Jedes Jahr wechseln zahlreiche Legionäre in die tipico Bundesliga oder in untere Ligen – und verlassen diese teilweise auch recht flott wieder. Wie schon... Was wurde aus den Gastarbeitern? (23) – SV Grödig
Pin It

SV Grödig - Wappen mit Farben_abseits.atJedes Jahr wechseln zahlreiche Legionäre in die tipico Bundesliga oder in untere Ligen – und verlassen diese teilweise auch recht flott wieder. Wie schon im letzten Frühling schauen wir uns den weiteren Werdegang einiger Legionäre an und führen damit eine Serie fort. Die weiteren Teile der Serie findet ihr ebenfalls hier verlinkt.

Weiter geht’s im Salzburger Land. Was wurde aus den einstigen Legionären des SV Grödig?

Diego Viana

Der heute 32-jährige Diego Viana war für mehrere Jahre Toptorjäger in Grödig, sowie beim FC Lustenau. Der Stürmer verließ Grödig vor etwa vier Jahren und kehrte nach Brasilien zurück. Erstklassig spielte Viana nur in seiner Comeback-Saison bei Portuguesa, danach kickte er in der zweiten bzw. den dritten Ligen für Avaí, Aimore-RS, den Verein mit dem klingenden Namen Blumenau SC und aktuell für Santo André, wo er noch einen Vertrag bis Ende Mai besitzt.

Jonathan Carril

Der Bruder des einstigen Ried-Legionärs Ivan Carril, Jonathan, spielte ebenfalls für die SV Ried, wurde aber nach dem erfolglosen Gastspiel im Innviertel an Grödig abgegeben, wo er in der zweithöchsten Spielklasse immerhin fünf Tore erzielte. Nach seinem Grödig-Intermezzo kehrte Jonathan kurzzeitig nach Spanien zurück, wo er in der dritten Liga für Palencia spielte. Seit 2012 spielt Carril allerdings in Hong Kong, wo der ehemalige FC-Barcelona-Nachwuchsspieler eine recht gute Torquote aufweist. Für Kitchee und Southern District erzielte Carril bisher 21 Tore in 51 Spielen.

Hannes Sigurdsson

Der bullige Isländer Hannes Sigurdsson spielte im Herbst 2013 für Grödig und fiel vor allem durch sein grimmiges Äußeres und sein physisches Auftreten auf dem Platz auf. In der Bundesliga brachte es der 33-Jährige aber nur auf einen Treffer und zwei Assists, weshalb er nach einem Jahr wieder ging. Sigurdsson hat seit seinem Siegtor für Grödig gegen den Wolfsberger AC kein Tor mehr erzielt. Für den norwegischen Erstligisten Sandnes Ulf gelang ihm ebenso kein Treffer, wie für den deutschen Drittligisten Jahn Regensburg und den Drittligisten Egersund aus Norwegen, wo er auch heute noch unter Vertrag steht.

Sascha Boller

Im Sommer 2013 entschied sich Sascha Boller gegen einen Wechsel zum SK Rapid und für einen Transfer vom SC Austria Lustenau nach Grödig. Der deutsche Linksaußen floppte aber und erwies sich auch nicht als der einfachste Charakter. Im Oktober 2014 wurde Boller von Grödig freigestellt und kehrte nach einigen Monaten der Vereinslosigkeit nach Deutschland zurück, wo er bei den unterklassigen Klubs 1.FC Ersingen und 1.FC Bruchsal spielte. Aktuell spielt Boller mit dem FV Langenalb in der Kreisliga Pforzheim gegen den Abstieg.

Sunday Emmanuel

Nachdem er in der vietnamesischen Liga recht gut scorte, war der nigerianische Angreifer Sunday Emmanuel bei Grödig ein Rohrkrepierer. Nach zwei Toren in seinem ersten und einzigen Grödig-Jahr verließ der 24-Jährige die Salzburg wieder und wechselte nach Portugal, wo er aktuell für den SC Feirense spielt. Beim Zweitligisten kam Sunday aber nur auf einen Einsatz von Beginn an, 16 Einwechslungen – und bisher keinen Treffer.

Simon Handle

Der flexible Simon Handle spielte immerhin drei Jahre für Grödig. Der frühere Salzburger Akademiespieler verließ den SVG im vergangenen Sommer und heuerte bei Erzgebirge Aue an. Dort ist Handle Ergänzungsspieler, kam in der laufenden Drittligasaison 14-mal von der Bank, wurde neunmal von Beginn an gebracht und erzielte einen Treffer. Aue dürfte heuer den sofortigen Wiederaufstieg in die 2. deutsche Bundesliga schaffen.

Pin It

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen