Nach drei Jahren im Profikader von Cerezo Osaka wechselt der talentierte 19-jährige Japaner Takumi Minamino zu Red Bull Salzburg. Bei den Salzburgern erhält er... Takumi Minamino unter der Lupe: Was dürfen sich die Salzburg-Fans vom jungen Japaner erwarten
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Red Bull Salzburg - Wappen mit FarbenNach drei Jahren im Profikader von Cerezo Osaka wechselt der talentierte 19-jährige Japaner Takumi Minamino zu Red Bull Salzburg. Bei den Salzburgern erhält er einen Vertrag bis 2018 und soll sich dort auf der linken Seite durchsetzen. Die kolportierte Ablösesumme soll zwischen 800.000€ und 1.200.000€ liegen. Wir erklären die Stärken und Schwächen des Japaners und welche Rolle er bei Red Bull Salzburg spielen könnte.

Minaminos Worte zum Wechsel

Ein sinngemäß übersetztes Zitat von Minamino, welches auf der Homepage von Cerezo Osaka zu finden ist: „Dank Cerezo Osaka konnte ich von einem Junior High School Spieler zu einem Fußballprofi werden. Die letzte Saison war dann sehr schwer. Ich war seit Mai jeden Tag besorgt und die Mannschaft musste am Ende absteigen. Nun habe ich die Chance nach Europa zu Salzburg zu wechseln. Ich bedanke mich bei den Teamkollegen, Mitarbeitern, Fans und Sponsoren für ihre Unterstützung. Ich beginne in Europa eine neue Phase und möchte durch meine Leistung auch Cerezo Osaka repräsentieren, da ich hier ausgebildet wurde. Ich freue mich, dass meine Entscheidung so positiv aufgenommen wurde. Vielen Dank!

Spielertyp

In vielen Medien wird spekuliert, Minamino könnte als direkter Kampl-Nachfolger in die Salzburger Mannschaft eingebaut werden. Der 19-jährige Japaner ist sehr schnell und technisch hochbegabt. Er hat auch eine gute Schusstechnik, ist aber nicht überdurchschnittlich torgefährlich. Minamino ist nicht ganz so spielintelligent, wie der zu Dortmund abgewanderte Slowene, weswegen er vom Stil her eher mit dem im Sommer zu Southampton gewechselten Sadio Mané verglichen werden kann,  wobei er an die Abschlussquote des Senegalesen nur schwer herankommen wird. Positiv zu erwähnen ist Minaminos Wille und Ehrgeiz. Gerade als es bei Cerezo Osaka nicht gut lief, sah man den 19-Jährigen immer wieder quer über den Platz sprinten, um den Ball zu erobern. Zwar machte er dies oft noch zu unkoordiniert, aber diese Anlagen könnten im Salzburger Defensivspiel durchaus von Vorteil sein.

Stammposition

Seine Stammposition ist die linke Flanke. Er kann zwar auch auf der gegenüberliegenden Seite und in der Sturmspitze eingesetzt werden, kommt auf diesen Positionen jedoch nicht so zur Geltung. Außerdem ist er in der Sturmspitze eher als falscher Neuner zu sehen, da sich für die klassische Auslegung dieser Position sowohl sein schmächtige Körper, als auch seine mangelnde Torgefährlichkeit, als Handicap herausstellen.

Karriere in Japan

Minamino wurde 2012 aus der eigenen Jugend in den Profikader von Cerezo Osaka berufen und hatte 2013 seinen großen Durchbruch, als er in Japan zum Rookie des Jahres gewählt wurde. Nach dieser großartigen Saison wurde er als eines der größten Talente Japans gehypt und man prophezeite ihm für 2014 eine tragende Rolle in der J-League. Doch es kam anders. Cerezo Osaka spielte, trotz eines guten Kaders mit vielen Talenten, eine schlechte Saison und stieg ab. Die Mannschaft war auf dem Platz nie eine Einheit und zeigte oft katastrophale Leistungen. Manche Stützen fehlten verletzt (Yamaguchi), waren außer Form (Hasegawa) oder stagnierten stark in ihrer Entwicklung (Ogihara). Minamino konnte sich in diesem Umfeld nicht weiterentwickeln und schaffte es auch nicht an seine Leistungen von 2013 anzuknüpfen.

Rolle in Salzburg

Minamino hat das Talent um sich in Salzburg durchzusetzen und auch Stammspieler zu werden. Allerdings muss man bei jungen Spielern aus Asien immer eine gewisse Eingewöhnungszeit einberechnen. Es ist für einen 19-Jährigen nicht leicht sich in einer fremden Kultur zurechtzufinden. Daher wird der entscheidende Faktor für Minamino sein, ob er sich schnell an die Sprache und Kultur gewöhnen kann und ob er es auch schafft sich gut in die Mannschaft zu integrieren.

 

 

Andreas Mejavsek, abseits.at

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Andreas Mejavsek