Im ersten Spieltag der Europa-League-Gruppenphase trifft Red Bull Salzburg im Prinzenparkstadion auf Paris Saint-Germain. Dank einer Investorengruppe aus Katar schwimmen die Franzosen im Geld... „Arme Salzburger“ gegen neureiche Pariser – Nur Manchester City griff tiefer ins Börserl

Im ersten Spieltag der Europa-League-Gruppenphase trifft Red Bull Salzburg im Prinzenparkstadion auf Paris Saint-Germain. Dank einer Investorengruppe aus Katar schwimmen die Franzosen im Geld – Trainer Antoine Kombouaré durfte seiner Mannschaft für knapp 90 Millionen Euro ein neues Gesicht verleihen.

Name: Paris Saint-Germain FC
Gegründet: 12. August 1970
Alter: 41 Jahre
Vereinsfarben: blau-rot
Stadion: Prinzenparkstadion
Fassungsvermögen: 48.713
Präsident: Benoît Rousseau
Trainer: Antoine Kombouaré
Homepage: www.psg.fr

Erfolge:
2x französischer Meister: 1986, 1994
8x französischer Cupsieger: 1982, 1983, 1993, 1995, 1998, 2004, 2006, 2010
1x Europapokal der Pokalsieger: 1996

DER VEREIN

Paris Saint-Germain entstand im Jahr 1970 aus einem Zusammenschluss zwischen Paris FC und Stade Saint-Germain. Dem Verein gelang sogleich der Aufstieg in die damalige Division 1 (seit 2002 Ligue 1), musste jedoch eine Saison später wieder eine Klasse hinunter. Der Modedesigner Daniel Hechter investierte anschließend in den Verein, dem dank der Geldspritze im Jahr 1974 der Wiederaufstieg gelang. Die Pariser hielten sich ab diesem Zeitpunkt in der obersten Spielklasse.

PSG gewann bis dato zwei Mal die französische Meisterschaft und acht Mal den nationalen Pokal. Im Jahr 1996 feierten die Franzosen gegen Rapid Wien im Finale des Europapokals der Pokalsieger einen 1:0-Sieg. Nur zwölf Monate darauf stand PSG abermals im Endspiel dieses Bewerbs, mussten sich jedoch dem FC Barcelona mit dem gleichen Resultat geschlagen geben.

Eine Investorengruppe aus Katar übernahm vor wenigen Monaten die Aktienmehrheit des Vereins und sorgte dafür, dass alle Transferwünsche des Trainer Antoine Kombouaré in Erfüllung gingen. Nur Manchester City gab mehr Geld aus als die Franzosen, die unter anderem Javier Pastore (42 Millionen €), Kevin Gameiro (11 Millionen €), Jeremy Menez (8 Millionen €) und Mohamed Sissoko (7 Millionen €) verpflichteten.

DIE AKTUELLE FORM

Die neue Meisterschaft begann mit einer bitteren 0:1-Niederlage vor eigenem Publikum gegen Lorient. Danach folgte ein 1:1-Unentschieden gegen Rennes und ein 2:1-Heimsieg gegen Valenciennes. Auch die restlichen beiden Meisterschaftsrunden konnten gewonnen werden: Einem 3:1-Auswärtssieg gegen Toulouse folgte dieses Wochenende ein 1:0-Heimsieg gegen Brest. In der letzten Runde der Europa-League-Qualifikation gab man sich erwartungsgemäß keine Blöße gegen Differdingen, den Pokalsieger aus Luxemburg. Die Franzosen gewannen mit einem Gesamtscore von 6:0.

DER TRAINER

Antoine Kombouaré wurde 1963 in Neukaledonien geboren und absolvierte sieben Saisonen in der Innenverteidigung beim FC Nantes, bevor er fünf Jahre lang in der Abwehr von Paris Saint-Germain stand. Er galt als intelligenter Spieler mit einer guten Übersicht und einem starken Positionsspiel. Am Ende seiner Karriere spielte er beim FC Sion und in Aberdeen, bevor er seine Karriere beim Racing Club de Paris ausklingen ließ.

Seine Trainerkarriere begann er bei seinem jetzigen Verein, wo er die zweite Mannschaft übernahm und gute Arbeit leistete, da immer wieder junge Spieler den Sprung in die Kampfmannschaft schafften. Er nahm ein Angebot von Racing Strasbourg an, wo sein Vertrag kurze Zeit darauf jedoch aufgelöst wurde. Richtig erfolgreich war er anschließend mit dem FC Valenciennes, mit dem er den Aufstieg in die höchste Spielklasse schaffte, obwohl der Klub gerade erst von der dritten Liga in die zweithöchste Spielklasse aufgestiegen war. Im Jahr 2009 übernahm er den Trainerjob bei Paris Saint-Germain von Paul Le Guen, der mittlerweile die Nationalmannschaft Omans trainiert. Kombouaré war zwar als Spieler ein Innenverteidiger, bevorzugt als Trainer jedoch einen offensiven Spielstil und ist bekannt dafür, dass er ein genauer Arbeiter ist.

Die Detailinformationen zum Kader und zur Taktik findet ihr im zweiten Teil, der in Kürze erscheinen wird.

Stefan Karger, www.abseits.at

Stefan Karger

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