Im Laufe der Saison informiert abseits.at wöchentlich über die Einsätze und Leistungen von Österreichs Legionären, die 21 Jahre oder jünger sind. Im Winter ziehen... Next Generation Wintercheck (2) | Leidenszeit vorüber? Christian Gartner vor Fortuna-Comeback
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Fortuna Düsseldorf Wappen_abseits.atIm Laufe der Saison informiert abseits.at wöchentlich über die Einsätze und Leistungen von Österreichs Legionären, die 21 Jahre oder jünger sind. Im Winter ziehen wir nun eine Zwischenbilanz und versuchen vorauszuahnen, wie das nächste Halbjahr bei unseren Jungstars aussehen wird und wie es um die mittel- bis langfristige Perspektive steht.

Weiter geht’s mit den Kickern, für die der Herbst in den oberen Ligen nicht nach Plan lief.

Dominik Wydra (SC Paderborn)

ZM – 21 Jahre – 15 Spiele – 0 Tore – 1 Assist

Das Paderborn-Engagement von Dominik Wydra verläuft ähnlich wie seine Zeit beim SK Rapid: In seltenen Momenten blitzt sein großes Talent auf, doch die meiste Zeit verbringt er mit Leerläufen. Es ist nicht Fisch, nicht Fleisch, was der Achter auf den Rasen zaubert. Eine echte Führungsrolle nimmt der 21-Jährige auf seiner wichtigen Position im zentralen Mittelfeld nicht ein. Dennoch muss natürlich positiv bewertet werden, dass Wydra beim Bundesliga-Absteiger überhaupt spielt. Immerhin 18 Pflichtspiele absolvierte er für die Elf, die aktuell von Stefan Effenberg betreut wird. Paderborn steht aktuell auf dem 16.Platz und kämpft gegen den Abstieg in die 3.Liga.

Kevin Stöger (SC Paderborn)

OM/LA – 22 Jahre – 12 Spiele – 1 Tore – 2 Assists

Kevin Stöger fällt mit dem Frühjahr aus unserer regelmäßigen Update-Liste, weil er bereits 22 Jahre alt ist. Der Zehner spielte ebenfalls einen durchwachsenen Herbst und wurde von Deutschlands führendem Fußball-Fachmagazin schwächer bewertet als Wydra. Stöger spielt zumeist im offensiven Mittelfeld der Paderborner und kommt nach zwölf Bundesligaspielen auf einen Treffer, zwei Assists und eine Kicker-Durchschnittsnote von 4,17 (Wydra hält bei 3,92). Der Oberösterreicher hat noch Vertrag bis Sommer 2018, aber es ist eher schwer vorstellbar, dass er diesen auch erfüllen wird. Auch im Frühjahr dürfte Stöger zwischen Bank und Feld pendeln.

Christian Gartner (Fortuna Düsseldorf)

DM – 21 Jahre – 0 Spiele (3/0/0 für Fortuna II)

Für Christian Gartner verlief der Herbst mehr als nur ernüchternd. Bereits zum Ende der Vorsaison fehlte der Burgenländer wegen einer hartnäckigen Sprunggelenksverletzung. Das ganze Jahr 2015 war für den defensiven Mittelfeldspieler so richtig zum Vergessen. In der 2. deutschen Bundesliga bestritt Gartner keine einzige Partie und auch in der Regionalliga-Mannschaft der Fortuna kam er nur zu drei Einsätzen. Dennoch scheint man den 21-Jährigen in Düsseldorf noch nicht abgeschrieben zu haben. Manager Azzouzi betonte: „Christian ist ein spielstarker Mittelfeldspieler mit viel Potenzial, der vor seiner Verletzung einen Stammplatz hatte“. Für Gartner ist das kommende Frühjahr die letzte Chance noch einmal in Düsseldorf durchzustarten. Seine Chancen wird er definitiv bekommen, aber eine leistungstechnische Pufferzone gibt’s für den Pechvogel des Jahres nicht: Im Sommer läuft Gartners Vertrag beim Tabellenfünfzehnten aus.

Ylli Sallahi (Karlsruher SC)

LV – 21 Jahre – 7 Spiele (1/0/0 für KSC II)

Auch für Ylli Sallahi hat sich die Situation im letzten Halbjahr nicht verbessert, obwohl eigentlich alles angerichtet war. Der KSC gab seinen etatmäßigen Starter in der linken Verteidigung, Philipp Max, an den FC Augsburg ab und Sallahi bekam somit die Chance sich in der Viererkette der Badener festzuspielen. Dies gelang aber dem routinierteren Dennis Kempe, der schließlich nicht mal von Sallahi, sondern vom Italiener Valentini ersetzt wurde, wenn Markus Kauczinski ihn vorgeben musste. Sallahi machte sich das Leben selbst schwerer, fiel nach einem verletzungsbedingten Ausfall in der fünftklassigen zweiten Mannschaft des KSC nur durch eine Undiszipliniertheit auf. Wegen „Doppelkritik“ flog er schon kurz nach Spielbeginn vom Platz und sammelte damit nicht gerade Bonuspunkte. Nicht nur, dass der Ex-Bayern-Legionär das Laufpensum als Linksverteidiger in Deutschlands zweiter Leistungsklasse noch nicht konstant über 90 Minuten abspulen kann, hadert man auch mit Sallahis Einstellung. Schwere Zeiten kommen auf den 21-Jährigen zu, dessen Vertrag in Karlsruhe noch bis 2018 läuft.

Tomasz Zajac (Korona Kielce)

ST/RA – 20 Jahre – 13 Spiele – 0 Tore – 1 Assist

Für den in Österreich geborenen Polen Tomasz Zajac wird es darauf ankommen, im Jahr 2016 den Sprung vom „Jugendfußball“ zum „Erwachsenenfußball“ zu schaffen. Zwar wird der Rechtsfuß von seinem jungen Trainer Marcin Brosz immer wieder forciert und heuer schon 13-mal ins Rennen geworfen, allerdings fehlen Zajac noch der letzte Punch und auch ein Schuss Selbstvertrauen. Bisher gelang dem aktuellen U20-Teamspieler Polens kaum etwas Zählbares, wie auch schon im letzten Halbjahr beim Zweitligisten Chrobry Glógow. Zajac hat bei Korona Kielce einen Vertrag bis Sommer 2017 und sollte im nächsten Halbjahr einen merklichen Schritt nach vorne machen, um nicht in der Versenkung zu verschwinden. Sein großes Potential ist unbestritten, jetzt muss er dieses aber auch aufs Feld kriegen.

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Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen