Kapfenberg-Trainer Werner Gregoritsch darf sich über einen Neuzugang aus Deutschland freuen, denn der Offensiv-Allrounder Roman Prokoph unterschrieb in Kapfenberg einen Zweijahresvertrag. Zuletzt stand der... Von Adlersdorf nach Kapfenberg: Roman Prokoph

Kapfenberg-Trainer Werner Gregoritsch darf sich über einen Neuzugang aus Deutschland freuen, denn der Offensiv-Allrounder Roman Prokoph unterschrieb in Kapfenberg einen Zweijahresvertrag. Zuletzt stand der 25-jährige offensive Mittelfeldspieler beim Vfl Bochum unter Vertrag, wo er jedoch meistens bei den Amateuren zum Einsatz kam.

Name: Roman Prokoph
Spitzname: “Stöckchen“
Nationalität: Deutschland
Geburtsdatum: 06.08.1985
Stammposition: rechtes offensives Mittelfeld
Nebenposition: zentrales offensives Mittelfeld, rechter Flügelstürmer
Starker Fuß: rechts
Größe: 183cm
Gewicht: 73 kg
Momentaner Verein: KSV 1919
Bisherige Vereine: Adlersdorfer BC, Union Berlin, Ludwigsfelder FC, St.Pauli, Vfl Bochum
Vertrag: bis Sommer 2013

Roman Prokoph wurde am 06. August 1985 in Berlin geboren und spielte zunächst im Nachwuchs vom Adlersdorfer BC. Der Adlersdorfer BC feierte vor drei Jahren sein 100-jähriges Vereinsjubiläum, konnte aber im Laufe seiner Geschichte keine wirklich nennenswerten Erfolge feiern. Momentan spielt der Klub in der Berliner Verbandsliga.

Roman Prokoph wechselte mit 18 Jahren zu Union Berlin. Der Verein stieg gerade von der zweiten deutschen Bundesliga in die Regionalliga Nord ab und befand sich im freien Fall nach unten. Neben der sportlichen Misere sah es auch im wirtschaftlichen Bereich äußerst kritisch aus und der Klub musste bei den Personalkosten enorm sparen. Der junge Roman Prokoph absolvierte 29 Partien in seiner ersten Saison für seinen neuen Verein, kam jedoch in 19 Begegnungen erst von der Bank in die Partie. Immerhin schoss er zwei Tore für Union Berlin. Diese Treffer konnten jedoch den Abstieg in die Oberliga Nordost-Nord nicht verhindern.

Prokoph blieb noch ein weiteres halbes Jahr bei Union Berlin. In zehn Einsätzen schoss er erneut zwei Tore und wechselte dann innerhalb der Oberliga zum Ludwigsfelder FC. Dort absolvierte er im offensiven Mittelfeld ein starkes halbes Jahr und schoss sechs Tore in zwölf Partien.

ZU STARK FÜR DIE AMATEURE, ZU SCHWACH FÜR DIE KAMPFMANNSCHAFT

Roman Prokoph bekam nach seinen guten Vorstellungen in der Oberliga einen Vertrag beim „Weltpokalsiegerbesieger“ St. Pauli. Der Verein spielte damals in der Regionalliga Nord und hatte große Ambitionen den Aufstieg zu erreichen. Roman Prokoph hoffte auf einen Platz in der Kampfmannschaft und wurde auch immer wieder als Joker eingesetzt. Insgesamt kam er auf 10 Einsätze, wobei er nur einmal von Beginn an ran durfte. Die restliche Zeit spielte er bei den Amateuren von St. Pauli, für die er auch regelmäßig traf.

St. Pauli stieg in die zweite deutsche Bundesliga auf und Prokoph durfte in der kommenden Saison nur noch für die Amateurmannschaft spielen. Insgesamt schoss er für die zweite Mannschaft in 56 Spielen 24 Tore. Als sein Vertrag auslief unterschrieb er beim Vfl Bochum.

VFL BOCHUM: ZWISCHEN ERSTER UND VIERTER LIGA

Auch beim Vfl Bochum war es Prokophs erklärtes Ziel sich über die Amateurmannschaft in die Kampfmannschaft zu spielen. Die Amateure spielten nach der Drittligareform in der Regionalliga West, also in der vierthöchsten deutschen Spielklasse. Prokoph wurde meistens als Flügelstürmer eingesetzt. Er absolvierte in seiner ersten Saison 31 Partien für die Amateurmannschaft und schoss 12 Treffer. Heiko Herrlich löste Frank Heinemann als Trainer ab und beförderte Prokoph in die Kampfmannschaft. Unter Heiko Herrlich hatte Prokoph seine beste Zeit und absolvierte insgesamt 15 Partien in der Kampfmannschaft, wobei er elf Mal von Beginn an spielte. Meistens wurde er in einem 4-4-2-System im rechten Mittelfeld eingesetzt, hie und da wurde der Rechtsfuß aber auch im linken Mittelfeld aufgestellt. Bochum landete schließlich nur auf dem 17. Tabellenplatz und Prokoph verlor unter dem neuen Trainer Friedhelm Funkel seinen Stammplatz. Für die Amateure des Vfl Bochum schoss er in 58 Partien 20 Treffer. Für die Kampfmannschaft von Bochum absolvierte er 14 Spiele von Beginn an und wurde zudem elf Mal eingewechselt.

FAZIT

Der gebürtige Berliner ist ein ehrgeiziger und charakterstarker Spieler, der über eine absolut professionelle Einstellung verfügt. Sowohl beim FC St. Pauli, als auch beim Vfl Bochum zeigte er in der Amateurmannschaft tolle Leistungen, konnte diese jedoch nicht in der ersten Mannschaft bestätigen. Bochum verabschiedete sich von ihm mit den Worten, dass trotz allem Einsatz und aller Charakterstärke seine Begabung nicht ausreicht, um in der Bundesliga Akzente zu setzen – kein besonders nettes Empfehlungsschreiben, auch wenn es wohl der Wahrheit entspricht. Eine weitere Stärke neben seiner Einstellung ist seine Vielseitigkeit. Unter Heiko Herrlich spielte er in einem 4-4-2-System sowohl in rechten, als auch im linken Mittelfeld. Bei den Amateuren wurde er zumeist als Flügelstürmer eingesetzt. Der 25-jährige möchte in Kapfenberg noch einmal voll durchstarten und er wird sich sicher bemühen den Ansprüchen von Werner Gregoritsch gerecht zu werden. Wir werden sehen, ob seine „mittelmäßige“ Begabung für die österreichische Liga ausreichen wird.

Stefan Karger, abseits.at

Stefan Karger

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