Am Ende jeder Saison lohnt sich wie immer ein Blick auf die Verteilung der Klubs auf die verschiedenen Anstoßzeiten, die natürlich hauptsächlich durch die... Anstoßzeitenanalyse zur österreichischen Bundesliga 2016/17

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Am Ende jeder Saison lohnt sich wie immer ein Blick auf die Verteilung der Klubs auf die verschiedenen Anstoßzeiten, die natürlich hauptsächlich durch die Interessen der Fernsehsender bestimmt ist. Hiermit soll ein Überblick geliefert werden, um Klarheit bei diesem häufig umstrittenen Thema zu schaffen.

Die Spiele unter der Woche in der 17. Runde sowie die beiden letzten Runden, in denen alle Spiele zeitgleich stattfanden, wurden aufgrund der Abweichung von den Regelanstoßzeiten nicht berücksichtigt. Außerdem flossen folgende sieben Spiele nicht mit in die Wertung ein, da sie nicht zu einer der Regelanstoßzeiten ausgetragen wurden:

Mattersburg – Admira, 1. Runde, 19:00 Sonntag
Austria – Mattersburg, 2. Runde, 16:30 Sonntag, weil kein ORF-Livespiel
St. Pölten – Admira, 2. Runde, 19:00 Uhr Sonntag
Austria – Altach, 5. Runde, 19:00 Uhr Sonntag
Ried – Austria, 6. Runde, 19:00 Uhr Sonntag
Rapid – Mattersburg, 8. Runde, 19:00 Uhr Sonntag
Salzburg – Sturm, 10. Runde, 16:30 Uhr Sonntag, weil kein ORF-Livespiel
Austria – St. Pölten, 10. Runde, 19:00 Uhr Sonntag
St. Pölten – Salzburg, 12. Runde, 14:00 Uhr Sonntag
Rapid – WAC, 14. Runde, 14:00 Uhr Sonntag
Mattersburg – Salzburg, 14. Runde, 16:30 Uhr Sonntag, weil kein ORF-Livespiel
WAC – Austria, 16. Runde, 14:00 Uhr Sonntag
Salzburg – Admira, 16. Runde, 16:30 Uhr Sonntag, weil kein ORF-Livespiel
Rapid – Ried, 19. Runde, 14:00 Uhr Sonntag
St. Pölten – Austria, 19. Runde, 16:30 Uhr Sonntag, weil kein ORF-Livespiel

Der Grund für diese Abweichungen ist die Teilnahme von Salzburg, Rapid, Austria und der Admira an den Qualifikationsspielen und der Gruppenphase der Europa League. Diese geänderten Anstoßzeiten kamen nämlich nur zur Anwendung, wenn am Donnerstag vorher Begegnungen der Europa League gespielt werden und den teilnehmenden Klubs somit zwei Tage Pause ohne Fußball gewährt werden konnte. Aufgrund sinkender Temperaturen wechselte der 19-Uhr-Ausweichtermin am Sonntag im Laufe des Herbsts auf 14:00 Uhr. Im neuen Jahr 2017, als alle Klubs ausgeschieden waren, wurde der Regelspieltag, welcher wie folgt aussieht, dauerhaft wieder zur Normalität:

1 Spiel am Samstag um 16 Uhr, das live auf Sky gezeigt wird
3 Spiele am Samstag um 18:30 Uhr, die alle live auf Sky gezeigt werden
1 Spiel am Sonntag um 16:30, das live im ORF und auf Sky gezeigt wird



Aufgrund der Teilnahme von Salzburg, Rapid und Austria an der Gruppenphase der Europa League hatten diese Klubs natürlich viele Sonntagsspiele und gleichzeitig wenige Samstagsspiele. Beim 18:30-Uhr-Termin finden sich diese auf den hintersten Plätzen, sind es zudem doch Zuschauermagneten, welche natürliche möglichst viele Einzelspieltermine bekommen sollen. Es lohnt sich als Indikator zum Vergleichen dieser Klubs daher der Samstagstermin um 16 Uhr, weil es ein Einzelspieltermin ist und das Spiel damit bei Sky heraussticht. Hier liegt Rapid ganz klar vor den anderen beiden Teilnehmern an der Europa League. Der niedrige Wert der Austria (2) erstaunt doch sehr. Sturm Graz als anderer populärer Klub, bei dessen Spielterminierungen es zudem keinen europäischen Wettbewerb zu berücksichtigen gibt, bekommt natürlich ebenfalls viele Spiele in diesem Slot.
Im Gegensatz dazu steht die Admira, die zu beiden Einzelspielterminen die wenigsten Spiele hat und folgerichtig beim 18:30-Uhr-Termin die meisten.



Die Begegnung Mattersburg – Austria in der 29. Runde fand wegen der anschließenden Formel 1-Übertragung im ORF bereits um 15 Uhr statt und wird trotzdem zu der Anstoßzeit am Sonntag um 16:30 Uhr gezählt, da es ein ORF-Livespiel war.

Wenig überraschend führen die drei Europa-League-Teilnehmer und der beliebte Klub Sturm Graz die Wertung hier an. Altach bekam aufgrund der sportlich guten Leistungen noch verhältnismäßig viele Spiele. Der Rest ist mit jeweils zwei Spielen kaum vertreten. Meist ist dies natürlich dann der Fall, wenn es gegen einen der Großen geht. Natürlich soll jeder Klub auch mal im ORF zu sehen sein. Ansonsten wäre der Wert vielleicht bei dem ein oder anderen Klub noch geringer. Verständlich ist die Auswahl aber in jedem Fall, erreicht man doch nur mit den populären Klubs hohe Zuschauerzahlen.


Christoph Trompeter

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