Der Aufsteiger aus der Südstadt präsentierte sich in der Aufstiegssaison 2010/11 vorallem schusskräftig: Didi Kühbauers Elf konnte in 17 von 36 Spielen drei Tore... Bundesliga-Vorschau: Admira mit Team- und Aufstiegsbonus

Der Aufsteiger aus der Südstadt präsentierte sich in der Aufstiegssaison 2010/11 vorallem schusskräftig: Didi Kühbauers Elf konnte in 17 von 36 Spielen drei Tore oder mehr erzielen, stellte mit Benjamin Sulimani und Patrik Jezek die besten Torschützen der Ersten Liga. Doch wie stark wird die Admira sich 2011/12 präsentieren. Die abseits.at-Vorschau auf die neue Bundesligasaison beginnt mit dem Aufsteiger…

TORHÜTER

Hans-Peter Berger (29) ist die unumstrittene Nummer Eins im Admira-Tor – und das völlig zu Recht. Der gebürtige Salzburger, der schon in seinen vier Jahren bei der SV Ried trotz seiner verhältnismäßig geringen Körpergröße von 179cm als einer der besten Goalies der Liga gehandelt wurde, kam vor der Saison 2010/11 zur Admira, nachdem er in der portugiesischen Liga bei Leixoes gescheitert war. Bei der Admira fand er jedoch wieder zu alter Stärke, schaffte sogar den Sprung ins Nationalteam. Der Schlussmann ist definitiv ein großer Kredit der Admira.

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ABWEHR

Mit Christoph Dibon (20) verfügt die Admira zwar über einen Neo-Teamspieler, dem eine große Zukunft vorausgesagt wird, ansonsten ist die Defensive der Südstädter (übrigens voraussichtlich die einzige Abwehr, in der ausschließlich Österreicher zum Einsatz kommen werden) von Durchschnitt geprägt. Mit dem beim FC Wacker Innsbruck ausgemusterten Andreas Schrott (zuletzt Anif) und dem in Hartberg soliden René Seebacher kommen zwei Neue, wobei Schrott sehr vom Vertrauen des Trainers abhängig sein wird und Seebacher vorerst eine Unbekannte ist. Auch die weiteren, sehr jungen Kandidaten in der Viererkette der Admiraner (Drescher 21, Palla 22, Schwab 20, Windbichler 20) müssen erst beweisen, dass sie der Bundesliga gewachsen sind. Bei aller Offensivkraft der Admira, darf man nicht außer Acht lassen, dass das Team in der vergangenen Saison als Meister 45 Tore kassierte. Um zwölf mehr als Bundesligameister Sturm Graz…

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MITTELFELD

Hier machte die Admira in der vergangenen Spielzeit einen großen Schritt nach vorne – vorallem weil einige junge Spieler Leaderfähigkeiten entwickelten, zudem die Mischung mit den Routiniers passt. Nicht umsonst machte der 34jährige Patrik Jezek 18 Saisontreffer, Daniel Toth (24) und Bernhard Schachner (25) erzielten gemeinsam zwölf Ligatore, verbuchten zudem weitere zwölf Assists. Auch René Schicker (26) weist mit acht Saisontoren und zwei Assists eine starke Bilanz auf. Mit Emin Sulimani, der beim LASK kaum zum Zug kam, kommt nun ein weiterer bundesligaerfahrener Akteur hinzu, der im Kreativbereich weiterhelfen könnte.

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ANGRIFF

Mit Benjamin Sulimani besitzt die Admira DEN Stürmer der letzten Erste-Liga-Saison. Der 22jährige erzielte 19 Saisontreffer und bekommt für 2011/12 Unterstützung mit hohem Entwicklungspotential. Philipp Hosiner (22) wechselt von der Vienna in die Südstadt und entschied sich damit gegen zahlreiche andere Angebote, auch von anderen Bundesligaklubs. Der arbeitende Stürmer Issiaka Ouedraogo (22) kommt aus Grödig und soll die Rolle des alternden Froylan Ledezma übernehmen. Mit den jungen Maximilian Sax (18) und Marcel Sabitzer (17) hat Kühbauer zwei Rohdiamanten in der Hinterhand. Nichts desto trotz darf man nicht außer Acht lassen, dass keiner der fünf Admira-Stürmer Bundesligaerfahrung mitbringt. Benjamin Sulimani spielte in der Bundesliga nur vier Minuten lang für die Austria, mit Markus Hanikel (28) verlässt der erfahrenste Stürmer die Admira in Richtung Grödig. Auf der einen Seite stehen also zahlreiche Tore in der abgelaufenen Saison, auf der anderen ein „Babysturm“ mit einem Durchschnittsalter von 20,2 Jahren.

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TEAM

Die Admira-Elf ist gut eingespielt und wird sich an den Schlüsselpositionen kaum verändern. Eine offene Frage ist sicher, wer das Kommando in der Abwehr übernehmen wird, eine andere ob die vielen jungen Kicker, die letztes Jahr Meister wurden für die Bundesliga bereit sind. Ein Vorteil der Admira ist sicher, dass jeder hungrig auf die neue Bundesliga-Saison ist. Das Team ist von abgehalfterten Stars, die zum Abkassieren in die Trenkwalder-Elf kamen, befreit, möchte nächstes Jahr als Kollektiv etwas bewegen.

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TRAINER

Dietmar Kühbauer konnte bei der Admira beweisen, dass der einst hitzköpfige Spieler mit einer Mischung aus „Zuckerbrot und Peitsche“ als Trainer geeignet ist. Kühbauer ist ein „Typ“, wie ihn jede Liga braucht, wird auch in der Bundesliga noch für Furore und kultige Interviews sorgen und ist keiner, der sich herum schubsen lässt. Dennoch ist Kühbauer bis dato weder gut noch schlecht bewertbar, zumal er als Trainer bisher keine schweren Zeiten durchschritt. Der junge Übungsleiter wird sich und seine pädagogischen Fähigkeiten erst definieren, sobald er mit der Admira vier, fünf Spiele in Folge verliert. Allgemein macht Kühbauer allerdings einen guten, energischen Eindruck und scheint zudem zur Admira zu passen.

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GESAMT

Die Admira kann vor allem in ihren Heimspielen überraschen und werden – ähnlich wie Wacker Innsbruck zu Beginn der vergangenen Saison – schwer von einen Euphoriewelle zu holen sein, wenn das Team mal einige Spiele in Folge gewinnt. Abseits.at schätzt, dass die Admira mit dem Abstieg nichts zu tun haben wird und sich 2011/12 zwischen den Rängen 6 und 9 einpendelt.

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Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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