Die zweite deutsche Bundesliga geht in die 19. Runde und mittendrin sind wieder einige Legionäre aus Österreich. Es gab auch das eine oder andere... 2. Deutsche Bundesliga: Der Legionärs-Check vom 19. Spieltag
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Martin Harnik_abseits.atDie zweite deutsche Bundesliga geht in die 19. Runde und mittendrin sind wieder einige Legionäre aus Österreich. Es gab auch das eine oder andere Österreicher-Duell, bei dem sich nicht immer der Favorit durchsetzen konnte.

Faustdicke Überraschung am Freitag

Die SpVgg Greuther Fürth bezwang am Freitagabend überraschend deutlich die Tabellenführer aus Hannover. Robert Zulj agierte bei den Gastgebern im offensiven Mittelfeld hinter den beiden Spitzen und steigerte sich hinsichtlich der letzten Woche. Er leitete das 1:0 durch einen klugen Pass über die Abwehr ein und dem 2:0 ging ein Freistoß von ihm voraus. Zulj war Dreh- und Angelpunkt in der Fürther Offensive und konnte dem Spiel seinen Stempel aufdrücken. Einen schwarzen Tag erwischten die Hannoveraner. Martin Harnik bildete dort mit Füllkrug das Sturmduo. Der Österreicher schloss an seine mäßige Form der Vorwoche an und gab erneut keinen Torschuss ab. Allgemein konnte er keine Akzente setzen und das Spiel lief regelrecht an ihm vorbei.

Arminia Bielefeld, bei denen Manuel Prietl im Kader fehlte, empfing die Münchner Löwen, bei denen Michael Liendl erneut nur auf der Ersatzbank saß. Der Österreicher wurde beim Stand von 2:1 für die Hausherren eingewechselt und konnte am Ausgang des Spiels nichts mehr ändern. Er übernahm die Kapitänsbinde von Adlung und hatte einige gute Standards, die aber nichts einbrachten. Dennoch merkt man, wenn er ins Spiel kommt, wirken die Münchner torgefährlicher und geordneter.

Philipp Mwene startete bei Kaiserslautern erneut auf der rechten Außenposition in der Viererkette. Beim Spiel gegen die Würzburger Kickers hatte der junge Mann anfängliche Probleme ins Spiel zu kommen. Er verlor nach wenigen Minuten einen Zweikampf im Strafraum, der eine große Chance für die Gäste zur Folge hatte, aber vergeben wurde. Je länger nun das Match dauerte, desto mehr konnte er seine Offensivqualitäten zeigen und seine Leistung im Defensivbereich verbessern. Er verzeichnete vier Flanken, einen Torschuss und war Mitinitiator des 1:0-Siegtreffers der Roten Teufel. Im Gegensatz zur letzten Woche hat er sich stark verbessert und war einer der Aktivposten seiner Mannschaft. Stipe Vucur stand erneut nicht im Kader bei den Roten Teufeln.

Sandhausen sorgt am Samstag für Furore

Der SV Sandhausen konnte mit einem 2:0 Heimsieg gegen Aue seine Frühform bestätigen. Marco Knaller blieb dabei erneut ohne Gegentreffer. Er parierte alle neun Torschüsse und hat dadurch den Vereinsrekord des SV inne, da er bereits seit mehr als 352 Minuten in Liga zwei ohne Gegentor ist. Kapitän Stefan Kulovits, der aufgrund eines Hexenschusses bis kurz vor Spielbeginn fraglich war, spielte bis zur 66. Minute in der zentralen Mittelfeldposition im 4-4-2. Der Österreicher agierte recht unauffällig, konnte aber wieder einige Zweikämpfe gewinnen und seiner Mannschaft Stabilität verleihen.

Im zweiten Samstagsspiel konnte Nürnberg auswärts beim FC Heidenheim gewinnen. Bei den Gastgebern stand Martin Rasner zwar im Kader, wurde aber nicht eingwechselt. Bei den siegreichen Franken spielte Georg Margreitter in der Vierkette durch und hatte sogar die Ehre, die Kapitänsbinde zu tragen. Er agierte wie schon letzte Woche meist sehr souverän in der Innenverteidigung, gab zwei Torschüsse ab und war deutlich aktiver am Spielgeschehen und der Spieleröffnung beteiligt als Hovland, der sein Partner in der Innenverteidigung war.

Auch in den restlichen Spielen kein Österreicher-Tor

Bochum empfing am Sonntag den Karlsruher SC, bei denen Jimmy Hoffer erneut mit Diamantakos die Doppelspitze im 4-4-2 System mimte. Bei den Gastgebern war Kevin Stöger wieder nicht im Kader. Dominik Wydra war dagegen heuer das erste Mal dabei und verzeichnete einen Kurzeinsatz, bei dem er einen Torschuss abgab und auf der Doppel-6 im 4-2-3-1 agierte. Bei den Gästen, bei denen Ylli Sallahi nicht im Aufgebot stand, fand Hoffer stark ins Spiel und hatte nach 16 Minuten bereits eine gute Chance. Zwanzig Minuten vor Schluss gab er außerdem einen Distanzschuss ab. Beide Versuche waren aber nicht von Erfolg gekrönt und er wurde schließlich ausgewechselt. Die beiden Tore beim 1:1 fielen ohne Beteiligung der Österreicher.

Union Berlin, das Team mit den meisten Österreichern im Kader, war zu Gast in Dresden und kam dabei nicht über ein 0:0 hinaus. Bei den Hauptstädtern stand Michael Gspurning nicht im Kader, Philipp Hosiner und Emanuel Pogatetz verfolgten das gesamte Spielgeschehen von der Ersatzbank aus und Christopher Trimmel startete rechts hinten in der Viererkette. Der ehemalige Rapidler sorgte für eine der gefährlichsten Szenen der ersten Hälfte, als er seinen Torhüter Busk mit einem viel zu kurzen Rückpass zwang aus seinem Tor zu kommen. Dieser konnte gerade noch so vor einem herannahenden Dresdner retten. In einem äußerst kampfbetonten Spiel, in dem Torchancen Mangelware waren, zeigte Trimmel eine solide Leistung auf seiner Seite und versuchte sich immer wieder in der Offensive einzubauen.

Beim Topspiel am Montag stand Florian Klein bei den Stuttgartern nicht im Kader. Bei den Gästen aus Düsseldorf saß Christian Gartner auf der Bank und wurde nach gut einer Stunde auf der Doppelsechs für Ayhan eingewechselt. Er interpretierte seine Rolle etwas offensiver als sein Vorgänger, konnte aber die deutliche 2:0 Niederlage dennoch nicht verhindern. Er gab einen Torschuss ab und war, in Bezug auf Ballbesitzphasen und Pässen, der aktivste Einwechselspieler am Feld.

Fazit

Die Legionäre im Dienste von Sandhausen, Kulovits und Knaller, sind weiterhin in bestechender Form und sind wichtige Spieler für den Aufschwung der Sandhäuser. Außerdem bot Zulj eine sehr starke Leistung im Dress seiner Kleeblätter. Der zweikampfstarke Margreitter und der umtriebige Mwene zeigten ebenfalls ansprechende Leistungen. Liendl konnte leider nicht ganz an seine Leistung aus der letzten Woche anschließen und bot, ebenso wie Hoffer und Trimmel, eine solide Leistung. Harnik war beim Debakel seiner Hannoveraner gar nicht im Spiel und sucht noch nach seiner Form im neuen Jahr. Wydra bekam zwar Einsatminuten, konnte aber keine Akzente setzen. Ähnlich erging es Gartner, der aber länger spielen durfte und recht aktiv am Spielgeschehen teilnahm. Siebenhandl, Hosiner, Pogatetz, Derflinger, Radlinger und Rasner standen ohne Einsatz im Kader ihrer Mannschaften. Von der Tribüne aus verfolgten Klein, Gspurnig, Stöger, Vucur, Sallahi, Gugganig und Prietl die Partien ihrer Teams.

Thomas Schützenhöfer, abseits.at

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Thomas Schützenhöfer

  • David Preinerstorfer

    Dir ist aber klar Thomas schützenhöfer dass Kevin Störer einen Kreuzband riss hat und daher „wieder nicht im Kader“stand.und Prietl ist mit eine Schulterverletzung außer Gefecht und daher auf der tribüne.bisserl Recherche wär nicht schlecht