Zum Abschluss unserer Berichterstattung zum Champions League Finale zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München bewerten wir noch die Spieler der beiden Teams.... Fünf Spieler mit Note 9: Die Einzelbewertungen zum Champions League Finale!

Dortmund vs BayernZum Abschluss unserer Berichterstattung zum Champions League Finale zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München bewerten wir noch die Spieler der beiden Teams. Dabei erklären wir in kurzen Worten, wieso das Finale 2013 das Spiel der Torhüter war und welche die besten und schwächsten Feldspieler waren.

Notenskala: 1 = Sehr schlecht | 10 = Sehr gut

Borussia Dortmund

Roman Weidenfeller … 9
Der 32-jährige Keeper zeigte einmal mehr, wieso er der heimliche Top-Mann Deutschlands ist. Nach seinen konstant starken Leistungen ist es eigentlich unglaublich, dass er nie im Nationalteam spielte. An den Toren war Weidenfeller schuldlos, er zeigte nur in einer Szene eine kleine Unsicherheit, verhinderte dafür gleich mehrere Gegentreffer.

Lukasz Piszczek … 6
Der Beginn war vielversprechend, defensiv kann man ihm nur wenig vorwerfen, aber im Endeffekt kam offensiv zu wenig. Hatte alle Hände voll mit Ribery zu tun, den er jedoch weitgehend im Griff hatte.

Neven Subotic … 7
Der Serbe spielte diesmal eher den Part, der sonst Mats Hummels ausmacht. Viele Balleroberungen und schnörkellose, zielorientierte Weiterverarbeitungen.

Mats Hummels … 6
Einerseits defensiv ein Bollwerk, andererseits nicht so unwiderstehlich im Spielaufbau, wie man es sonst von ihm gewöhnt ist. Unterdurchschnittliche Passwerte, phasenweise etwas nervös.

Marcel Schmelzer … 4
Einer der schwächsten Dortmunder. Konnte gemeinsam mit Großkreutz nie Druck erzeugen, war mit Robben  weitgehend überfordert. Nicht sein Tag, aber wohl auch nicht sein Level.

Sven Bender … 6
Unauffällige Partie des 24-Jährigen, der aber als Arbeiter wichtig für die Mannschaft war. Eine Rolle als Ballverteiler hatte er dafür nicht inne und zudem verlor er vier von fünf Kopfballduellen.

Ilkay Gündogan … 8
Der stärkste, weil umsichtigste und technisch beste Dortmunder. Der Ex-Nürnberger war das Um und Auf im zentralen Mittelfeld und verrichtete auch unangenehme Arbeit.

Jakub Blaszczykowski … 5
Der Pole machte so gut wie keinen Stich gegen David Alaba und brachte auch bei seinen seltenen Versuchen sich als inverser Winger zu versuchen nichts zustande. Auch „Kuba“ erwischte nicht seinen besten Tag.

Marco Reus … 7
Taktisch sehr intelligentes Spiel des 23-Jährigen, der das Spiel der Dortmunder mit großem Elan und Dynamik antrieb. Andererseits war auch er zu ungefährlich – holte immerhin den Elfmeter heraus.

Kevin Großkreutz … 6
Viele leere Kilometer, aber so gut wie nie gefährlich. An sich zeigte sich Großkreutz passsicher, jedoch war die linke Seite allgemein zu schwach, wurde aus dem zentralen Mittelfeld nur sehr selten überladen, wodurch das Spiel weitgehend an ihm vorbeilief. Schade, denn kämpferisch kann man dem 24-Jährigen nichts vorwerfen.

Robert Lewandowski … 6
Hatte ein schweres Spiel gegen die beiden Bayern-Innenverteidiger Dante und Boateng, die ihn praktisch in Manndeckung nahmen. Trotzdem war der beste Torschütze der Dortmunder am ehesten der Spieler, von dem dauerhaft Gefahr ausging. Wurde von den Flügeln nicht ausreichend unterstützt, antizipierte dafür gut in der Tiefe.

 

FC Bayern München

Manuel Neuer … 9
Ebenso wie Weidenfeller mit einer absoluten Topleistung, an der es nichts auszusetzen gibt. Neuer zeigte zudem im Vergleich zu Weidenfeller stärkere technische Fähigkeiten, brachte sowohl in Bedrängnis, als auch bei Abschlägen und Ausschüssen mehr Bälle genau an den Mann.

Philipp Lahm … 7
Es wurde allerhöchste Zeit, dass Weltklassefußballer Philipp Lahm eine große Trophäe gewinnt. Der 29-Jährige zeigte auch im Finale in Wembley, dass er ein enorm solider, mehr als nur verlässlicher Außenverteidiger ist. Spielte sein Spiel staubtrocken herunter und ließ der linken Dortmunder Angriffsseite praktisch keine Chance.

Jerome Boateng … 9
Der Turm in der Schlacht. Musste im Laufe des Spiels viel einstecken, blieb aber immer konzentriert, gewann gefühlt jeden Zweikampf, eroberte zahlreiche Bälle und montierte in Personalunion mit Dante Dortmunds Lewandowski ab.

Dante … 7
Zwar verschuldete der Brasilianer mit einem dummen Foul den Elfmeter, allerdings war er abgesehen davon ebenfalls kaum überwindbar. Ebenso wie Boateng verlor er kein Kopfballduell, kam mit wenigen Fouls oder Härteeinlagen aus und machte nur wenige Abspielfehler.

David Alaba … 7
Grundsolide Partie ohne großes Spektakel. Der 20-Jährige wusste in jeder Situation, wie er sie bestmöglich lösen könnte und wurde zudem in der zweiten Halbzeit auch offensiv aktiver.

Javi Martinez … 8
Die beste Passquote aller Spieler auf dem Platz, sehr stark in der Balleroberung und zudem immer wieder umsichtig. Zwar sorgte er für keine Schlüsselpässe oder direkte Gefahr, aber alleine sein Spielverständnis macht das Bayern-Mittelfeld um eine Klasse stärker.

Bastian Schweinsteiger … 9
Das Um und Auf auf der Münchner Zentralachse. In dieser Form und mit der Sicherheit, die er aktuell verkörpert, ist der 28-Jährige 2013 ein Kandidat auf den Ballon d’Or.

Franck Ribery … 7
Engagiert, teilweise sehr dribbelstark, aber auch glücklos. Ribery, der eine sensationelle Saison 2012/13 spielt, zeigte in der zu Ende gehenden Spielzeit schon bessere Leistung. Da aber auch er in diesem Kalenderjahr ein Ballon d’Or Kandidat ist, ist dies Jammern auf höchstem Niveau.

Thomas Müller … 6
Einerseits war Müller ein wichtiger Prellbock, der immer wieder gut die Bälle behauptete, andererseits misslang ihm viel. Wie immer versuchte er Schwieriges, war aber nur bedingt erfolgreich.

Arjen Robben … 9
Als Goldtorschütze der Mann des Finales. Allerdings zeigte der Niederländer durch seine zielgerichtete Offensiv- und seine konsequente Defensivleistung über die vollen 90 Minuten, wieso er so wichtig für die Bayern ist. Trotz enorm direktem Spiel keine hohe Fehlerquote!

Mario Mandzukic … 7
Spielte eine ideale Mischung aus Strafraumstürmer und antizipativem Angreifer. Der Kroate wusste seinen Körper gut einzusetzen, strahlte immer wieder Gefahr aus und spielte auch auf tieferer Feldposition sicher. Der Treffer zum 1:0 für die Bayern war sicher nicht sein schwerster, aber auch dort muss man erst stehen!

 

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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