Teamstatistiken zur 19. Bundesligarunde 2024/25
Bundesliga 26.Februar.2025 Stefan Karger
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Wir liefern euch wöchentlich die interessantesten Leistungsdaten und Werte zu einzelnen Spielern der heimischen Bundesliga. Welche Besonderheiten gab es? Welche Werte waren Ausreißer nach oben oder unten? Wir fassen die auffälligsten Daten kompakt zusammen! Die Grafiken und Daten stammen von Wyscout.
Von schmerzhaften Ballverlusten
Rapid-Coach Robert Klauß verlangte nach der Niederlage gegen den LASK von seiner Mannschaft mehr Mut in den vorderen Zonen und mehr Souveränität im eigenen Drittel. Er drückte es recht drastisch aus und meinte, dass es „scheißegal“ wäre, wenn man den Ball in höheren Zonen verlieren würde. Die Hütteldorfer verteilten seit dem Start ins neue Kalenderjahr immer wieder Geschenke mit Ballverlusten in den gefährlichen Zonen, die die Gegner einige Male mit Gegentoren bestraften. Wenn man auf die nackten Zahlen der vergangenen Runde blickt, kann man mehrere Schlüsse aus den Statistiken ziehen.
Die Hütteldorfer hatten nämlich von allen Mannschaften die wenigsten (!) Ballverluste. Der LASK kam nur auf 64 Ballgewinne in der gesamten Partie – davon nur 9 im letzten Drittel – und eroberte damit von allen Mannschaften mit Abstand am seltensten das Spielgerät. Vergleichsweise kamen in der vergangenen Runde der SK Sturm Graz auf 131 Balleroberungen, die Austria auf 120 und selbst Hartberg, das mehr als eine Halbzeit lang in Unterzahl agieren musste, hatte 11 Balleroberungen mehr als der LASK.
Auch die Anzahl der Ballverluste im eigenen Drittel hält sich in Grenzen, hier rangiert man mit 22% im Mittelfeld. 55% aller Ballverluste der Hütteldorfer fanden im letzten Drittel des Spielfelds statt, was prinzipiell ein sehr guter Wert ist. Nur die Altacher verloren einen höheren Prozentsatz der Bälle im letzten Drittel, was aber daran lag, dass der Gegner aus Hartberg mehr als eine ganze Hälfte in Unterzahl agieren musste.
Der SK Rapid verliert also gar nicht mehr Bälle als andere Mannschaften im eigenen Drittel. Das Problem ist die Art und Weise der Ballverluste. Es ist schließlich etwas anderes, wenn ein Pass nicht ankommt und der Gegner beispielsweise einen Outeinwurf hat, als wenn man dem Gegner den Ball in den Lauf spielt, damit dieser allein auf den Tormann zulaufen kann. Es geht also weniger darum, dass die Grün-Weißen die Menge der Ballverluste herunterschrauben müssen, sondern dass man sich – pardon – keine idiotischen Ballverluste mehr leistet, die dem Gegner Großchancen ermöglichen. Das tat man seit dem Rückrundenauftritt nämlich am laufenden Band.
LASK flexibel im Pressing
Wir wollen noch kurz bei der Partie zwischen dem LASK und dem SK Rapid bleiben. Die Grün-Weißen verloren auch deshalb wenige Bälle im ersten Drittel, weil der LASK nur selten auf ein hohes Angriffspressing setzte. Die Oberösterreicher ließen den SK Rapid oftmals in Ruhe aufbauen, da man sich ausrechnete, dass die Gäste aus Wien nach wie vor Probleme beim Kreieren von Chancen hätten. Während der LASK im Auswärtsspiel gegen den GAK in der 18. Runde einen extrem niedrigen PPDA-Wert von 6.77 aufwies, hatte man im Spiel gegen die Grün-Weißen den mit Abstand höchsten PPDA-Wert von allen Mannschaften. Einen PPDA-Wert von 20.82 sieht man nicht alle Tage beim LASK und es war sicherlich eine Vorgabe von Schopp, dass man die Grün-Weißen über weite Strecken kommen lassen sollte, damit man bei Gegenstößen viel Platz vorfindet. Hier darf auch der PPDA-Wert des SK Rapid erwähnt werden, der mit 17.23 auch extrem hoch ausfiel. Seit dem Burgstaller-Ausfall funktioniert das Pressing der Grün-Weißen jedenfalls suboptimal.
Auf den niedrigsten PPDA-Wert kam der SCR Altach, der im Spiel gegen Hartberg lange Zeit in Überzahl agierte und den Gegner phasenweise einschnürte. Auch Austria Klagenfurt und die WSG Tirol überraschen in dieser Runde mit den niedrigsten PPDA-Werten.
Austria Klagenfurts kuriose Schlussoffensive
Austria Klagenfurt feierte einen 4:2-Sieg gegen den Grazer AK, der insgesamt durchaus verdient war. Die Mannschaft von Trainer Peter Pacult fand die besseren Chancen vor und führte schon früh mit 2:0. Die Gäste aus Graz nutzten jedoch nach einer guten Stunde ihre wenigen Chancen eiskalt aus, sodass es nach Treffern von Maderner und Jano plötzlich 2:2-Unentschieden stand. Die letzten 15 Minuten hatten es aber in sich, denn die Klagenfurter kamen in der Schlussviertelstunde auf einen xG-Wert von 2.48! Dieser kam aber durch zwei Strafstöße zustande, wobei einer dieser Strafstöße von Ben Bobzien erst im Nachschuss verwandelt wurde, was den xG-Wert von 0.79, den es bereits für den Elfmeter gab, noch einmal in die Höhe bugsierte. Dennoch kurios, dass die Klagenfurter in den letzten 15 Minuten auf einen Wert kamen, den die meisten starken Mannschaften gerne als Schnitt über 90 Minuten hätten.
Das Zweikampf-Fest in Favoriten
Unser Austria-Experte Dalibor Balic verfasste eine hervorragende Analyse zum Spitzenspiel der 19. Runde. In der Überschrift sprach er von einem Zweikampf-Fest, das die Salzburger für sich entschieden.
Wie intensiv die Partie tatsächlich war, lässt sich mit einem Blick auf die nun vorhandenen Daten nachträglich noch einmal verdeutlichen:
Hier sehen wir, dass die beiden Mannschaften die mit Abstand meisten Zweikämpfe in der 19. Runde bestritten. Beide Teams sind sowohl bei den Offensivduellen als auch Defensivduellen ganz vorne zu finden.
Stefan Karger
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