Auch heute gibt es in der Champions League Qualifikation einige Spiele, die bereits in diesem frühen Stadium einiges an Spannung versprechen. Wir nehmen drei... Vorschau auf die 2.Quali-Runde der Champions League 2016/17 – Teil 2 der Hinspiele
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UEFA Champions League Wappen_abseits.atAuch heute gibt es in der Champions League Qualifikation einige Spiele, die bereits in diesem frühen Stadium einiges an Spannung versprechen. Wir nehmen drei Abendpartien genauer unter die Lupe.

Rosenborg BK – IFK Norrköping

Mittwoch, 13.Juli, 19:15 Uhr

Nach vier Jahren hintereinander ohne Meistertitel darf sich der Rosenborg BK heuer wieder über die Teilnahme an der Qualifikation zur Königsklasse freuen. Der souveräne Titel aus der Vorsaison macht’s möglich. In den letzten Jahren spielte der frühere Champions-League-Stammgast in Europa nur eine untergeordnete Rolle, schied teilweise sogar auf peinliche Art und Weise in der Quali aus. So geschehen in den letzten Jahren gegen AEK Larnaca, St.Johnstone, Qarabaq oder Karabükspor.

Die letzte Champions League Teilnahme ist für die Norweger bereits neun Jahre her und auch das Erreichen der diesjährigen Gruppenphase wird der Elf von Kare Ingebrigtsen nicht leicht gemacht werden, wenn schon der allererste Quali-Gegner IFK Norrköping heißt! Der schwedische Traditionsverein, der letztes Jahr erstmals seit 26 Jahren den Titel holte, hat mit Traustason, Fransson und Kujovic in den letzten Wochen und Monaten Stützen verloren, ist in der Allsvenskan aber auch derzeit wieder Zweiter und somit voll im Plan. Nachdem es für Norrköping der allererste europäische Auftritt seit 16 Jahren ist, wird man noch dazu bis in die Haarspitzen motiviert sein. Norrköping ist im Skandinavierduell natürlich Außenseiter, aber bestimmt nicht chancenlos.

Wie die Experten von wettbasis.com das Spiel voranalysieren, könnt ihr hier nachlesen.

Partizani Tirana – Ferencvaros Budapest

Mittwoch, 13.Juli, 20:00 Uhr

Nachdem der albanische Meister Skenderbeu Korce von der UEFA aus dem Europacup ausgeschlossen wurde, darf nun der Vizemeister aus der Hauptstadt ran. Partizani Tirana spielte witzigerweise bereits in der Europa League Qualifikation. Das 0:0 im Hinspiel gegen Slovan Bratislava ist jedoch im Nachhinein obsolet, weil die Rot-Weißen in die Champions League Quali aufrückten und den Platz von Skenderbeu einnahmen. Der 15-fache Meister konnte sich in seiner Europacuphistorie allerdings nur dreimal in zwei Spielen durchsetzen und schied 17-mal in der ersten Runde aus.

Ferencvaros feierte in der vergangenen Saison seinen ersten Titel seit zwölf Jahren und den 29. Titel insgesamt. In Europa möchte es der ungarische Hauptstadtklub mit dem funkelnagelneuen Stadion erstmals seit zwölf Jahren in eine Gruppenphase schaffen. In den letzten Jahren scheiterte Ferencvaros stets am zweiten Quali-Gegner. Besiegt wurden zuletzt die Go Ahead Eagles, die Sliema Wanderers und der Ulisses FC. Das Out kam dann allerdings gegen Zeljeznicar Sarajevo, den NK Rijeka und Aalesunds. Auch dieses Jahr ist der erste Gegner eine Pflichtaufgabe und Partizani Tirana sollte kein Problem für Ferencvaros darstellen. Danach wird’s für die Ungarn aber mit Sicherheit schon schwerer – in der dritten Quali-Runde sind sie nicht gesetzt.

Olimpija Ljubljana – AS Trencin

Mittwoch, 13.Juli, 20:30 Uhr

Den Meistern aus Slowenien und der Slowakei war das Losglück nicht gerade hold, denn sowohl Olimpija Ljubljana, als auch der AS Trencin sind enorm unangenehme Gegner. Ljubljana setzte sich letzte Saison mit sechs Punkten Vorsprung auf den NK Maribor durch und das obwohl man im Winter den besten Stürmer Andraz Sporar an den FC Basel und zudem noch Ezequiel Henty an Lok Moskau verlor und Ersatzmann Blessing Eleke nicht unbedingt einschlug. Die Grünen aus der Hauptstadt haben eine hochinteressante Mannschaft, die eine gute Mischung aus Jung und Alt darstellt und man kann ihnen durchaus Überraschungen zutrauen, wenn man es über Trencin drüber schafft.

Das wird allerdings alles andere als leicht, denn der slowakische Meister entwickelte sich nach und nach zu einer Klassemannschaft. Die Top-Leute waren in der Vorsaison der enorm dynamische Mittelfeldspieler Matus Bero, sowie Stürmer Gino van Kessel, einst Testpilot der Austria. Der Niederländer war auch in Trencin über längere Zeit ein Wackelkandidat, erlebte aber im vergangenen Frühjahr eine Leistungsexplosion. Zudem verpflichtete Trencin, das letzte Saison auch Stefan Maierhofer unter Vertrag hatte, den aus Curacao stammenden Torjäger Rangelo Janga vom FC Dordrecht, von dem man sich auch viel erwartet. Den Vorjahrestitel holte Trencin obwohl man immer wieder Abgänge verkraften musste. Einige Schlüsselspieler wie Jairo (PAOK Saloniki), Wesley (FC Brügge) oder Lobotka (FC Nordsjaelland) wechselten zu größeren Klubs, Trencin besetzte die freien Stellen mit Jungen nach und wurde nicht schwächer.

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Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen