In einigen europäischen Ligen geht es in den nächsten Tagen und Wochen bereits um Meistertitel. Mal ist es spannend, mal steht der neue Meister... Spannende Entscheidungen in den Kalenderjahrligen
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Schweden Flagge_abseits.atIn einigen europäischen Ligen geht es in den nächsten Tagen und Wochen bereits um Meistertitel. Mal ist es spannend, mal steht der neue Meister schon so gut wie fest. Wir fassen die bevorstehenden Entscheidungen zusammen.

Ein Jahrzehnt BATE

Drei weitere Runden in der regulären Meisterschaft und BATE Borisov krönte sich bereits jetzt zum zehnten Mal hintereinander zum weißrussischen Meister . Nach dem gestrigen 2:0-Sieg bei Vitebsk liegt der Serienmeister bereits 13 Punkte vor Dinamo Minsk, das sich zuletzt mit einer Unentschiedenserie selbst aus dem Rennen kickte. BATE verlor von 23 Saisonspielen nur eines und kassierte gerademal neun Treffer.

Hochspannung in Schweden

IFK Norrköping führt die Allsvenskan drei Runden vor Schluss mit zwei Punkten Vorsprung auf IFK Göteborg und drei Punkten Vorsprung auf AIK Solna an. Die Blau-Weißen haben damit die einmalige Chance den ersten Meistertitel seit 26 Jahren zu feiern. Der 118 Jahre alte Traditionsverein verlor die letzten zehn Pflichtspiele nicht, dennoch ist es noch ein weiter Weg bis zum Titel. In den verbleibenden Runden muss Norrköping noch zu Malmö FF und Elfsborg.

Auch Göteborg hat kein einfaches Restprogramm: Zuerst das Auswärtsspiel bei Djurgårdens, dann ein weiteres Spiel in der Fremde beim Titelkonkurrenten AIK Solna und schließlich ein Heimspiel gegen das weiterhin leicht abstiegsgefährdete Kalmar. Obwohl auch Göteborg seit neun Spiel ungeschlagen ist, schwächelte die Mannschaft von Jörgen Lennartsson zuletzt ein wenig. Zu Hause gegen den Abstiegskandidaten Halmstad kam Göteborg über ein 1:1 nicht hinaus. Es ist gut möglich, dass die Titelchancen des Quotenfavoriten schon nach der 28.Runde nur noch theoretischer Natur sind.

Einen gewaltigen Kraftakt braucht AIK Solna, das drei Runden vor Schluss bereits drei Punkte Rückstand hat. Die beiden Auswärtsspiele gegen Halmstad und Örebro müssen ebenso gewonnen werden, wie das direkte Duell mit IFK Göteborg im eigenen Stadion. Zudem benötigt AIK Schützenhilfe von Norrköpings Gegnern. Ein Herzschlagfinale ist in Schweden jedenfalls garantiert.

Rosenborg beendet Durststrecke

Der norwegische Rekordmeister wird in den nächsten Wochen eine fünf Jahre andauernde Durststrecke beenden und wieder Meister werden. Vier Spiele vor Schluss führt der Traditionsverein die Tabelle mit acht Punkten Vorsprung auf Stabæk an. Der Garant für den Erfolg ist der 28-jährige Angreifer Alexander Søderlund, der in 24 Ligaspielen 21 Treffer erzielte. Etwa die Hälfte des Rosenborg-Kaders kommt aus dem eigenen Nachwuchs.

Dreikampf in Finnland

In Finnland gestaltet sich der Kampf um den Meistertitel spannend. Es sind nur noch zwei Runden zu absolvieren und Tabellenführer Seinäjoen JK, der Zweite Rovaniemi PS und der Dritte HJK Helsinki sind jeweils nur durch einen Punkt getrennt. In den letzten Wochen patzten alle drei Titelanwärter und so hat sogar der Vierte Inter Turku, derzeit fünf Punkte hinten, noch theoretische Titelchancen. Auch weil der Klub in der nächsten Runde den Tabellenführer empfängt und mit einem Sieg bis auf zwei Punkte auf den Ersten aufschließen. Dies ist das einzige Duell der Titelkandidaten in den letzten zwei Runden. Seinäjoen könnte im erst zweiten Jahr in der höchsten Spielklasse den ersten Meistertitel der Klubgeschichte fixieren. Auch für den aktuellen Zweiten Rovaniemi PS wäre es der erste Meistertitel.

Hafnarfjörður sicherte sich isländischen Titel

Die isländische Meisterschaft wurde vor zwei Wochen abgeschlossen und FH Hafnarfjörður holte sich den siebenten Meistertitel der Klubgeschichte. Die Schwarz-Weißen setzten sich mit zwei Punkten Vorsprung auf Breiðablik durch. Torschützenkönig wurde der Däne Patrick Pedersen von Valur Reykjavik mit 13 Treffern.

Alles klar in Irland

Derzeit läuft in Irland die 31.Runde und Dundalk wird sich den elften Meistertitel der Klubgeschichte nicht mehr nehmen lassen. Bei einem Spiel mehr beträgt der Vorsprung auf Cork City bereits 14 Punkte. Der Top-Mann des überlegenen Tabellenführers ist der 24-jährige Richard Towell. Dieser ist ein zentraler, sogar eher defensiv ausgerichteter Mittelfeldspieler und hält in der laufenden Saison dennoch bei 22 Saisontoren.

Kaum Spannung im Baltikum

In Estland sind noch vier Runden zu absolvieren und Flora Tallinn dürfte sich erstmals nach vier Jahren zum Meister krönen. Die sechs Punkte Vorsprung sollte das Team, das zuletzt neun Spiele in Serie gewann, ins Ziel bringen. In Lettland sind noch sieben Runden ausständig, aber auch hier wirkt Metalurgs Liepaja, das seit Mai nicht mehr verlor und aktuell sieben Punkte Vorsprung auf Skonto Riga hat, zu souverän um noch eingeholt zu werden. Etwas enger geht’s in Litauen zu, aber normalerweise sollte dem Tabellenführer Zalgiris Vilnius nichts mehr passieren. Das Team führt die Tabelle mit fünf Punkten Vorsprung auf Trakai an, verlor erst ein Saisonspiel und erzielte bereits 86 Treffer.

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Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen