämpfen, einerseits weil Schobesberger in bestechender Form spielt, andererseits weil mit Philipp Huspek ein weiterer Konkurrent für die rechte Außenbahn zum Verein stieß. Schaub kam körperlich stark von seiner Verletzung zurück und hat nun die Möglichkeit auf seiner Lieblingsposition auf der Zehn zu zeigen, was er drauf hat. Kainz und Schobesberger sind an den Flügeln ohnehin gesetzt, Steffen Hofmann dürfte zumindest vorerst Rapids Luxusjoker sein. Der Linksfuß weiß, dass 2015/16 eine entscheidende Saison für seine Karriere sein wird. Unsere Prognose: Ein fitter Schaub wird sich bereits im Herbst 2015 in einen Lauf spielen.

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Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen