Die neue Meisterschaftssaison wird von Aufsteiger und Meister eröffnet. Red Bull Salzburg gibt sich die Ehre unter den Pappeln und startet seine Mission Titelverteidigung,... Saisonauftakt! Der SV Mattersburg fordert unter den Pappeln den Meister
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Ivica Vastic_abseits.atDie neue Meisterschaftssaison wird von Aufsteiger und Meister eröffnet. Red Bull Salzburg gibt sich die Ehre unter den Pappeln und startet seine Mission Titelverteidigung, die viele Experten als durchaus schwierig erachten. In Mattersburg ist ein Dreier jedoch fix eingeplant.

Es ist das erste Duell dieser beiden Teams seit 27 Monaten. Das letzte Mal siegten die Salzburger im April 2013 auswärts in Mattersburg mit 2:1. Soriano und Mané trafen für die Bullen, Alois Höller für Mattersburg. In der Salzburger Startaufstellung standen damals mit Walke, Schwegler, Berisha und Soriano vier Spieler, die auch heute noch beim Meister spielen. Bei den Mattersburgern standen gleich acht Spieler in der ersten Elf, die auch heute noch bei den Burgenländern unter Vertrag stehen. Salzburg gewann die letzten fünf Spiele gegen Mattersburg in Serie, bei einem Torverhältnis von 16:4. Der letzte Mattersburger Sieg liegt über drei Jahre zurück.

Mehrere Ausfälle bei Salzburg

Mattersburg-Coach Ivica Vastic kann gegen die Roten Bullen aus dem Vollen schöpfen und muss lediglich auf sein langzeitverletztes Talent Dukagjin Karanezi verzichten. Bei den Salzburgern gibt es mehrere Ausfälle: Mit Torhüter Airton, dem neuen Achter Reinhold Yabo und Leipzig-Leihgabe Omer Damari fallen gleich drei neue Spieler verletzungsbedingt aus. Zudem fehlen Lazaro, Sörensen und Schwegler. Der große Salzburg-Kader sollte diese Ausfälle allerdings abfedern – von den Genannten wäre aktuell wohl kein Spieler fix gesetzt. Selbst beim vielversprechenden Musterprofi Yabo ist das „Leiberl“ nicht gesichert.

Zahlreiche Rochaden bei Salzburg, Kontinuität beim SVM

Die Salzburger absolvierten am Dienstag gegen Bayer 04 Leverkusen ihre Generalprobe für die neue Saison. Trainer Peter Zeidler brachte dabei mit Stankovic, Paulo Miranda, Lainer, Reyna und Oberlin fünf Neue. Der Torschütze zum 1:1, David Atanga, ist im weitesten Sinne ebenfalls als Neuer zu bezeichnen. Mattersburg hingegen war am Transfermarkt weitgehend inaktiv und Vastic schickte beim 3:0-Sieg im Cup gegen Sollenau eine Mannschaft aufs Feld, in der alle Spieler beim Meistertitel in der sky go Erste Liga dabei waren. Dass die einstige Sturm-Legende auch gegen Salzburg ein durchaus offensives 4-3-3 aufs Feld schickt, ist allerdings unwahrscheinlich.

SVM defensiver als im Cup

Mattersburg darf man in einem asymmetrischen und defensiveren 4-3-3 erwarten. Dieses wird sich dadurch auszeichnen, dass die Konter vor allem über die linke Angriffsseite und den dynamischen Karim Onisiwo gefahren werden. Im Mittelfeld wird man, anders als gegen Sollenau, nicht mit einer Art Dreifachacht, sondern auch mit einem oder zwei klassischen Sechsern agieren, um das Kombinationsspiel der Salzburger tief in der eigenen Hälfte ins Stocken zu bringen.

Zeidler vorerst mit zwei Stürmern

Peter Zeidler dürfte dem Mattersburger Konter- und Defensivkonzept ein 4-4-2 gegenüberstellen. Wenn Reinhold Yabo wieder fit ist, könnte man in Salzburg eher zu einem Dreiermittelfeld und klassischen Flügeln tendieren, aber bis dahin haben die vielen Stürmer, die um einen Platz neben (oder vor!) Jonatan Soriano buhlen, die Chance sich zu zeigen. Die besten Chancen auf einen Einsatz hat Marco Djuricin, der schon im Cup gegen Deutschlandsberg auf der ganzen Linie überzeugte.

Die möglichen Aufstellungen

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Salzburg antizipativ

Es ist zu erwarten, dass Salzburg zwischen 55% und 60% Ballbesitz haben wird, die Mattersburger aber vor allem im Mittelfeld und an den Flügeln mehr Zweikämpfe gewinnen können. Dies wird aber deshalb nur bedingt ins Gewicht fallen, weil die Salzburger Zentrale dafür bekannt ist, das Spiel lesen zu können und Zweikämpfe schon im Voraus durch gutes Antizipationsspiel zu vermeiden, was wiederum mehr wert sein kann, als mehr tatsächlich gewonnene Zweikämpfe. Zwar ist keine Partie auf einer schiefen Ebene zu erwarten, aber die Salzburger sind natürlich im Vorteil und werden sich alleine aufgrund ihrer zu erwartenden Feldüberlegenheit mehr Torchancen erarbeiten, als die Burgenländer. Für diese wiederum sprechen der Heimbonus und die Euphorie der ersten Partie nach dem Wiederaufstieg.

Eine Demontage wie beim letzten Heimspiel der Salzburger gegen Mattersburg (7:0 im Dezember 2012) ist heute keinesfalls zu erwarten.

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Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen