Die Champions League erwacht aus dem Winterschlaf und startet in die heiße KO-Phase. abseits.at blickt auf die Achtelfinalpaarungen. Paris Saint-Germain – Chelsea Letztes direktes... Vorschau zum Champions-League-Achtelfinale 2014/15 – Teil 1 der Hinspiele
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Champions League TrophyDie Champions League erwacht aus dem Winterschlaf und startet in die heiße KO-Phase. abseits.at blickt auf die Achtelfinalpaarungen.

Paris Saint-Germain – Chelsea

Letztes direktes Duell: 3:1 und 0:2 (Champions-League-Viertelfinale 2013/14)

Zum zweiten Mal in Folge kommt es in der KO-Runde der Champions League zum Aufeinandertreffen zwischen Paris Saint-Germain und Chelsea. Im Vorjahr kreuzten die beiden neureichen Vereine im Viertelfinale die Klingen, diesmal steht das brisante Duell bereits in der Runde der letzten 16 auf dem Programm.

PSG befand sich in der Vorrunde lange auf Kurs zum Gruppensieg, erst im letzten Spiel beim FC Barcelona musste die Spitzenposition doch noch abgetreten werden. Setzen sich die Franzosen gegen Chelsea durch, stehen sie zum dritten Mal in Folge im Viertelfinale der Königsklasse. In der Vorsaison ließ PSG im Achtelfinale Leverkusen keine Chance und schaffte mit einem Gesamtscore von 6:1 locker das Weiterkommen.

Chelsea hielt in der Gruppenphase Schalke, Sporting und Maribor in Schach. Die Blues hoffen auf die vierte Viertelfinalteilnahme der letzten fünf Jahre. Kommt man gegen PSG weiter, wäre man zum siebten Mal innerhalb der letzten neun Spielzeiten unter den besten acht Teams.

Will PSG den Aufstieg schaffen, muss die Grundlage dafür vermutlich im Heimspiel gelegt werden. Die Statistik macht den Franzosen Mut: PSG ist seit mittlerweile 32 Europacupspielen im Prinzenpark ungeschlagen, letztmalig triumphierte mit Hapoel Tel-Aviv vor acht Jahren eine Gastmannschaft in der Stadt der Liebe.

Eine ganz besondere Partie ist das Aufeinandertreffen für David Luiz. Der Brasilianer wechselte im Sommer für rund 50 Millionen Euro von der Themse an die Seine. Abgesehen davon verzichtete PSG in dieser Saison aber auf teure Transfers.

Bei Chelsea tat sich in der Winterpause hingegen deutlich mehr. Juan Cuadrado kam um 31 Millionen Euro aus Florenz, im Gegenzug wurde der enttäuschende Mohamed Salah an die Italiener verliehen. Außerdem verabschiedete sich André Schürrle nach Wolfsburg.

Auf nationaler Ebene könnten die Gefühlslagen momentan kaum unterschiedlicher sein. Während die Mannschaft von Jose Mourinho überlegen an der Spitze der Premier League thront, ist PSG in der Ligue 1 nur Dritter und musste sich am Samstag nach einem Last-Minute-Doppelschlag mit einem enttäuschenden 2:2 gegen Caen begnügen.

Shakhtar Donezk – Bayern München

Bisher keine direkten Duelle

Wie schon in der Gruppenphase, kann Shakhtar Donezk sein Heimspiel wegen der kriegsartigen Zustände in der Ostukraine nicht in der Donbass Arena austragen, sondern muss gegen Bayern München nach Lwiw ausweichen.

Die Mannschaft von Mircea Lucescu steht zum dritten Mal in Folge im Achtelfinale der Champions League. In der Gruppenphase setzten sich die Ukrainer gegen Athletic Bilbao und BATE Borisow durch, mussten dem FC Porto allerdings den Vortritt lassen.

Weiterhin vertraut Shakhtar dem Prinzip der Arbeitsteilung: Während in der Defensive auf solide osteuropäische Fertigkeiten gesetzt wird, dominiert in der Offensive südamerikanische Fußballkunst.

Allen voran ist hier der Brasilianer Luiz Adriano zu nennen, der in der Gruppenphase unglaubliche neun Tore erzielte und damit den Rekord von Cristiano Ronaldo aus der Vorsaison egalisierte. Ob Shakhtar Spieler dieses Kalibers auch über den Sommer hinaus halten kann, ist angesichts der unsicheren politischen Lage jedoch zumindest fraglich.

Die Bayern reisen mit dem Selbstvertrauen eines 8:0-Sieges gegen Hamburger SV in die Ukraine, wo sie erst ein einziges Mal gewinnen konnten. Alle zehn Spiele gegen ukrainische Mannschaft absolvierten die Münchner übrigens gegen Shakhtars Erzrivalen Dynamo Kiew, der momentan auch an der Tabellenspitze der ukrainischen Meisterschaft thront.

Weiterhin verzichten muss Pep Guardiola auf die verletzten Javi Martinez, Philipp Lahm und Thiago Alcantara, zudem ist der Einsatz von Xabi Alonso fraglich. Wieder einsatzfähig ist hingegen Innenverteidiger Holger Badstuber.

Die Münchner setzten sich in der Gruppenphase souverän gegen Manchester City, AS Roma und CSKA Moskau durch, verpassten es wegen einer Niederlage in England jedoch, erstmalig das Punktemaximum einzufahren.

Zum letzten Mal scheiterten die Bayern in der Saison 2010/11 im Achtelfinale, als Inter Mailand die Oberhand behielt. Noch nicht dabei war damals übrigens David Alaba, der am Wochenende gegen den HSV seinen 100. Bundesligaeinsatz absolvierte.

OoK_PS, abseits.at

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