In Kooperation mit Pattex präsentieren wir euch während der EURO 2012 regelmäßig den „Kraftkleber des Spieltags“. Im Rahmen dieser Kolumne zeichnen wir den besten... Kraftkleber des Spieltags (1) – Przemyslaw Tyton

In Kooperation mit Pattex präsentieren wir euch während der EURO 2012 regelmäßig den „Kraftkleber des Spieltags“. Im Rahmen dieser Kolumne zeichnen wir den besten Defensivspieler des jeweiligen EM-Tages aus – wer bewies die größte Kraft und wer war für seine Gegenspieler (oder im Falle eines Torhüters: Den Ball) wie Klebstoff? Die Kolumne ist eine Hommage an die oft verkannten Helden des Fußballs, die zwar nicht viele Tore schießen, dafür aber Meister im Verhindern von Torchancen und Koryphäen in den Bereichen Taktik, Koordination und Organisation sind.

Kraftkleber des Spieltags #1 – Przemyslaw Tyton

Wir schrieben die 69.Minute im Eröffnungsspiel der Europameisterschaft 2012 zwischen Polen und Griechenland. Nachdem Sokratis Papastothopoulos eine harte gelb-rote Karte hinnehmen musste, waren die Griechen seit Ende der ersten Halbzeit ein Mann weniger. Aber Polen wurde mit dem 1:0 im Rücken nachlässig und Dimitrios Salpingidis tischte dem Gastgeber die Rechnung auf. Zuerst erzielte der 30-jährige PAOK-Saloniki-Angreifer den Ausgleich, danach holte er einen Elfmeter für Griechenland heraus – und Polens Keeper Wojciech Szczesny musste mit der ersten glatten roten Karte des Turniers vom Platz.

Dass Ersatztorhüter Przemyslaw Tyton unser Kraftkleber des ersten EM-Spieltages ist, steht außer Frage. Zwar zeigten etwa die russischen Innenverteidiger Ignashevich und Berezutskiy, dass sich die gegnerischen Angreifer an ihnen die Zähne ausbeißen können, aber Tyton, der voraussichtlich in den nächsten Monaten nirgendwo in Polen Restaurantrechnungen berappen wird müssen, erlebte in der 71.Minute des Eröffnungsspiels die Parade seines Lebens.

Der 35-jährige Giorgos Karagounis trat zum Elfmeter an und die Anspannung war dem Kapitän der griechischen Auswahl ins Gesicht geschrieben. Sein letztes Elfmetertor erzielte Karagounis am 12.Oktober 2010, ausgerechnet in der Qualifikation für das gestern gestartete Turnier, beim 2:1-Sieg über Israel. Der 25-jährige Torhüter, der aktuell leihweise bei PSV Eindhoven unter Vertrag steht und eigentlich Roda JC Kerkrade gehört, kam unaufgewärmt, also „kalt“, auf das Feld und sah sich einer seltsamen Situation gegenüber.

Einerseits hatte er nichts zu verlieren, denn niemand würde ihm einen Vorwurf machen, wenn er das Duell mit dem griechischen Routinier und einstigen Europameister verlieren würde. Andererseits entschied vielleicht dieser eine Schuss über das weitere Schicksal des polnischen Teams bei der Heim-Europameisterschaft. Tyton platzierte sich im Tor, verzog keine Miene. Es folgte ein kurzes Stoßgebet gen Himmel, mit dem Rücken zu Karagounis, der sich für das von ihm aus gesehen rechte Eck entschied. Tyton tauchte nach links ab und der Elfmeter war vereitelt.

Daniel Mandl, abseits.at

 

Der Kraftkleber des Spieltags wird präsentiert von Pattex.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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