In dieser Serie betrachten wir die Leistungen und Statistiken der österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga, wobei wir in erster Linie jene Spieler analysieren,... abseits.at-Leistungscheck, 27. Spieltag 2014/15 (Teil 2) –  Martin Harnik trifft bei 3:1-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg
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Martin Harnik - VfB StuttgartIn dieser Serie betrachten wir die Leistungen und Statistiken der österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga, wobei wir in erster Linie jene Spieler analysieren, die beim österreichischen Teamchef Marcel Koller gute Karten haben. Nachdem wir uns im ersten Teil die Begegnung zwischen dem SV Werder Bremen und dem 1. FSV Mainz 05 ansahen und zusätzlich über das Interesse von Werder Bremen an Julian Baumgartlinger informierten, wollen wir im zweiten Teil die Leistungen von Martin Harnik und Florian Klein näher betrachten, die auswärts auf den VfL Wolfsburg trafen.

VfL Wolfsburg – VfB Stuttgart   3:1

Trotz einer guten Leistung in der ersten Halbzeit gegen den zu Hause noch immer ungeschlagenen VfL Wolfsburg, setzte es für die Stuttgarter eine 3:1-Niederlage, womit die Schwaben weiterhin das Schlusslicht in der deutschen Bundesliga abgeben. Die Gastgeber sind somit nach wie vor das beste Heimteam der Liga und holten im Jahr 2015 23 von 30 möglichen Punkten – mehr als jedes andere Team. Gegen Ende der ersten Halbzeit standen die beiden ÖFB-Legionäre im Mittelpunkt, denn zuerst verschuldete Florian Klein einen unnötigen Elfmeter, als er zu ungestüm in einen Zweikampf mit Daniel Caligiuri ging. Nur zwei Minuten später erzielte Martin Harnik knapp vor der Pause mit einem schönen Kopfball den zwischenzeitlichen Ausgleich. Wir wollen uns die Leistungen unserer Legionäre nun näher ansehen.

Es war nicht das Spiel des Florian Klein. Der Rechtsverteidiger verschuldete das erste Gegentor, als er in der 41. Minute Daniel Caligiuri ungeschickt im Strafraum zu Fall brachte. Linksverteidiger Ricardo Rodriguez, der in der 65. Minute einen weiteren Treffer aus einem Freistoß beisteuerte, verwandelte den daraus resultierenden Elfmeter. Auch ansonsten zeigte sich Klein nicht immer sattelfest und hatte insbesondere nach der Einwechslung von André Schürrle immer wieder große Probleme mit dem schnellen Flügelspieler, der in der 76. Minute seinen ersten Treffer für die Wölfe erzielte und den Endstand von 3:1 besiegelte. Zu Szenen in der Offensive kam der österreichische Abwehrspieler in der Partie überhaupt nicht – er steuerte keine einzige Flanke, keinen Torschuss und keinen Torschuss-Assist bei. Insgesamt berührte er nur 34 Mal den Ball und spielte 20 Pässe, von denen 65% bei seinen Mitspielern landeten. Insbesondere mit seiner Zweikampfbilanz wird er nicht zufrieden sein, denn in 14 Duellen ging er nur fünfmal als Sieger hervor (35,7%), was auf seiner Position deutlich zu wenig ist. Florian Klein fing zwei gegnerische Pässe ab, klärte zweimal den Ball aus dem eigenen Strafraum und blockte einen Schuss ab. Der kicker gab ihm die Note 5, sportal.de eine 4,5.

Ein wenig besser erging es Martin Harnik, der er in der 44. Minute den Ausgleich per Kopf erzielte, nachdem er dem ansonsten starken Ricardo Rodriguez enteilen konnte. Auch ansonsten hatte er einige brauchbaren Szenen in der Offensive, etwa als er Filip Kostic, der den Vorzug gegenüber Tobias Werner bekam, schön freispielte und eine große Chance ermöglichte, die der Serbe leider nicht nutzte. Martin Harnik gab drei Torschüsse ab, schlug eine Flanke und bereitete einen Torschuss vor. Bis zu seiner Auswechslung in der 73. Minute lief er starke 9,4 Kilometer, blieb jedoch in den Zweikämpfen glücklos und gewann bloß 5 seiner 33 Duelle (15,2%) – eine selten niedrige Quote. Trotz seiner miserablen Zweikampfquote wird er sich in Sachen Einsatzbereitschaft keine Vorwürfe anhören müssen, denn obwohl er nur 73 Minuten am Platz stand absolvierte er die meisten Sprints seiner Mannschaft (30). Der kicker bewertete ihn mit einer 4, sportal.de gab ihm sogar die Note 3.

Kommenden Sonntag empfängt der VfB Stuttgart den SV Werder Bremen, der unter Viktor Skripnik einen großen Sprung nach vorne machte. VfB-Trainer Huub Stevens versicherte nach der Partie gegen Wolfsburg, dass sich seine Mannschaft an diesem Spiel aufrichten werde, da insbesondere in der ersten Halbzeit dem Favoriten Paroli geboten wurde und nur die mangelnde Chancenauswertung eine Führung zur Pause verhinderte. Die Schwaben haben nun jedoch schon fünf Punkte Rückstand auf Platz 15, sodass in der kommenden Partie gegen Werder unbedingt ein Sieg erzielt werden sollte.

Stefan Karger, www.abseits.at

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Stefan Karger