Für viele scheint der Abstieg des HSVs nur noch eine reine Formsache zu sein: Auch die letzten Partien gegen Mainz 05 und Bayern München... Was ist aus dem HSV geworden?

Für viele scheint der Abstieg des HSVs nur noch eine reine Formsache zu sein: Auch die letzten Partien gegen Mainz 05 und Bayern München scheinen dies zu bestätigen. Was die Fans lange Zeit nicht wahrhaben wollten, wird traurige Gewissheit. Doch wie konnte es überhaupt dazu kommen und was sind die Gründe? Wir haben uns dem Thema einmal ganz genau gewidmet. Fakt ist – wer kann, verlässt das sinkende Schiff – genauso wie Spieler Dennis Diekmeier. Der Spieler, der früher fast schon pathetische Liebesbekundungen über „seinen Verein“ verlauten ließ, kehrt dem HSV zum Sommer den Rücken. Auch diese Spieler werden den HSV verlassen: Sejad Salihovic, Gotoku Sakai Lewis Holtby, Aaron Hunt, Nicolai Müller, und Sven Schipplock.

Sofortiger Trainerwechsel inklusive

Obwohl Coach Bernd Hollerbach weniger als 49 Tage im Amt war, wurde er bereits gefeuert die vielen Pleiten in kürzester Zeit konnte der Verein einfach nicht mehr hinnehmen, wobei dies sicherlich nicht die alleine Schuld des Coaches war, der laut eigenen Worten nur Versucht hatte, dem Verein in einer schwierigen Phase zu helfen.  Ein Punkt, der vielen HSV-Fans sauer aufstößt, ist der neue HSV-Präsident Hoffmann. Dieser polarisiert nicht nur mit teilweise fragwürdigen Aussagen, sondern scheint weder Geduld noch Taktgefühl zu haben, wenn es um das Zusammenwachsen dem Spieler und dem Trainer gibt. Die oftmals aus dem Nichts kommenden Aktionen, die der rigorose Hoffmann in die Wege leitet, wirken willkürlich und oftmals nicht genügend durchdacht. Sie scheinen dem einst so erfolgreichen Verein zum Teil eher zu schaden, als zu nützen.

Der Verein auf dem absteigenden Ast

Doch egal, was sich Hoffmann noch ausdenken mag- eine Wunderheilung wird es beim HSV derzeit wohl nicht geben. Der Verein befindet sich ganz unten in der Tabelle und wird sich so schnell nicht wieder erholen – ganz egal, wie viel Geld der Klub eisnetzen wird. Selbst, wenn jetzt noch neue Spieler eingekauft werden, muss ja zunächst eine Struktur vorhanden sein – und ein richtiges Konzept. Daran scheinst es den Hamburgern extrem zu mangeln. Ein weiterer, wichtiger aber oft übersehener Punkt ist das Verhältnis innerhalb des Teams: Die Gehaltsunterschiede unter den einzelnen Spielern sind teilweise so groß, das Neid und Missgunst an der Tagesordnung stehen und nicht gerade für echten Teamgeist sorgen.

Trainerproblem noch nicht geklärt

Um den Verein zumindest noch ein wenig am Laufen zu halten, hat man eine Zwischenlösung gefunden: Ex-Profi van Heesen soll es zumindest für eine Zeit lang „richten“. Doch ob er noch für den ein – oder anderen Erfolg sorgen kann, sei dahingestellt. Der HSV beschäftigt sich derzeit jedenfalls schon ernsthaft mit dem Thema Abstieg und ist bereits dabei, die nötigen Dokumente und Lizenzen zu sichten. Es wäre dem Verein zu wünschen, dass er schnell wieder eine klare Richtung findet, doch bei all dem durcheinander, das insbesondere in der Führungsetage vorherrscht, ist dies derzeit doch ziemlich fraglich. Dies Unsicherheit der Fans zeigt sich insbesondere auch an ihrem Wettverhalten: Kaum jemand traut sich noch, auf die Hanseaten zu setzen. Doch glücklicherweise gibt es selbstverständlich 1000-fache Möglichkeiten, lukrative Tipps zu setzen – es MUSS ja nicht immer der HSV sein. Unter Sportwette.net finden sich interessante Wettanbieter zu Quoten, die sich wirklich noch lohnen.

Der HSV am Abgrund?

Auch, wenn sich ein Abstieg kaum vermeiden lässt, heißt dies nicht, dass man dem Ganzen nicht doch etwas Positives abgewinnen könnte. So könnten die Hanseaten die Zeit in der zweiten Liga dazu nutzen, sich mit einem neuen Trainer und neuen Spielern auf das Wesentliche zu konzentrieren und als Team zusammenzuwachsen. Des Weiteren könnten in dieser Zeit auch strukturelle Probleme gelöst werden, sodass der Klub nach einer gewissen Durchstrecke wieder oben mitmischen könnte. Ob dies wirklich so sein wird, kann und wird natürlich nur die Zeit zeigen.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen