Die Saison 2015/2016 der Sky Go Erste Liga ist vor kurzem zu Ende gegangen. Der SKN St. Pölten wird als Meister nächste Saison in... Heiße Aktien in der Sky Go Erste Liga: Jorge Elias, Flecker, Rep, Eler, Luxbacher
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Austria Klagenfurt_abseits.atDie Saison 2015/2016 der Sky Go Erste Liga ist vor kurzem zu Ende gegangen. Der SKN St. Pölten wird als Meister nächste Saison in der Bundesliga spielen. Doch neben den gelb-blauen Aufstiegshelden könnten auch andere Spieler nächste Saison in der höchsten Spielklasse auflaufen. In einer vierteiligen Serie stellt abseits.at einige potenzielle Bundesligaspieler vor.

Nach den Top-5-Klubs der Sky Go Erste Liga wefen wir im letzten Teil unserer Serie einen Blick auf den Rest der Liga, wo sich drei interessante Legionäre und zwei junge, talentierte Österreicher tummeln und möglicherweise bald den Durchbruch in einer höheren Liga schaffen könnten.

Jorge Elias (24 Jahre, SV Kapfenberg)

Der SV Kapfenberg war in der jüngsten Vergangenheit für ausländische Stürmer ein durchaus brauchbares Sprungbrett. Der Brasilianer Ronivaldo erspielte sich einen Vertrag bei der Wiener Austria und Sergi Arimany schaffte den Sprung nach Deutschland zu Energie Cottbus. Jorge Elias, der Nachfolger des Spaniers, schloss da nahtlos an. In 16 Frühjahrsspielen traf er zehnmal und bereitete ein Tor vor.

Die Radargrafik des 24-jährigen Brasilianers erinnert im Bereich der klassischen Stürmerkategorien stark an jene von  Seifedin Chabbi, den wir ebenfalls vorgestellt haben. Im Vergleich zu diesem scheint es allerdings so, als ob Jorge Elias zudem auch ein aktiverer Zuarbeiter ist und Dribbler ist.

Florian Flecker (20 Jahre, SV Kapfenberg)

Florian Flecker, wie Jorge Elias beim SV Kapfenberg unter Vertrag, konnte ebenfalls gute Scorerwerte verbuchen. Der 20-jährige Österreicher bildete mit seinem Hintermann, dem ebenfalls interessanten Dominik Frieser, eine äußerst starke Achse, die zusammen 17 Torvorlagen und acht Tore verbuchte. Auch auf die Einsatzzeit skaliert sind diese Werte im Ligavergleich herausragend, wie man in der nachstehenden Grafik sieht.

Der Vergleich von Balleroberungszahlen und Pässen bzw. Passquote legt zudem den Schluss nahe, dass Flecker aktuell vor allem über seinen Einsatz bzw. die Physis ins Spiel kommt. So waren die meisten Assists der Youngsters auch Aktionen, bei denen er auf der Seite durchbrach und einen simplen Querpass spielte.

Rajko Rep (25 Jahre, Austria Klagenfurt)

Dem SK Austria Klagenfurt wurde am Montag die Lizenz verwährt, womit er nächste Saison nicht in der Sky Go Erste Liga antreten wird. Sportlich hat man eine wenig aufregende Spielzeit hinter sich. Aufgrund der miserablen Ergebnisse des FAC und der Insolvenz von Austria Salzburg war der Klassenerhalt scheinbar relativ früh gesichert. Richtig imponierend waren die Leistungen der Kärntner dennoch nicht. Sie lebten erwartungsgemäß von ihrem slowenischen Angriffsduo, das schon am Aufstieg maßgeblichen Anteil hatte und heuer mehr als die Hälfte der Tore erzielte.

Im Mittelfeld war Rajko Rep der Mann, der die Fäden zog. Bereits im Winter brachte man den ehemaligen Nachwuchsteamspieler Sloweniens mit einem Wechsel in Verbindung. Vom Spielertyp und statischen Profil ähnelt Rep dem Lustenauer Julian Wießmeier. Der 25-Jährige ist kein statischer Ballverteiler, sondern jemand, der sich gut und variabel bewegt – vor allem am Übergang ins Angriffsdrittel.

Patrik Eler (24 Jahre, Austria Klagenfurt)

Der zweite wichtige Offensivspieler bei den Klagenfurtern war Stürmer Patrik Eler, der auf die beachtliche Ausbeute von 14 Toren und drei Assists kam. Auch seinen Namen liest man immer wieder während der Transferperioden. Dass die Kärntner in den elf Spielen, die Eler verletzt fehlte, sechsmal ohne Tor blieben, unterstreicht seine Wichtigkeit.

Wie Rep ist auch Eler kein übermäßig spektakulärer Spieler, sondern jemand, der weiß wie er sich bewegen muss. Er löst sich in der Gefahrenzone im richtigen Moment von seinem Gegenspieler und kann abschließen. Auch mit dem Kopf ist der 1,85m große Slowene recht stark.

Bernhard Luxbacher (21 Jahre, Floridsdorfer AC)

Nachdem Austria Klagenfurt die Lizenz verwehrt wurde, kann der FAC trotz einer äußerst schlechten Saison auch nächstes Jahr zweitklassig spielen. Dass der letzte Spieler, dem es abseits.at zutraut, kurzfristig in die Bundesliga zu kommen, ausgerechnet beim sportlich schlechtesten Klub der Sky Go Erste Liga unter Vertrag steht, mag daher zunächst verwundern. Der 21-jährige Bernhard Luxbacher lieferte aber gerade in Anbetracht der genannten Umstände eine gelungene Talentprobe ab.

Immerhin fünf Tore – und damit fast ein Viertel aller FAC-Tore – erzielte die Leihgabe der Wiener Austria. Auch eine Passquote von knapp 80% ist angesichts des Standings und der Ausrichtung der der Wiener sehr beachtlich. Der Flügelspieler überzeugte zudem mit seinen sehr zielorientierten und schnellen Dribblings. Für ein „Leiberl“ bei seinem Stammverein dürfte es nicht reichen, aber der sportliche Abstand zwischen der Austria und dem FAC ist weitaus größer als der geographische.

Alexander Semeliker, abseits.at

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Alexander Semeliker

@axlsem