Salzburg trifft heute in der Europa League auf den FK Krasnodar. Rein vom Namen her ist der russische Verein kein Publikumsmagnet, allerdings tummeln sich... Viel Routine, wenig Risiko: Das ist der FK Krasnodar
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Taktikboard schwarz_abseits.atSalzburg trifft heute in der Europa League auf den FK Krasnodar. Rein vom Namen her ist der russische Verein kein Publikumsmagnet, allerdings tummeln sich jede Menge routinierte Nationalspieler im Kader der Russen. Oscar Garcias Mannschaft trifft auf einen sehr gut organisierten Gegner, den wir hier nun näher analysieren wollen.

Sie dürfen nicht so, wie sie wollen

Man kann davon ausgehen, dass Oscar Garcias Team auf eine ganz andere Krasnodar-Mannschaft treffen würde, wenn die UEFA den Verein nicht aufgrund der Financial-Fair-Play-Regelungen bestraft hätte. Die Russen mussten mit der UEFA ein Agreement abschließen und versichern, dass man spätestens in der Saison 2017/18 keine roten Zahlen schreiben würde. Weiters darf der Klub bis zu diesem Zeitpunkt kein Minus mehr auf dem Transfermarkt generieren und hielt sich deshalb auch diesen Sommer recht vornehm zurück. Dazu gab es weitere Strafen wie eine Geldzahlung und einen reduzierter Kader in internationalen Bewerben. Milliardär und Klubpräsident Sergey Galitsky kritisierte diese Auflagen aufs Schärfste und warf der UEFA vor, dass sie lediglich im Interesse der Top-Vereine handelt, da auf diese Weise verhindert werden soll, dass neue Klubs in der europäischen Spitze mitmischen.

Neue Saison, alte Mannschaft

Da der Verein am Transfermarkt nur stark eingeschränkt agieren durfte (vorwiegend ablösefreie Spieler und Leihspieler), versuchte man große Teile der Mannschaft zusammenzuhalten, weshalb es nur auf wenigen Positionen punktuelle Veränderungen gibt. EM-Held Ragnar Sigurdsson wechselte auf die Insel zum FC Fulham und der norwegische Nationalspieler Stefan Strandberg, der jedoch keinen Stammplatz in der Mannschaft hatte, wechselte leihweise zu Hannover 96.

Neu in der Mannschaft ist der 28-Jährige Brasilianer Naldo (nicht zu verwechseln mit dem Naldo, der auf Schalke kickt), der von Sporting für die Abwehrzentrale verpflichtet wurde. Die Leihspieler Charles Kabore (defensives Mittelfeld) und Stanislav Kritsyuk (Torhüter) wurden ebenfalls fix verpflichtet, da sie im vergangenen Jahr zu überzeugen wussten.

Oleg weg, Igor da

Dienstagabend, also zwei Tage vor dem Europa-League-Spiel gegen Salzburg reichte Trainer Oleg Kononow überraschend seinen Rücktritt ein. Bis ein neuer Trainer gefunden wird übernimmt der bisherige Co-Trainer Igor Shalimov die Verantwortung. Als aktiver Fußballer kann der Neo-Coach unter anderem Spartak Moskau, Inter Mailand und den SSC Neapel auf seiner Visitenkarte vorzeigen. Der torgefährliche Mittelfeldspieler erzielte in seiner Karriere zwischen 1986 und 1999 in 284 Meisterschaftsspielen insgesamt 51 Tore. Als Trainer betreute er zwischen 2008 und 2011 das russische Nationalteam der Frauen, danach war er als Sportdirektor für den russischen Verband tätig. Vergangenen Saison betreute er die B-Mannschaft von Krasnodar und stieg Anfang dieses Jahres zum Co-Trainer der Kampfmannschaft auf. Wir gehen davon aus, dass sich in den zwei Tagen weder personell noch taktisch viel aufgrund des Trainerwechsels ändern wird. Sollte diese Personalveränderungen Auswirkungen nach sich ziehen, werden diese wohl eher psychologischer Natur sein.

Viel Rotation, starke Standards

Seit Oleg Kononow im Jahr 2013 das Traineramt beim russischen Klub übernahm kam es nur selten vor, dass über einen längeren Zeitraum immer die gleiche Elf aufs Spielfeld geschickt wurde. Der 50-Jährige war ein Freund der Rotation, insbesondere wenn seine Mannschaft auch international im Einsatz war. Aufgrund des ausgeglichenen Kaders konnte sich der in Kursk geborene Coach diesen Luxus auch leisten.

Auffällig ist weiters, dass die Mannschaft nur wenige Gegentore nach Standards erhält und allgemein in der Defensive sehr gut organisiert ist. Selbst erzielen die Russen jedoch immer wieder Treffer nach ruhenden Bällen, weshalb Garcias Mannschaft sich bei Standards keine Unkonzentriertheiten leisten wird dürfen.

Ballbesitzfußball ohne große Risiken

Kononow setzte auf eine 4-3-3-Grundordnung und ein gepflegtes Kurzpassspiel. Wenn Krasnodar in der Liga auf schwächere Gegner trifft, dann setzen sich die Spieler in der gegnerischen Hälfte fest und lassen den Ball zirkulieren, bis sich Lücken in der gegnerischen Formation öffnen. Besonders häufig werden die Angriffe übers Zentrum vorgetragen, wobei auch immer wieder Verlagerungen auf die dribbelstarken Flügelspieler vorgenommen werden. Insbesondere Innenverteidiger Granqvist schlägt gerne den einen oder anderen Ball auf den linken Flügel nach vorne. Sollte sich eine Konterchance ergeben, dann schalten die technisch starken Spieler der Russen schnell in die Offensive um, ansonsten wird jedoch prinzipiell sehr sicher und kontrolliert aufgebaut und nur wenig Risiko gegangen. Gegen hochstehende Mannschaften lauert Stürmer Smolov konstant auf einen Pass in die Schnittstelle und bietet sich dabei hervorragend an. Im Mittelffeld wird meist mannorientiert verteidigt und auch die Außenverteidiger gehen oft weit mit ihren Gegenspielern mit, weshalb auch innerhalb dieser routinierten Mannschaft Lücken entstehen können.

Der Tormann

Nachdem die ehemalige Nummer Eins im Team, Andriy Dikan, mit stolzen 39 Jahren die aktive Karriere beendete, musste ein jüngerer Torhüter in seine Fußstapfen treten. Viele Namen aus der russischen Liga wurden in den Medien genannt, am Ende fiel die Wahl jedoch auf einen jungen Mann, den kein Journalist auf dem Zettel hatte. Stanislav Kritsyuk wurde von Sporting Braga ausgeliehen und mittlerweile fix verpflichtet. Der 25-Jährige verfügt über enorm schnelle Reflexe, ist bei hohen Bällen sehr sicher und hat eine starke Strafraumbeherrschung. Im März 2016 debütierte der Schlussmann in der russischen Nationalmannschaft.

Die Innenverteidigung

Der prominenteste Abgang ist wie bereits oben erwähnt der 30-jährige Isländer Ragnar Sigurdsson, der zum FC Fulham wechselte. Sigurdsson absolvierte vor seinem Transfer noch die ersten drei Meisterschaftsspiele der neuen Saison und kam in der vergangenen Spielzeit 24 Mal zum Einsatz.

Auch ohne dem EM-Helden sind die Russen aber in der Abwehrzentrale gut aufgestellt. Der 31-jährige Schwede Andreas Granqvist ist der Chef der Viererkette und lebt in erster Linie von seinen physischen Eigenschaften. Der robuste Abwehrspieler verfügt allerdings auch über ein sehr sicheres Aufbauspiel und gilt als pressingresistent. Der Schwede spielte 56 Mal im Nationalteam und bringt jede Menge internationale Erfahrung mit. In Zweikämpfen am Boden und in der Luft ist ihm nur schwer beizukommen.

Aleksandr Martynovich ist so wie Granqvist 1,92 Meter groß und verfügt ebenfalls über viel Routine, die er unter anderem bei seinen 51 Länderspielen für Weißrussland sammelte. Der 29-Jährige begann seine Karriere bei Dinamo Minsk und wechselte in der Saison 2011/12 zu seinem jetzigen Klub, für den er bis dato 96 Meisterschaftsspiele absolvierte. Nachdem er in der vergangenen Saison an Ural Oblast Swerdlowsk verliehen war, kehrte er nun wieder nach Krasnodar zurück und hat in dieser Saison nach dem Abgang von Sigurdsson größere Chancen auf einen Stammplatz.

Eine weitere Alternative im Abwehrzentrum ist der 28-Jährige Brasilianer Naldo, der in seiner Karriere schon zahlreiche Stationen hinter sich hat. Nachdem er bei mehreren Klubs in Brasilien tätig war (u.a. Cruzeiro, Gremio und Ponte Preta) wechselte er nach Granada und wurde gleich an Bologna verliehen. Es folgten Stationen bei Udinese und Getafe, bis er schließlich bei Sporting landete, wo er in der vergangenen Saison immerhin 17 Mal von Beginn an spielte. Die Sporting-Fans waren recht zufrieden mit den Leistungen des Abwehrspielers, der aber heuer dort bestenfalls die Nummer 3 im Abwehrzentrum gewesen wäre.

Die Außenverteidigung

Rechts in der Außenverteidigung wird der bereits 35-jährige Vitali Kaleshin auflaufen, der vor seinem Engagement beim FK Krasnodar unter anderem bei Rubin Kazan unter Vertrag stand. Kaleshin kann auf beiden Seiten der Viererkette spielen und spielte früher in seiner Karriere auch einige Male im Mittelfeld. Interessanter ist aber der 23-fache polnische Nationalspieler Artur Jedrzejczyk, der auf der linken Abwehrseite auflaufen wird. Fans des gepflegten Fußballs werden den 28-Jährigen von der Europameisterschaft in Frankreich kennen, wo er keine einzige Minute im polnischen Team versäumte. Jedrzejczyk verfügt über einen ausgeprägten Offensivdrang und hat im Spiel nach vorne eher seine Stärken, wobei er auch in der Defensive einen guten Job erledigt.

Das zentrale Mittelfeld

Trainer Kononow rotierte mit Abstand am meisten im Mittelfeld. Den destruktiven Part übernahm meistens der 75-fache usbekische Nationalspieler Odil Akhmedov , der ein guter Zweikämpfer ist und über einen starken Distanzschuss verfügt. Ein weiterer starker Zweikämpfer und unangenehmer Gegenspieler ist Charles Kaboré, der stolze 136 Meisterschaftsspiele für Olympique Marseille absolvierte, aber immer wieder mit der Disziplin zu kämpfen hat. In der französischen Liga sah er in seinen letzten drei Saisonen insgesamt vier rote Karten und auch bei Krasnodar wurde er in den vergangenen drei Spielzeiten immer einmal vom Platz gestellt. Kaboré ist ein erfahrener Spieler, allerdings kann er leichtsinnig werden, wenn man ihn beim Spielaufbau unter Druck setzt.

Die etwas feinere Klinge schwingt Yuri Gazinskiy, der in den letzten Monaten einen großen Karriereschritt machte. Der 27-jährige zentrale Mittelfeldspieler debütierte nach der verpatzten Europameisterschaft Ende August zum ersten Mal im russischen Nationalteam und darf auch in Zukunft mit Teameinsätzen rechnen. Auch in der aktuellen Saison stand er in allen sechs Meisterschaftsspielen von Beginn an in der Startelf seiner Mannschaft. Gazinskiy erfüllt ein hohes Laufpensum im Mittelfeld und gilt als sicherer Passspieler.

Pavel Mamaev ist der bekannteste Akteur im Mittelfeld der Russen, hinter seinem Einsatz steht allerdings ein Fragezeichen, da er erst letztes Wochenende nach einer Verletzung seinen ersten Kurzeinsatz absolvierte. Der russische Nationalspieler wurde von den Medien und Fans stark kritisiert, als er am Abend nach dem Ausscheiden Russlands bei der EM in Frankreich gemeinsam mit Alexander Kokorin in einem Szene-Klub in Monaco exzessiv feierte und dabei angeblich eine Rechnung von 250.000€ fabrizierte (500 Flaschen Champagner zu jeweils 500€).

Mamaev kann aber nicht nur gut feiern, sondern ist auch ein toller Fußballer, der seine Stärken sowohl in der Defensive, als auch der Offensive hat. Vergangene Saison zeigte er in der russischen Liga, dass er weiß wo das Tor steht, denn mit zehn Saisontreffern war er hinter Stürmer Fedor Smolov der zweitbeste Torschütze seiner Mannschaft. Zuletzt hatte er jedoch Probleme mit seinem Meniskus, weshalb er nach der zweiten Meisterschaftsrunde aussetzen musste. Vergangenen Sonntag wurde Mamaev beim Meisterschaftsspiel gegen den FK Ufa in der 64. Minute eingewechselt, ob er nun gegen Salzburg von Beginn an auflaufen wird hängt wohl von seinem Fitnesszustand ab. Spätestens im Rückspiel wird man den Mittelfeldspieler jedoch zu Gesicht bekommen, sollte er sich nicht erneut verletzen.

Mauricio Pereyra wechselte in der Saison 2012/13 von der argentinischen Liga zum FK Krasnodar und absolvierte seither 86 Meisterschaftsspiele in denen er 17 Treffer erzielte. In der letzten Saison war er immer wieder angeschlagen und konnte seine Leistungen aus der Spielzeit 2014/15 nicht wiederholen, als er in 27 Einsätzen neun Meisterschaftstore erzielte. Nun ist der Legionär aus Uruguay allerdings wieder fit und wirkte in allen bisherigen Meisterschaftsspielen von Beginn an mit. Pereyra ist ein kleiner quirliger Spieler, der mit dem Ball am Fuß nicht leicht zu stoppen ist.

Der ehemalige U21-Spieler der russischen Nationalmannschaft Vyacheslav Podberezkin wird wahrscheinlich eher auf der Bank Platz nehmen, wobei auch er durchaus Chancen auf einen Einsatz von Beginn an, stand er doch in den letzten beiden Meisterschaftsspielen jeweils bis zur 63. Minute am Spielfeld. In der vergangenen Saison bekam der 24-Jährige nur wenige Einsatzminuten, heuer soll er jedoch mehr Spielzeit erhalten. Der zentrale Mittelfeldspieler ist ein solider Allrounder und verfügt über einen starken Distanzschuss. Podberezkin kann auch als offensiver Flügelspieler eingesetzt werden.

Mit Dmitri Torbinski (32) und Marat Izmailov (33) stehen zudem zwei weitere Routiniers im Kader, die jeweils über 30 Länderspiele für Russland bestritten, momentan aber in der Mannschaft eher eine untergeordnete Rolle spielen. Torbinski hat noch bessere Chancen auf einen Einsatz, dürfte allerdings im Falle des Falles eher von der Bank ins Spiel kommen.

Der Angriff

Der 30-jährige Brasilianer Ari kann im Sturm auf jeder Position zum Zug kommen. Egal ob als Flügelstürmer oder als Brecher – der physisch starke Angreifer fühlt sich in jeder Rolle wohl. Momentan kommt der ehemalige Spartak-Moskau-Legionär meist über die rechte Seite, da Mittelstürmer Fedor Smolov den Platz im Zentrum besetzt. Aufgrund seiner Statur setzt sich der Offensivmann in vielen Zweikämpfen durch. Er liebt es in Eins-gegen-Eins-Situationen den Ball über den herauslaufenden Tormann zu lupfen, wie ihr anschließend in den Videos sehen könnt. In einigen Situationen ist er im Abschluss allerdings zu verspielt und könnte schnörkelloser agieren. Ein Mann auf den man aufpassen muss, auch wenn er zu viele Chancen für seine Tore braucht.

Auf dem anderen Flügel könnte mit Joãozinho ein weiterer Brasilianer starten, der heuer in der Meisterschaft noch kein Spiel von Beginn an absolvierte, jedoch in den internationalen Auftritten eine gute Figur abgab. Über den nur 1,62 Meter großen Legionär berichteten wir schon im Jahr 2013, als er in 19 Spielen zwei Treffer und 13 Assists in der russischen Liga beisteuerte und die Scorerwertung vor Spielern wie Kerzhakov, Musa und Eto´o anführte. Leider entwickelte sich der Legionär seitdem eher zurück und hatte in der vergangenen Saison meist nur die Rolle des Jokers inne. In den letzten beiden Quailifikationsspielen gegen den FK Partizani Tirana spielte er über die volle Distanz durch, sodass auch ein Einsatz gegen Salzburg denkbar ist.

Eine weitere Alternative ist der Kolumbianer Ricardo Laborde, der schon seit drei Saisonen beim Verein aktiv ist, allerdings fast immer nur als Joker eingesetzt wird. In der heurigen EL-Qualifikation traf er jedoch in beiden Spielen gegen den maltesischen Klub FC Birkirkara.

Am gefährlichsten ist sicherlich Mittelstürmer Fedor Smolov, der in der vergangenen Saison 20 Meisterschaftstore erzielte und sich auch heuer in hervorragender Torlaune befindet. Der 26-Jährige  traf in den bisherigen sechs Ligaspielen ebenso oft und zeichnete sich auch beim jüngsten Freundschaftsspiel der russischen Nationalmannschaft, beim 1:0-Sieg gegen Ghana, für den einzigen Treffer verantwortlich. Smolov ist ein Spätstarter, denn bis zu seinem 24. Lebensjahr sorgte er nur mehr mit seiner Partnerwahl als mit seinen Toren für Aufsehen. Nach seiner Trennung vom russischen Model Victoria Lopyreva verbesserte sich seine Treffsicherheit jedoch stark und im vergangenen Jahr avancierte er zum besten Torschützen der russischen Liga. Smolov bewegt sich ohne Ball sehr gut und bietet sich immer wieder für Pässe in die Schnittstellen der Abwehr an. Er erkennt Situationen sehr schnell und überzeugte in der vergangenen Saison mit seiner Kaltschnäuzigkeit. Enge Situation löst er oft mit einem kurzen Haken nach rechts und einem gleich darauffolgenden Schuss. Gelingt es dem Gegner Smolov unter Kontrolle zu bringen, dann tun sich die Russen oft sehr schwer Chancen herauszuarbeiten.

Der Brasilianer Wanderson (nicht verwandt mit dem Salzburg-Legionär) erzielte in 105 Meisterschaftsspielen für den FK Krasnodar 35 Tore. Gegen Salzburg wird er keine Rolle spielen, da er bis Ende Oktober an einer Verletzung laboriert.

Fazit

Die Russen verfügen über eine enorme Routine und stehen insbesondere in der Abwehr sehr sicher. Standardsituationen gehören zu den großen Stärken der Mannschaft, die ansonsten aus dem Spiel heraus öfters Schwierigkeiten hat hochwertige Chancen zu generieren. Der ausgefuchste Stürmer Fedor Smolov ist im Angriff eine Waffe, doch seinen Mitspielern gelingt es nicht immer den Goalgetter in Szene zu setzen. Nach einem Ballgewinn schaltet die Mannschaft gut in die Offensive um, wenn sich allerdings keine Chance zum Kontern ergibt, dann setzt man auf einen sicheren, vielleicht etwas zu gemächlichen Spielaufbau. Sollten sich die Russen im Falle einer Führung gegen Spielende darauf konzentrieren den Vorsprung über die Zeit zu bringen, dann wird es äußerst schwierig das erfahrene Abwehrbollwerk zu durchbrechen. Ansonsten kann man mit schnellen Kombinationen Lücken in der gegnerischen Formation aufreißen, wenn diese etwas höher verteidigt und die Gegenspieler mannorientiert verfolgt werden.

Stefan Karger, abseits.at

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Stefan Karger