Peter Pacult leitete am Mittwoch die erste Trainingseinheit beim Floridsdorfer AC. Der ehemalige Rapid-Coach soll mit dem Traditionsverein den Klassenerhalt in der ersten Liga...
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DribbelnPeter Pacult leitete am Mittwoch die erste Trainingseinheit beim Floridsdorfer AC. Der ehemalige Rapid-Coach soll mit dem Traditionsverein den Klassenerhalt in der ersten Liga schaffen.

Hauptsächlich Regeneration

Peter Pacult hat schon bei seiner Antritts-PK deutlich gemacht, dass er nicht gewillt sei, das Rad neu zu erfinden. Verständlich, bleiben ihm doch lediglich sechs Wochen Zeit um das Saisonziel zu erreichen.

Pünktlich um 17:30 begrüßt Pacult das Team auf dem FAC-Platz. Die erste Viertelstunde wird ausschließlich gelaufen. Im gemütlichen Tempo werden die Knochen ausgeschüttelt, ehe es an die Dehnungsübungen geht. Anschließend teilt er zwei Mannschaften ein, die nun auf dem Halbfeld etwa fünf Minuten eine Hösche veranstaltet.

Pacult macht sich bemerkbar, wenn ihm etwas nicht passt „Spüts ausse durtn!“ und lobt, wenn ihm die Lösung einer Situation imponiert: „Sehr guat gspüt, genauso moch ma des!“.

Überhaupt: Die Kommunikation ist dem Floridsdorfer besonders wichtig. Immer wieder ermutigt er sein Team miteinander zu sprechen.

Es folgt eine kurze Ansprache, ehe der Kader geteilt wird. Jene Spieler, die am Vortag gegen Liefering auf dem Platz standen, ziehen sich zu weiteren regenerativen Übungen zurück, die Torleute spulen ihr Programm ab und die Reservespieler unterziehen sich einem intensiveren Lauftraining. In der Zwischenzeit führt Pacult Einzelgespräche: Mit seinem Trainerstab genauso wie mit einzelnen Spielern. Tormann Rene Swete beispielsweise spricht fast fünf Minuten mit dem Neo-Coach.

Nach einer Stunde ist das Training für die Stammelf schon wieder vorbei, die restlichen Spieler veranstalten ein halbstündiges Trainingsmatch.

„Körpersprache!“

Pacult will die richtige Einstellung vorleben. „Körpersprache!“ ruft er, wenn die Spieler nach missglückten Aktionen die Köpfe hängen lassen. Er dirigiert das Spiel gewissermaßen, gibt vor, wann sicher zu spielen sei, und wann man Druck auf die Defensive ausüben soll. Und immer wieder wird gelobt. Auch wenn der Abschluss misslingt, wenn eine Idee erkennbar ist, ist der Trainer zufrieden.

Fußballerisch muss er beim FAC keineswegs bei null beginnen. Die Mannschaft hat bereits bewiesen, dass sie in der Lage ist zu punkten. Und Zeit ist sowieso das Einzige, das die Wiener derzeit nicht haben. Bereits am Freitag kommt es in Horn zu einem potentiell vorentscheidenden Spiel. Pacult vertraut der Mannschaft, wie er selbst sagt.

In der ersten Trainingseinheit jedenfalls gewann man den Eindruck, dass das vorrangige Ziel Pacults der Aufbau von Selbstvertrauen ist.

Es folgen vier Videos der Trainingseinheit:

 

Weitere Eindrücke vom Training (Klicken zum Vergrößern):

Patrick Redl, www.abseits.at

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Patrick Redl