Am vergangenen Wochenende gab es in der großen, weiten Fußballwelt mal wieder einige „High Scoring Games“. Wir berichten jede Woche über die größten Spektakel... Torflut (KW 16/2017): Italienische Klubs sorgen für Spektakel
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_Spielszene mit Stadionblick

Am vergangenen Wochenende gab es in der großen, weiten Fußballwelt mal wieder einige „High Scoring Games“. Wir berichten jede Woche über die größten Spektakel des vergangenen Wochenendes, konzentrieren uns dabei auf den Profibereich.

Hapoel Petach Tikva – Hapoel Katamon 6:3 (3:2)

Gesichertes oberes Mittelfeld, Teilnahme am Aufstiegsplayoff, allerdings keine Chancen mehr. Hapoel Petach Tikva und Hapoel Katamon konnten vergangenen Freitag frei von der Leber wegspielen und lieferten dem Publikum gleich neun Tore. Petach Tikvas Orr Barouch und Katamons 20-jähriges Talent Ariel Hadar sorgten dabei jeweils für Doppelpacks. Die gerade mal 600 Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten.

Fiorentina – Inter Mailand 5:4 (1:2)

30.000 Zuschauer waren Zeuge eines weiteren Spektakels in der italienischen Serie A. Zur Pause führte Inter Mailand noch mit 2:1, aber Astori, Vecino und ein Doppelpack des Senegalesen Khouma El Hadji Babacar brachten die Fiorentina doch noch mit 5:2 voran. Auch zwei weitere Tore von Inters Top-Mann Mauro Icardi – er erzielte insgesamt drei Treffer und hält nun schon bei 24 Saisontoren – konnten die elfte Saisonniederlage und das fünfte sieglose Spiel in Serie für Inter nicht mehr abwenden. Für die Fiorentina ist dies möglicherweise ein positiver Gamechanger auf dem Weg zu einem Europacupplatz.

Bala Town – The New Saints 4:6 (3:3)

The New Saints standen in Wales bereits sehr früh als Meister fest – zum Saisonabschluss haute der überlegene Meister aber nochmal einen raus: Auswärts beim Tabellendritten Bala Town gab es einen spektakulären 6:4-Sieg mit drei Toren des Engländers Scott Quigley. „TNS“ beendete die Saison mit 27 Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Connah’s Quay und erzielte stolze 101 Tore, obwohl nur drei Spieler mehr als zehn Saisontreffer erzielten. Zudem wurde mit Phil Baker eine echte Vereinslegende nach über 400 Partien verabschiedet.

Nomme Kalju – Viljandi Tulevik 8:0 (2:0)

Auch die estnische Liga ist immer wieder für schräge Ergebnisse gut. Dabei war Nomme Kalju in den letzten Jahren ein Team, das nicht selten ein Spektakel parat hatte. Letztes Wochenende gelang dem Vorjahresdritten der höchste Sieg im weltweiten Profibereich. Der Gegner Viljandi Tulevik zerbrach dabei erst in der zweiten Halbzeit. Die sechs Tore zum 3:0 bis 8:0 fielen innerhalb von 25 Minuten. Auch interessant: Die 438 Zuschauer sahen acht verschiedene Torschützen.

Lazio Rom – Palermo 6:2 (5:0)

Am Sonntag sorgte Lazio Rom für eine spektakuläre erste Halbzeit gegen Palermo: Ein schneller Doppelpack von Ciro Immobile in der 8. und 9. Minute stellte eine komfortable 2:0-Führung her, danach traf Balde Diao Keita innerhalb von nur sechs Minuten dreimal und nach 26 Minuten stand es bereits 5:0 für die Laziali. Am Ende hieß es 6:2 für Lazio, das damit den vierten Tabellenplatz gegen Atalanta Bergamo verteidigen konnte.

Feralpi Saló – Reggiana 4:4 (1:3)

Und auch in Italiens dritter Leistungsklasse ging’s ordentlich zur Sache. Bis zur 79.Minute lag das Heimteam Feralpi Saló gegen den Favoriten aus Reggiana mit 1:4 zurück. Das 2:4 durch Ferretti brachte die Heimmannschaft wieder zurück ins Spiel und ein Doppelpack von Simone Guerra besorgte doch noch den späten Ausgleich zum 4:4. Bitter: Reggiana dürfte damit die große Chance vergeben haben, doch noch ins Rennen um den Aufstieg bzw. die Playoffs einzugreifen.

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Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen