Heute Abend trifft der 1. FSV Mainz 05 auf Borussia Mönchengladbach, womit es zum Duell der beiden laufstärksten Mannschaften in der deutschen Bundesliga kommt.... Martin Hinteregger vor Startelf-Debüt gegen Mainz
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Martin Hinteregger_abseits.atHeute Abend trifft der 1. FSV Mainz 05 auf Borussia Mönchengladbach, womit es zum Duell der beiden laufstärksten Mannschaften in der deutschen Bundesliga kommt. Die Chancen stehen gut, dass wir ein rot-weiß-rotes Duell am Platz sehen werden, denn während Julian Baumgartlinger im Mittelfeld bei den Hausherren gesetzt ist, hat nun auch Martin Hinteregger gute Chancen sein Debüt in der Startelf zu feiern. Vergangene Runde bekam der 19-jährige Schweizer Nico Elvedi den Vorzug, doch der Innenverteidiger lieferte eine schwache Partie ab und wusste seine Chance nicht zu nutzen.

Die meisten Journalisten und Fans rechneten schon vor der vergangenen Runde gegen Borussia Dortmund damit, dass Martin Hinteregger neben der Chelsea-Leihgabe Andreas Christensen im Abwehrzentrum auflaufen würde. Trainer André Schubert war jedoch nicht vom Fitnesszustand seines Neuzugangs überzeugt und setzte den ehemalige Red-Bull-Salzburg-Spieler auf die Bank. Der Coach lobte nun Hintereggers Leistungen im Training und bemerkte, dass er täglich Fortschritte machen würde und immer näher an die Mannschaft heranrückt. Er bezeichnete den Österreicher nun als eine Option für die Startelf und angesichts Elvedis Leistung im letzten Spiel, wäre es nun wenig überraschend, wenn er Hinteregger von Beginn an neben Christensen aufs Spielfeld schickt.

Fehlstart abhaken

Beide Teams starteten mit einer Niederlage in die Rückrunde. Während Borussia Mönchengladbach das Heimspiel gegen Dortmund mit 1:3 verlor, kassierten die Mainzer im Auswärtsspiel gegen Ralph Hasenhüttls FC Ingolstadt eine 1:0-Niederlage. Borussia Mönchengladbach musste in der laufenden Saison bereits mehr Niederlagen hinnehmen, als in der gesamten vergangenen Spielzeit, was zum Teil sicherlich auch am großen Verletzungspech liegt. André Schubert muss insgesamt sieben Ausfälle kompensieren, wobei ihm die Abwehr die größten Sorgen bereitet. In den vergangenen acht Pflichtspielen kassierte seine Mannschaft immerhin ganze 24 Gegentore.

Weiterhin offensiv ausrichten

Viele dieser Treffer resultierten aus dem offensiven Spielstil der Borussia, dennoch will Schubert nicht von seiner Spielphilosophie abweichen: „“Wir werden uns auf keinen Fall hinten reinstellen, um die Null zu halten. Wir sind und bleiben offensiv ausgerichtet“. Interessant wird es jedenfalls sein, wie der Gladbach-Coach seine Doppelsechs besetzen wird, denn neben dem immer noch gesperrten Granit Xhaka wird auch Mahmoud Dahoud fehlen, wobei die Ursache dieses Ausfalls besonders ärgerlich ist: Der 20-Jährige zog sich bei einem Haushaltsunfall eine tiefe Schnittwunde zu, die operativ behandelt werden musste. Håvard Nordtveit dürfte damit seinen Platz im defensiven Mittelfeld sicher haben, neben ihm wird wohl Marvin Schulz oder sogar der nominelle Linksverteidiger Oscar Wendt starten. In diesem Fall ist es nicht ausgeschlossen, dass Hinteregger die Stammposition des Schweden übernimmt.

Mainzer warten noch immer auf Onisiwo-Freigabe

Bei der 1:0-Niederlage gegen den FC Ingolstadt kam vor allem über die Mainzer-Flügel zu wenig und Karim Onisiwo hätte zumindest von der Bank für frischen Wind sorgen können. Allerdings warten die Mainzer noch immer auf die Spielberechtigung des ehemaligen Mattersburgers. Vor drei Tagen leitete der deutsche Bundesligaverein den Fall an die FIFA weiter, die über das weitere Schicksal des österreichischen Nationalspielers entscheiden wird. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass die Freigabe noch vor dem heutigen Meisterschaftsspiel gegen Borussia Mönchengladbach eintreffen wird.

Während sich Onisiwo also noch etwas gedulden wird müssen, ist Julian Baumgartlinger natürlich ein Fixtstarter im Mittelfeld. Der österreichische Nationalspieler wird wohl neben Danny Latza auf der Doppelsechs beginnen, da die Experimente mit einem Solosechser bei den Testspielen nicht aufgingen. Baumgartlinger war zum Rückrunden-Auftakt der beste Mainzer Feldspieler und wird seine Mannschaft wieder als Kapitän aufs Feld führen.

Die voraussichtliche Aufstellung:

Mainz: Karius – Brosinski, Balogun, Bell, Bengtsson – Baumgartlinger, Latza – De Blasis, Malli, Jairo – Muto

Mönchengladbach: Sommer – Korb, A. Christensen, Hinteregger, Wendt – M. Schulz, Nordtveit – Traoré, F. Johnson – Stindl, Raffael

Stefan Karger, abseits.at

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Stefan Karger