Sturm Graz hat in der neuen Saison einiges vor, konnte die gute Frühjahresmannschaft weitgehend zusammenhalten und verstärkte die Truppe punktuell. Anders ist die Ausgangslage... Sturm Graz plant gegen die junge Admira drei Punkte zum Auftakt ein
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Sturm Graz Fans_abseits.atSturm Graz hat in der neuen Saison einiges vor, konnte die gute Frühjahresmannschaft weitgehend zusammenhalten und verstärkte die Truppe punktuell. Anders ist die Ausgangslage bei der Admira, die sich wohl auch 2015/16 gegen den Abstieg stemmen muss. Die Südstädter verloren fünf Stammspieler, rüsteten aber eher mit Nachwuchsspielern nach.

Die letzten drei direkten Duelle gingen an den SK Sturm, die letzte Niederlage der Grazer gegen die Admira liegt bereits zehn Monate zurück. Damit konnten sich die Grazer nach drei schwachen Saisonen gegen die Admira wieder rehabilitieren: 2013/14 holte Sturm gerademal drei Punkte gegen die Admira, 2012/13 waren’s immerhin sechs, 2011/12 ebenfalls nur drei. Grundsätzlich „liegt“ Sturm der Admira, die zumeist mit zielgerichtetem Konterspiel und vor allem der nötigen Härte zu Werke ging, wenn es zum Aufeinandertreffen mit den Blackies kam.

Neue Admira konnte noch nicht zu sich selbst finden

Diese Härte ist diesmal eher nicht zu erwarten, denn der Admira fehlen aktuell die Spieler, die auch mal ordentlich „dazwischenhauen“, um ihr Revier abzustecken. Taktische Disziplin und sauberes Pass- und Umschaltspiel ist die Devise einer auf den ersten Blick biederen Mannschaft, die gegen Sturm wohl in einem 4-2-3-1-System mit defensiv ausgerichteter Zentrale auflaufen wird. Die Mannschaft wurde im Vergleich zum Vorjahr noch einmal verjüngt und es ist anzunehmen, dass die Admira vor einem schwierigen Saisonstart steht, zu dem sich die Mannschaft erst einmal finden muss.

Sturm nur punktuell verändert

Sturm hat hingegen nur einzelne Positionen adaptiert. Kristijan Dobras dürfte anfänglich in der 4-2-3-1/4-4-2-Hybridlösung auf der linken Seite gesetzt sein und auch der kroatische Stürmer Josip Tadic machte mit einer starken Vorbereitung und zuletzt zwei Treffern im Cup gegen Hartberg auf sich aufmerksam. Dennoch gilt die Spitze als eine der wackeligen Mannschaftsteile der Blackies. Insgesamt wirkt Sturm offensiv aber variantenreich und ist mit interessanten Spielern gespickt – die offenen Fragen betreffen eher die Defensive, in der man jedoch mit Lykogiannis und Potzmann ebenfalls punktuell nachrüstete.

Ausfälle auf beiden Seiten

Sturm muss zum Saisonauftakt auf Marko Stankovic und Benjamin Rosenberger verzichten, die beide einen Kreuzbandriss erlitten. Die Admira muss die beiden Offensivspieler Maximilian Sax und Toni Vastic vorgeben, womöglich auch auf Markus Wostry und Christoph Schößwendter verzichten, der im letzten Test gegen Hapoel Ra’anana schon nach 25 Minuten ausgewechselt wurde. Thomas Weber lag bis vor wenigen Tagen mit einer Grippe flach und ist daher für den Ligaauftakt auch noch fraglich. Dominik Starkl ist dafür nach seinem Kahnbeinbruch wieder fit.

Die möglichen Aufstellungen

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Sturm braucht Geduld, holt aber die drei Punkte

Für den SK Sturm könnte das Spiel gegen die Admira zu einer Geduldprobe werden. Die Admiraner werden in einem dichten 4-5-1 mit zwei engen Abwehrbändern verteidigen und versuchen über Konter ihr Glück zu finden. Von einem offenen Schlagabtausch kann keine Rede sein – Sturm wird das Spiel machen und auch reichlich Chancen vorfinden. Die Auswertung muss besser werden, als in so manchem Vorbereitungsspiel und die Admira sollte mit den wenigen Nadelstichen, die gelingen werden, ohnehin tödlich effektiv sein. Unterm Strich ist die Sturm-Elf schon deutlich weiter, als die ungefestigte, wenn auch hochtalentierte Admira-Mannschaft und wird das Spiel für sich entscheiden.

Das hier passierte das letzte Mal, als die Admira und Sturm aufeinandertrafen.

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Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen