Profi-Fußballer haben es gut, nicht wahr? Sie verdienen unverschämt hohe Gehälter, reisen um die Welt, tun das, was ihnen Spaß macht und grinsen mit... Oft unterschätzt – Der Druck im Profifußball

Profi-Fußballer haben es gut, nicht wahr? Sie verdienen unverschämt hohe Gehälter, reisen um die Welt, tun das, was ihnen Spaß macht und grinsen mit prallgefülltem Werbeeinnahmen-Konto in die Kameras der Presse. „Wer sich so nicht wohlfühlt, ist selber schuld“ – so das Motto vieler Außenstehender. Trotzdem gibt es immer mehr Fußballspieler, die sich über den steigenden Druck im Profifußball beschweren. Doch was macht es trotz der vielen Vorteile so schwer, professioneller Fußballspieler zu sein? Wir haben uns in diesem Artikel einmal angeschaut, welche Probleme der Sport mit sich bringen kann.

Die Kehrseite der goldenen Medaille

Es gibt wohl kaum einen kleinen Jungen, der nicht davon träumt, später Fußballer zu werden und ein richtiges „Traumleben“ zu führen. Doch so einfach und schön, wie es sich vielleicht anhört, ist es nicht. Als Allererstes ist es ein langer Weg, bis man im Profifußball „mitmischen“ darf – die Plätze in den Vereinen sind streng limitiert und nur die Besten der Besten schaffen es überhaupt in die engere Auswahl – was das Ganze auf der anderen Seite auch so besonders macht. Dabei kann der angehende Profifußballer allerdings nicht nur mit seiner eigenen Leistung punkten: Wer beispielsweise unter einem nicht harmonierenden Trainer spielt, länger einmal verletzt ist oder ein Formtief hat, kann schnell wieder aus der „elitären Reihe“ ausscheiden – gerade am Anfang.

Doch selbst, wenn man es dann nach mühevoller Arbeit und einem guten Quäntchen Glück in die erste oder auch zweite Bundesliga geschafft hat, ist man noch lange nicht glücklich: Denn obwohl hier zum Teil beeindruckende Summen verdient werden können, wächst der Druck der Fans, des Vereins und der Medien enorm. Schnell wird vergessen, dass es sich bei diesen jungen Männern, so souverän sie nach außen hin auch wirken mögen, um echte Menschen handelt. Was ein Spieler nach einem verpatzten Match über sich ergehen lassen muss, ist teilweise „jenseits von Gut und Böse“. „Immer stark sein, immer perfekt sein“ – das kann keiner. Doch genau dies wird von den Spielern erwartet.

Des Weiteren ist eine Fußballkarriere zumeist mit Mitte oder bestenfalls noch Ende 30 beendet. Das heißt, dass die Spieler die wichtigsten Jahre ihrer Persönlichkeitsentwicklung „unter Beobachtung“ gelebt haben, häufig von Paparazzi umzingelt, die nur auf einen Fauxpas eines Fußballers warten, um diesen für viel Geld „an die große Glocke“ zu hängen.

Das Einzige was zählt, ist Leistung

Der Leistungsdruck unserer heutigen Gesellschaft macht natürlich auch vor den Fußballern nicht halt. Wie es Im Innenleben der Spieler aussieht, weiß niemand – und es interessiert auch niemanden. Der erfolgreiche Fußballer von heute ist nicht nur Sportler, sondern auch Image- und Werbeträger, ein „Strahlemann“, der nach außen hin immer glücklich ist. Insbesondere sei hier auch noch einmal der Fall von Robert Enke genannt – der Hannover 96-Spieler ehemalige Nationaltorwart nahm sich im Jahr 2009 nach einem langen Kampf gegen seine Depressionen tragischerweise das Leben.

Häufig hört man in Medien von Spielern, die außerhalb des Platzes aggressiv werden. Der Grund hierfür liegt einfach in den Extremsituationen, in denen sich die Spieler häufig befinden. Die Adrenalinstöße, die die Fußball-Profis teilweise Woche für Woche erleben, können sich „Normalbürger“ kaum vorstellen. So suchen sich viele Fußballer Möglichkeiten, abseits des Platzes „Dampf abzulassen.“ Dies ist wiederum ein gefundenes Fressen für die Medien – und so dreht sich die Spirale weiter und weiter …

Mitleid fehl am Platz

Doch es wäre falsch, die Sportler zu bemitleiden – denn schließlich gehen sie ihrem Traumberuf nach, verdienen viel Geld und erleben Dinge, von denen „Normalos“ nur träumen können. Viel eher geht es darum, die jungen Männer zu schulen, mit Leistungsdruck besser umzugehen. Fußball ist und bleibt ein spannender Sport, der weltweit Millionen in seinen Bann zieht. Wer seine Fußballliebe zu barem Geld machen möchte, findet beispielsweise hier spannende Wettangebote für die Bundesliga.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen