Einmal mehr bekommt es Red Bull Salzburg in der Qualifikation zur UEFA Champions League mit Malmö FF zu tun. Wir schauen uns den Verein,... Der zweite Anlauf: Red Bull Salzburg fordert Malmö zum zweiten Mal binnen zwei Saisonen
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Schweden Flagge_abseits.atEinmal mehr bekommt es Red Bull Salzburg in der Qualifikation zur UEFA Champions League mit Malmö FF zu tun. Wir schauen uns den Verein, der für die Bullen in der vergangenen Saison zur Endstation wurde, etwas genauer an.

 

Name: Malmö Fotboll Förening (Malmö FF)
Nationalität: Schwedisch
Gründungsdatum: 24.Februar 1910
Alter: 105 Jahre
Vereinsfarben: Hellblau-Weiß
Stadion: Swedbank Stadion
Fassungsvermögen: 24.000
Präsident: Hakan Jeppsson
Trainer: Age Hareide

Erfolge

  • 18 x schwedischer Meister (Rekordmeister)
  • 14 x schwedischer Cupsieger (Rekordcupsieger)
  • 2 x schwedischer Supercupsieger
  • Champions-League- bzw. Europacup-der-Landesmeister-Finalist 1979 (0:1 gegen Nottingham Forest)

Standing in Schweden

Malmö FF, in Schweden auch gerne MFF genannt, ist trotz einiger schwerer Saisonen in den 1990er- und 2000er-Jahren weiterhin das Aushängeschild des schwedischen Fußballs und amtierender Rekordmeister. In den letzten elf Jahren wurde der Verein immerhin viermal Meister, dümpelte aber auch immer wieder in der Mittelklasse der Allsvenskan herum.

Seit dem Jahr 2010 etablierte sich Malmö wieder an der Spitze. Zuletzt konnten die Blau-Weißen erstmals seit den 70er-Jahren den Titel verteidigen. Die aktuelle Saison verläuft aber etwas schwieriger, die Allsvenskan ist ausgeglichen, wie schon lange nicht mehr. Die besten sechs Teams sind derzeit nur durch fünf Punkte getrennt, Malmö ist momentan Fünfter, erzielte gemeinsam mit AIK Solna die meisten Tore aller Klubs, kassiert jedoch zu viele. Aus 17 Partien holte Malmö FF gerademal acht Siege. Am Wochenende gewann das Team erstmals seit Anfang Juni wieder ein Ligaspiel (3:0 gegen GIF Sundsvall).

Dies stellt einen Unterschied zur letzten Saison dar, denn damals steuerten die Schweden zur Zeit ihres Aufeinandertreffens mit RB Salzburg ungebremst auf den Meistertitel zu, waren vor dem Hinspiel in 13 aufeinanderfolgenden Ligaspielen ungeschlagen.

Einige Leistungsträger verloren

Malmö musste seit dem letzten Duell mit den Roten Bullen einige Spieler ziehen lassen. Emil Forsberg, gegen Red Bull einer der Besten, wurde um 3,5 Millionen Euro von RB Leipzig verpflichtet. Die vielversprechenden Angreifer Isaac Thelin (Girondins Bordeaux) und Magnus Eriksson (Guizhou Renhe) brachten dem schwedischen Meister zusammen über fünf Millionen Euro ein. Später verließen mit Filip Helander (Hellas Verona) und Erik Johansson (KAA Gent) auch noch zwei Innenverteidiger den Klub. Zudem wanderte der Stammkeeper Robin Olsen zu PAOK Thessaloniki ab. Malmö kaufte aber nicht blind und teuer ein, gab praktisch kein Geld für Ablösesummen aus und steckte die stolzen Transfererlöse in die Infrastruktur, Leihgeschäfte und den Nachwuchs. Die meisten der Kicker, die neu zum Klub kamen, sind junge, aufstrebende Talente.

Standing in Europa

Bereits letztes Jahr berichteten wir über den „Spirit von 1979“, als Malmö ins Finale des Europacups der Landesmeister vorstieß und dort gegen Nottingham Forest verlor. Nachdem Red Bull Salzburg in der letztjährigen Qualifikation ausgeschaltet wurde, nahmen die Schweden erstmals an der Champions-League-Gruppenphase teil. Phasenweise schlug man sich gut, aber ein 2:0-Heimerfolg über Olympiakos Piräus dank zweier Rosenberg-Tore war das einzig Zählbare, was dabei herausschaute. Die fünf anderen Partien wurden verloren – einmal bei Olympiakos, je zweimal gegen den späteren Finalisten Juve und Atlético Madrid, bei denen man mit 0:5 die empfindlichste Niederlage einstecken musste.

Im Jahr 2015 kam der Europacupmotor Malmös aber ins Stocken und man plagte sich in der zweiten Quali-Runde über den litauischen Meister Zalgiris Vilnius. Nach einem 0:0 im Heimspiel erlöste das goldene Auswärtstor von Rechtsverteidiger Anton Tinnerholm den Meister. Im unter Trainer Age Hareide traditionellen 4-4-2-System tat man sich schwer beim Herausspielen von Chancen und es ist daher zu erwarten, dass man heuer eine abwartende Malmö-Elf sehen wird, der eine Sternstunde, wie im letztjährigen Rückspiel, nur schwer gelingen wird.

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Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen