Die Bayern siegten souverän, Arsenal veranstaltete auswärts ein Schützenfest und die Gladbacher siegten vor schwieriger Kulisse im Celtic-Park. Wir berichten von diesen drei Partien.... CL-Roundup: Deutsche Siege am Champions-League-Mittwoch
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_FC Bayern Allianz Stadion Choreografie

Die Bayern siegten souverän, Arsenal veranstaltete auswärts ein Schützenfest und die Gladbacher siegten vor schwieriger Kulisse im Celtic-Park. Wir berichten von diesen drei Partien.

FC Bayern München – PSV Eindhoven (4-1)

Die Bayern starteten mit einer etwas veränderten Offensivreihe, Müller startete diesmal links, während Robben auf seiner gewohnten rechten Seite agierte und Lewandowski flankierte. Die beiden Erstgenannten waren es auch, die für das 1:0 verantwortlich waren. Nach einer schnell gespielten Ecke fand Robben den unbewachten Müller, der die Führung im Nachschuss nach 13 Minuten erzielte. Nur wenige Minuten später war es der diese Saison aufgeigende Jungstar Joshua Kimmich, der die Führung per Kopf nach Flanke von David Alaba erhöhte.

Die Bayern agierten druckvoll und direkt nach vorne, suchten über Robben und Alaba Durchbrüche auf den Flügeln und generierten so durchaus nennenswerte Chancen. Mit zunehmender Spieldauer machten sich aber die seit Beginn der Ära Ancelotti sichtbaren Probleme breit: Die Ballzirkulation wusste nicht restlos zu überzeugen, zu unverbunden war man im Kollektiv, sodass auch das Gegenpressing schwer fiel und man Konter schwieriger unterbinden konnte. Aus einem dieser Konter erzielte Narsingh in der 41. Minute auch den Anschlusstreffer für PSV.

Die Eindhovener hatten Blut geleckt und waren weiterhin aktiv in der Offensive, hatte zudem zwei große Chancen zum Ausgleich, die der starke Neuer zunichtemachte. In der 59. Minute schoss der an diesem Abend umtriebige Robben aufs Tor, Keeper Zoet ließ den Ball nach vorne prallen und Lewandowski staubte zum 3:1 ab. Seine gute Leistung krönte Arjen Robben kurz vor Schluss mit einem Kopfballtor zum 4:1 nach einem Heber von Thiago.

Celtic Glasgow – Borussia Mönchengladbach (0-2)

Beide Trainer änderten ihre Startaufstellung im Vergleich zum vorigen Wochenende auf vier Positionen, bei Gladbach schien dies primär verletzungsbedingter Natur zu sein, Brendan Rodgers nahm auch taktische Umstellungen vor.

Die Hoops starteten ähnlich wie gegen Manchester City furios und wollten mit hohem Pressing und direktem Angriffsspiel früh in Führung gehen, diesen Plänen zogen die Gladbacher jedoch den Zahn. Mit ebenfalls hohem Pressing schafften es die Deutschen das Aufbauspiel der Gastgeber zu zermürben und die Glasgower Spieler zu Fehlern zu zwingen. Nach Ballgewinnen schalteten die Gladbacher schnell in die Offensive um und versuchten mit direktem Passspiel die Schnittstellen des Gegners zu bespielen und zu Torchancen zu kommen. Davon fanden sie auch einige vor, konnten jedoch in der ersten Halbzeit kein Kapital daraus schlagen.

Die Heimischen kamen zwar druckvoller aus der Kabine, Gladbach wusste es jedoch keine Torchancen zuzulassen und begann mit Fortlauf der Spielzeit selbst aktiver zu werden. In der 57. Minute gingen die Gladbacher in Führung. Dieser ging ein Fehler von Kolo Touré voraus, der einen Ball vor André Hahn abschirmen und ins Toraus rollen lassen wollte. Stindl agierte gedankenschnell und spitzelte den Ball weg, sein Schuss aus spitzem Winkel ging sowohl Sviatchenko als auch Gordon durch die Beine und ins Tor. Nun mehr auf Konter fokussiert, agierten die Gladbacher etwas tiefer in der Defensive, um die Räume hinter der Abwehr Celtics zu bespielen. Mit einem schnellen Gegenstoß in der 77. Minute machte dann André Hahn alles klar und brachte die Entscheidung mit seinem Treffer zum 2:0 herbei.

Arsenal – Ludogorets (6-0)

Arsenal wechselte im Vergleich zum Spiel gegen Swansea die Aufstellung auf vier Positionen. Die Gunners, die zurzeit blendend in Form sind, agierten von Beginn an zielstrebig und wussten sich mit Kombinationen durch die löchrige Ludogorets-Abwehr zu kombinieren. Früh fand Özil Sanchez, der Chilene vergab jedoch die erste Torchance. In der 12. Minute war es aber so weit, nach Auflage von Oxlade-Chamberlain traf der Südamerikaner nun doch zur 1:0-Führung. Zwar kontrollierten die Londoner die Partie mit ihrem Ballbesitz, jedoch konnte Ludogorets durchaus über Konter gefährlich werden, was sie gegen Basel schon gezeigt hatten. Wanderson prüfte einmal David Ospina, der sich auszeichnen durfte. Arsenal hatte zwar die Möglichkeit die Führung zu erhöhen, dies schaffte man erst kurz vor der Halbzeit, als Walcott nach Vorlage von Özil auf 2:0 erhöhte.

Nach der Pause läutete Oxlade-Chamberlain das Torschützenfestival in der zweiten Halbzeit ein und tat dies bereits in der 46. Minute, als er eine gekonnte Flanke von Gibbs mit rechts zum 3:0 abschloss. Nur zehn Minuten später erhöhte Özil auf 4:0, als er nach einem weiten Pass von Cazorla den Ludogorets-Verteidigern davonlief und in aller Ruhe den Ball am Torwart vorbeischob. Der eingewechselte Lucas Perez zeigte sich ebenfalls sehr spielfreudig und half Özil dabei seinen ersten Hattrick zu komplettieren, indem er ihm in Minute 83 und 87 zum 5:0 und 6:0 assistierte und somit den Schlusspunkt der ungleich gewichteten Partie setzte.

David Goigitzer, abseits.at

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