„Luck finally ran out tonight“, so das treffende Fazit von totalbarca.com am Dienstagabend. Der FC Barcelona hatte vom FC Bayern seine Grenzen aufgezeigt bekommen.... Was Vilanova heute anders machen muss: So kann der FC Barcelona auch gegen Bayern sein Spiel aufziehen!

Tito Vilanova (FC Barcelona)„Luck finally ran out tonight“, so das treffende Fazit von totalbarca.com am Dienstagabend. Der FC Barcelona hatte vom FC Bayern seine Grenzen aufgezeigt bekommen. Die Mannschaft von Vilanova wirkte ideenlos, müde und unvorbereitet. Dass Vilanova es verpasste, grundlegende Änderungen gegen den deutschen Meister vor oder während der Partie zu etablieren, brach den Katalanen das Genick, nachdem man sich zweimal, gegen Paris und Mailand, knapp ans Ufer retten konnte.

Doch noch steht ein Rückspiel an. Zwar ist das Finale noch viel weiter entfernt , als es das Weiterkommen gegen den AC Mailand war, jedoch  ist die Fragestellung eine allgemeine, die nicht nur das Wiedersehen mit dem FC Bayern betrifft, sondern bis in die nächste Saison reicht.

Wie die Bayern Barcelona harmlos machten – Das hohe und intensive Pressing

Die Bayern spielten ein aggressives, sehr laufintensives Pressing, das den Zweck hatte, das Aufbauspiel der Katalanen bereits in der Entstehung zu behindern. Man rückte gesammelt Richtung Barcelonas Hälfte. Die beiden Stürmer Müller und Gomez begannen mit dem Anlaufen der Innenverteidiger, wenn diese im Ballbesitz waren.Erstens wurden diese dadurch unter extremen Druck gesetzt, zweitens wurden damit flache Zuspiele auf Busquets, den Ballverteiler Barcas, unmöglich, da dieser nicht aus dem Deckungsschatten herauskam.  Durch die hohe Stellung der restlichen Mannschaft, konnten auch Xavi, Iniesta und der zurückfallende Messi effektiv vom Ball getrennt werden. Flache, längere Bälle auf die Außenverteidiger wurden deshalb immer öfter eingesetzt, womit man Bayern allerdings in die Karten spielte.

Barcelona vs Bayern Grafik 1Die Grafik auf der rechten Seite zeigt das Pressing der Bayern, gegen den Spielaufbau von Barcelona.

1 – Piqué ist im Ballbesitz und sucht eine Anspielstation

Müller attackiert hoch und versucht ihn zu einem Fehler zu zwingen. Gleichzeitig verhindert er damit den Pass in seinen Rücken.

2 – Bartra steht zu eng, um Vorteile im Spielaufbau zu ermöglichen. Spielt Piqué den Ball, hat Bartra das Problem und wird von Gomez attackiert. Kurz vor der ersten Ecke der Bayern entstand eine Kontermöglichkeit aus dem Pressing von Bayern, allerdings wurde Gomez vom einrückenden Jordi Alba abgelaufen.

3 – Sergio Busquets bietet sich kurz an, ist aber wenn er in Ballbesitz kommt, in einem Viereck aus Bayernspielern gefangen und spielt so entweder den Ball zurück oder verliert ihn sogar. Lässt er sich noch weiter fallen, bringt auch er keinen Gewinn im Spielaufbau.

4 – Das Mittelfeld der Katalanen ist unanspielbar gemacht worden. Bei einem möglichen hohen Ball in den Rücken der Stürmer können sofort Martinez und Schweinsteiger Zugriff auf den Ballführenden gehen, durch die Luftdominanz der Bayern wird wohl schon die Ballannahme vereitelt.

5 – Die Außenverteidiger stehen breit und wollen das Spiel dementsprechend auf die Flügel verlagern. Allerdings kann Bayern in diesem 4-4-2 sehr gut verschieben, womit wieder nur ein Pass nach hinten gespielt werden kann oder die Außenverteidiger Gefahr laufen, den Ball zu verlieren.

6 – Die Außenstürmer von Barcelona stehen im toten Raum. Ein langer Ball kann sie zwar erreichen, dafür braucht es aber Freiraum im Spielaufbau für die Innenverteidiger und wenn er ankommen sollte, stehen sie immer noch im 2 gegen 4.

7 – Spielt Piqué den Ball nach hinten zu Valdés, hat der FC Bayern sein Ziel erreicht und kann sich etwas zurückziehen. Valdés wurde dementsprechend auch nicht wirklich gepresst.

Probleme beim Bespielen der Flügel

Die Punkte 5 und 6 gehen bereits sehr in Richtung des nächsten Problems, das sich für Barcelona stellte. Da die Bälle oft nach Außen gespielt wurden, kamen die Flügelspieler zwar zu Ballkontakten, hatten allerdings durch das extreme Verschieben der Bayern Probleme damit, den Ball von der Seite gewinnbringend weiter zu spielen. Dies resultierte in vielen Einwürfen rund um die Mittellinie, die nur erneut nach außen geschoben wurden. 19 Einwürfe der Bayern und 23 Einwürfe von Barcelona standen so am Ende der Partie. Im Vergleich: beim Liga-Sieg gegen Mallorca hatte Barcelona 16 Einwürfe und Mallorca 11. Eine andere Statistik untermauert diese Theorie ebenfalls: Barcelona spielte zwar fast 50 % ihrer Angriffe über die rechte Seite, kam allerdings nie über die rechte Seite zum Abschluss. Obwohl dort mit Alvés und Pedro die nominell offensivere Seite spielte.

Barcelona vs Bayern Grafik 2Die 18. Minute veranschaulicht dieses Problem. Nach einem langen Ball von Valdés geht Lahm gegen Sanchez ins Kopfballduell, Martinez bekommt den Ball und spielt die Kerze, Alba kommt aus dem Rückraum und holt sich den Ball von Robben wieder, spielt dann zu Iniesta und dieser verliert den Ball gegen Schweinsteiger und Martinez –> Einwurf Barcelona. Dieser wird von Alba ausgeführt, Xavi verliert will zurückspielen, Alba verliert den Ball –> Einwurf Barcelona. Einwurf Alba, Sanchez kann ihn nicht kontrollieren –> Einwurf und Ballbesitz Bayern.

Mannorientierte Deckung auf Schlüsselspieler

Der FC Bayern ist ohnehin eine Mannschaft, die relativ oft die mannorientierte Deckung anwendet, gegen Barcelona war diese allerdings noch deutlicher zu bemerken als sonst. Die Deckungen variierten zwischen stetig und situativ.

Stetig wurde Busquets gedeckt, Gomez orientierte sich sehr nah am Mann und störte damit den entscheidenden Spieler im Aufbau der Katalanen ausschlaggebend. Erst bei Ballbesitz der Innenverteidiger übergab Gomez die Deckung an das Mannschaftskollektiv, um sich selbst am Pressing zu beteiligen.  Damit verlor Barcelona ihre sicherste Anspielstation, da Sergio nahezu immer unanspielbar blieb. So kam dieser am Ende „nur“ zu 72 Ballkontakten, Xavi und Iniesta, waren jenseits der 90 bzw. 100. In nahezu allen anderen Spielen waren sich die Ballkontaktzahlen von Xavi und Busquets stets sehr ähnlich.

Situative Manndeckungen wurden vor allem bei Messi benutzt. Manchmal wurde der Argentinier relativ frei stehen gelassen, wenn man sich sicher war, ihn in einfach zu verteidigender Position zu haben. Setzte er sich allerdings in Bewegung, wurde er streng verfolgt. Da Messi sehr stark nach rechts tendierte, fiel diese Aufgabe meist Ribéry zu, der ihn dann teilweise bis in die rechten Halbräume begleitete.

Umgehen des Barca-Pressings

Wenn Bayern in defensivem Ballbesitz war, versuchte auch Barcelona durch Pressing Zugriff auf den Ball zu bekommen. Allerdings umgingen die Bayern dies mit einfachen Mitteln. Hatte Neuer den Ball, fächerte die Abwehr weit auf, die Innenverteidiger positionierten sich an den Enden des Strafraums und schoben die Außenverteidiger nach vorne. Dann lies sich einer der beiden Sechser fallen und holte sich den Ball ab, womit Barcelona mit drei Spielern im Aufbau pressen müsste. Aufgrund der Unterlegenheit in der Luft, gingen sie dann allerdings Risiko, lange Bälle verteidigen zu müssen. So wurde Bayern des Öfteren nicht beim Spielaufbau von hinten gestört, sondern man wartete ab, bis der Ball Richtung Barcelona-Hälfte kam.

Versuchte man es allerdings mit einem hohen Pressing, was nur selten geschah und Bayern damit auch nur 44 lange Bälle spielte, wurden die Innenverteidiger Barcelonas in die Luftduelle mit Gomez gezwungen, während die Offensivreihe dahinter auf die zweiten Bälle wartete.  Kein Barcelona-Spieler außer Bartra und Piqué konnte ein Luftduell für sich entscheiden.

Lösungsansätze – Spielaufbau über ein defensives Dreieck

Die oben genannten Probleme wird Barcelona auch im Rückspiel des Champion League Halbfinals bekämpfen müssen.  Eine Möglichkeit, um das Pressing der Bayern zu entkräften oder zumindest abzuschwächen, wäre ein Abwehrdreieck, wie es auch von Swansea in der Premier League gerne eingesetzt wird. Idealerweise spielt Barcelona dafür mit einer 3er-Kette in der Abwehr. Es fällt der zentrale Spieler hinter die anderen zurück und bildet so eine Absicherung und ist gleichzeitig Ballverteiler.

Barcelona vs Bayern Grafik 3Die Grafik auf der rechten Seite zeigt eine pressingsresistente Form für den Spielaufbau, inklusive der möglichen Besetzung, der 3er-Kette. Song lässt sich hinter Piqué und Bartra fallen, womit er a) Zeit bekommt, um einen langen Ball zu spielen oder b) gepresst wird, womit sich Lücken hinter dem pressenden Stürmer öffnen, da Piqué und Bartra nicht in den Deckungsschatten geraten.

Will Bayern diese Formation pressen, müssen sie noch weiter aufrücken und riskieren damit eigentlich zu viel. Besonders wenn man ein 4:0 verteidigt. Dementsprechend schafft sich Barcelona mit dieser Methode Freiräume, die sie im Hinspiel nicht hatten.

Gleichzeitig spielt eine Grundformation mit 3er-Kette den Kadervorrausetzungen Barcelonas in die Hände. Mit Song spielt dann ein kopfballstarker Spieler zentral, der linke Außenverteidiger Alba ist ohnehin gesperrt und müsste von den beiden von Verletzungen zurückkehrenden Adriano oder Abidal ersetzt werden und auf der rechten Seite kann Alves in seiner gewohnten Position spielen, ohne dass damit eventuelle taktische Möglichkeiten für spätere Spielsituationen verbaut werden. Vilanova könnte problemlos zwischen Viererkette und Dreierkette umstellen.

Anmerkung: Der Artikel entstand vor der kurzfristigen Verletzung von Busquets. Dadurch fehlt den Katalanen der beste Ballverteiler im Mittelfeld. Seine Position dürfte Song einnehmen, wodurch Piqué den zentralen Innenverteidiger spielen dürfte und Adriano auf halb-links spielt. Das Prinzip bleibt dennoch das Gleiche. Auch die nachfolgenden Überlegungen beeinflusst dies nicht entscheidend.

Eine mögliche Alternative wäre Xavi auf der Busquets-Position und Song würde weiterhin als zentraler Innenverteidiger auftreten. Diese Möglichkeit ist in Ansicht des hohen Rückstands nicht undenkbar, da damit der Weg für Fabregas oder Thiago frei wäre, die beide ein Stück schneller, direkter und offensiver sind als Xavi.

Befreien von Schlüsselspielern und Räumen

Um das übliche Ballbesitzspiel zu spielen, muss Barcelona im Rückspiel ihre Schlüsselposition von Manndeckungen befreien, bzw. ihnen den Raum verschaffen, frei zu agieren. Busquets darf nicht erneut von Gomez eng gedeckt werden, weshalb ein anderer Spieler das Verteilen der Bälle und die Pässe zwischen die Linien übernehmen muss. Durch das oben erwähnte Dreieck im Spielaufbau wird Busquets bereits ein wenig entlastet, da besonders der letzte Innenverteidiger das Spiel eröffnet. Bei Ballbesitz sind dann nahezu immer vier Spieler in der Mitte anspielbar, wenn man davon ausgeht, dass Barcelona weit aufrückt – eine Manndeckung hätte für Bayern wenig Sinn.

Barcelona vs Bayern Grafik 4Möchte Barcelona allerdings nicht weit aufrücken, da diese Vorgehensweise zu schnellen Angriffen durch Ribery und Robben führen kann, so gilt es nach einer anderen Möglichkeit zu sehen. Auch diese wird durch eine 3er-Kette in der Abwehr gegeben. Busquets kann sich tief fallen lassen, womit auch die Manndeckung durch den zentralen Stürmer irgendwann endet, in der Wechselwirkung geht dafür einer der drei Innenverteidiger mit nach vorne und muss dementsprechend erst von Bayern übergeben werden. Rückt Busquets nach hinten, kann er so einen anderen Spieler befreien.  Diese Möglichkeit ist auf der linken Seite ausgeführt. Sergio lässt sich fallen, womit er sich selbst der Manndeckung entzieht. Daraufhin formiert sich die Dreierkette neu, ein Spieler wird befreit und kann sich noch weiter nach außen oder eventuell sogar nach innen bewegen. Kommt der Pass dann schnell, hat der rausgeschobene Spieler Zeit, ihn weiterzuleiten.

Auf der anderen Seite des Spielfelds muss auch Messi befreit werden. Da die Bayern nicht die ersten mit einer situativen oder sogar statischen Manndeckung waren, hat sich dafür bereits eine Möglichkeit herauskristallisiert. Dabei rutscht Messi weit ins Mittelfeld zurück und schiebt dafür einen der Mittelfeldspieler nach vorne. Damit entsteht nicht wie im Hinspiel eine Art Mittelfeldraute oder sogar fast flache 4er-Reihe, es bleibt ein Dreiermittelfeld bestehen, allerdings verliert Barcelona seinen Neuner nicht. In der Frühphase der Saison spielte Messi diese Variante oft zusammen mit Fabregas. Messi wurde von einem der Innenverteidiger verfolgt, lies sich fallen und Fabregas rückte nach vorne.

Der Verteidiger lässt sich wieder fallen, da Messi in einen ungefährlichen Raum geht und er selbst wieder einen Gegenspieler bekommt. Interessant wird es allerdings, wenn die Manndeckung nicht von einem Innenverteidiger, sondern von beispielsweise Ribéry übernommen wird. Verschiebt Bayern stark, wird auch durch das Verfolgen von Messi kein Raum auf der rechten Seite frei und Barcelona steht erneut vor dem Problem, dass sie bereits im Hinspiel hatten.

Hier können eventuell Tello oder Sanchez Abhilfe leisten. Diese können mit ihrer hohen Schnelligkeit das Verschieben Bayerns sehr riskant machen. Zieht Messi von rechts in die Mitte und wird dabei verfolgt, muss Bayern verschieben. Halten dann aber die Flügelspieler ihre Breite Position, ist das Risiko groß, dass sie nach einem Lückenpass zum Abschluss kommen. Speziell die Schnelligkeit der genannten Flügelspieler macht dies noch gefährlicher. Dafür muss Barcelona aber deutlich schneller und direkter spielen, als noch im Hinspiel. Dort wurde der Ball dann nämlich nicht vertikal gespielt sondern wieder diagonal, womit Bayern sich wieder positionieren konnte und damit auch keine Gefahr entstand.

Lange Bälle im Spielaufbau – Tote Räume öffnen

Ein weiterer Ansatz, der sich für Barcelona anbietet, sind lange Bälle, auf die schnellen Außenspieler, die dann versuchen in den Rücken der Mannschaft zu gelangen. Alaba und Lahm sind im Kopfballduell durchaus zu schlagen, die technische Klasse, um den Ball hoch mitzunehmen und in den Rücken der Abwehr zu treiben ist ohnehin gegeben. Der ideale Spieler für die langen Bälle auf die Seiten fällt allerdings aus. Mascherano ist ein Spieler, der extrem gute Seitenwechsel und Spielverlagerungen spielen kann. Kann man allerdings das Pressing der Bayern umgehen und so einem Spieler Zeit gewähren, hat dieser genug Freiraum, um es mit einem langen Ball zu versuchen. Auch ohne Mascherano.

Positiver Nebeneffekt: Bayern wird weiter in die eigene Hälfte getrieben, dafür muss Barcelona den Ball weit nach vorne spielen und dann konsequent ins Pressing gehen. Damit sichert man sich den Ball in der gegnerischen Hälfte und ist somit schon deutlich weiter, als über die kurzen Kombinationen im Hinspiel. Damit öffnet man auch tote Räume hinter der Bayern-Abwehr, die bisher im Abseits lagen. Bayern steht tiefer und Barcelona damit näher am Tor. Und umso weiter Barcelona am Bayerntor steht, umso weiter ist der Weg für Bayern nach einer Balleroberung. Dies ist ohnehin eines der wichtigsten Prinzipien des FC Barcelona.

Mögliche Startaufstellung für das Rückspiel

Barcelona vs Bayern Grafik 5Befolgt man diese Überlegungen und versucht sie im Rückspiel umzusetzen, könnte sich die rechtsstehende Formation ergeben.

Piqué/Adriano – Piqué wäre in Abwesenheit von Puyol und Mascherano die wohl selbstverständlichste Besetzung für die Innenverteidigung. Der zuletzt gelb-gesperrte Adriano könnte aber für Piqué in die Mannschaft rücken, wenn Vilanova mit einer hohen Abwehr plant. Erstens garantiert diese Maßnahme mehr Schnelligkeit und Athletik in der Rückwärtsbewegung. Zweitens kann mit Adriano und Alvés problemlos zwischen Viererkette und Dreierkette gewechselt werden. Drittens ist Adriano eigentlich auf dem Flügel beheimatet, weshalb er im weiteren Spielverlauf auch den linken Flügelläufer geben könnte und keine Probleme beim Rausrücken auf die linke Seite haben dürfte. Allerdings bringt die Herausnahme von Piqué die Abwehr erneut durcheinander, womit Bartra ohne erfahrene Leitung an der Seite spielt, des Weiteren verliert man mit Piqué einen guten Spieler in der Luft.

Song – Die Hereinnahme von Alex Song bringt einen ähnlichen Spielertypen, wie schon Sergio Busquets ist, ins Spiel. Er ist technisch stark, kann die Bälle gut verteilen und garantiert dennoch physische Präsenz und Zweikampfstärke. Song ist einer der besten Verteidiger Barcelonas im 1 gegen 1 und beim Abfangen von Pässen.

Bartra – Er ist eine Allrounderlösung. Nicht zu langsam, nicht zu klein, nicht zu offensiv, nicht zu technisch beschränkt. Lediglich die fehlende Erfahrung, speziell mit der 3er-Kette und die Partneränderung zu Song sprechen gegen ihn. Allerdings findet sich im Kader derzeit kein anderer Spieler, der die Innenverteidigerposition in diesem System ausfüllen könnte, außer Puyol sollte fit sein. Dieser ist allerdings langsamer als Bartra, was vor allem beim Verteidigen von Ribery und Alaba ein großes Problem sein dürfte.

Xavi/Fabregas – Xavi ist die Schaltzentrale im Mittelfeld, allerdings hat er in den letzten Monaten extrem an Fitness verloren und kann dementsprechend dem Spiel nicht mehr so extrem seinen Stempel aufdrücken. Speziell im Pressing der Katalanen kann Xavi zur Schwachstelle werden, auch seine fehlende Flexibilität und Leidenschaft für einen kontrollierten und langsamen Spielaufbau sprechen eher für Fabregas. Dieser versteht sich blendend mit Messi und kann den entsprechenden Wechsler oder Raumöffner für Messi spielen. Er spielt ein bisschen direkter als Xavi und könnte somit die Angriffe Barcas vertikaler und schneller machen.

Tello/Alexis – Die beiden Außenstürmer müssen ähnlich wie auf der anderen Seite Pedro/Villa dafür sorgen, dass das Spiel breit bleibt. Sie müssen die Schnelligkeit haben, um im Rücken der Außenverteidiger zu spielen und Lochpässe durch die Formation der Bayern zu holen. Gleichzeitig müssen sie hohe Bälle verarbeiten und schnell mitnehmen und sich extrem am Pressing beteiligen.

Speziell Tello könnte für Lahm ein Ärgernis werden, da dieser gelb vorbelastet ist und in einem möglichen Finale fehlen würde. Tello kann mit seiner Schnelligkeit Fouls provozieren und ziehen, während Alexis ein Spielertyp wäre, der technisch sehr stark ist, gleichzeitig aber auch nach innen tendiert und seltener auf der vollen Breite spielt.

Ben Pedro, abseits.at

Ben Pedro

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