Heute um 16 Uhr kommt es zum Duell zwischen dem Meister und dem Vizemeister. Seit jenem legendären Ostersonntag im Jahr 2008 konnte Rapid nicht... 4.Runde: Rapid auswärts bei Red Bull Salzburg als Außenseiter

Heute um 16 Uhr kommt es zum Duell zwischen dem Meister und dem Vizemeister. Seit jenem legendären Ostersonntag im Jahr 2008 konnte Rapid nicht mehr in Salzburg gewinnen. Und nach dem nervenaufreibenden und laufintensiven 2:0 über Vojvodina Novi Sad ist dies auch diesmal nicht von Grün-Weiß zu erwarten.

Durch Tore von Alar und Boyd konnte Rapid das Europacupheimspiel gegen Serbiens Vorjahresdritten in der Schlussphase gerade noch für sich entscheiden. Mit Ruhm bekleckerte man sich dabei jedoch nicht. Vor allem das Aufbauspiel stockte zeitweise gewaltig. Im zentralen Mittelfeld begannen zuletzt Prager und Heikkinen, die jedoch als klassische defensive Mittelfeldspieler agierten und sich nicht an die Spielidee anpassten, die Rapid in den ersten beiden Saisonspielen gegen Wacker Innsbruck und Wiener Neustadt praktizierte.

Prager gegen Vojvodina Novi Sad katastrophal

Während Heikkinens Leistung vor allem defensiv ansprechend war, zeigte sich Thomas Prager eigentlich bereits nach einer halben Stunde reif für eine Auswechslung. Der Ex-Holland-Legionär wirkte ängstlich und gab den Ball immer wieder möglichst schnell ab – allerdings nach hinten. Offensivakzente setzte er praktisch nie, sondern orientierte sich immer zu defensiven Mitspielern oder in die Breite. Hinzu kamen zahlreiche Fehlpässe und unnötig verlorene Zweikämpfe. Daher ist eine Variante mit Heikkinen und Kulovits oder gar Kulovits und Ildiz in Salzburg wahrscheinlicher.

Rapid nicht zum Spielmachen gezwungen

Rapid opferte sich gegen Vojvodina Novi Sad auf, kämpfte insgesamt 100 Minuten um den Aufstieg ins Europa League Playoff. Diese Kraftleistung wird nicht spurlos an den Grün-Weißen vorbeigegangen sein und es muss befürchtet werden, dass gegen Red Bull Salzburg in der zweiten Halbzeit Ausdauerprobleme einsetzen werden. Angesichts dessen ist der SK Rapid beim Spiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer diesmal klarer Außenseiter. Allerdings kommt auf Rapid eine komplett andere Partie als beim 2:0 gegen Novi Sad zu. Die Serben standen enorm tief, ließen Rapid gegen eine Menschenmauer in einem 4-3-2-1-System anlaufen und zerstörten das Spiel konsequent. Gegen Red Bull Salzburg kann Rapid abwartender spielen und zumindest anfänglich reagieren statt zu agieren.

Mendes als wichtigste, fragliche Personalie

Allerdings bewies auch Salzburg in den letzten Spielen, dass man noch mit einigen Schwächen zu kämpfen hat. In Wolfsberg und gegen Mattersburg wurden deutlich zu viele Chancen zugelassen – die zahlreichen Treffer von Jonathan Soriano kaschierten so manche schwache Leistung der „Roten Bullen“. Nach dem „Wie“ fragt am Ende niemand mehr und Salzburg steht mit dem Punktemaximum an der Tabellenspitze. Trainer Roger Schmidt hat allerdings mit personellen Problemen zu kämpfen: Martin Hinteregger fällt mit einer Gehirnerschütterung aus und auch David Mendes da Silva, in den ersten beiden Ligaspielen der markanteste Antreiber des Salzburger Spiels, ist weiterhin fraglich. Sein Fehlen machte sich bereits gegen den Wolfsberger AC deutlich bemerkbar.

Walke und Soriano als Salzburger Schlüsselspieler

Die Innenverteidigung wird somit aus Sekagya und Schiemer bestehen, das defensive Mittelfeld am ehesten aus Leitgeb und Ilsanker. Davor hält sich die Dreierreihe mit Jantscher, Hierländer und Teigl sehr gut – vor allem Hierländer glänzt mit wichtigen Assists und effizientem Spiel. Die beiden Salzburger Lebensversicherungen spielen jedoch ganz vorne und ganz hinten: Walke spielt bisher im Tor der Bullen einen Top-Saisonstart und Jonathan Soriano trifft. Manchmal weiß er zwar nicht mal wieso bzw. wieso man ihn so frei zum Abschluss kommen lässt, aber das ist für einen Strafraumstürmer für gewöhnlich ein gutes Zeichen…

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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