In wenigen Wochen startet die tipp3 Bundesliga in die Frühjahrssaison und wir werfen zuvor noch einen Blick auf die Dinge, die sich bei den... Das muss Red Bull Salzburg in der Frühjahrssaison verbessern!

Red Bull Salzburg LogoIn wenigen Wochen startet die tipp3 Bundesliga in die Frühjahrssaison und wir werfen zuvor noch einen Blick auf die Dinge, die sich bei den zehn Vereinen ändern sollten, um den größtmöglichen Erfolg zu gewährleisten. Aktuell liegt Red Bull Salzburg sieben Punkte hinter dem FK Austria Wien – aber alles andere als der Meistertitel wäre für den Ligakrösus inakzeptabel.

2.Platz | 12 S – 5 U – 3 N | 47:20 +27 | 41 Punkte
Bester Torschütze: Jonathan Soriano (14 Tore)
Bester Assistgeber: Valon Berisha (8 Assists)

Mehr aus den Chancen machen

Im Herausspielen von Torchancen sind die Salzburger auch heuer wieder erwartungsgemäß im Spitzenfeld der Liga – aber zu viele Chancen werden leichtfertig vergeben. Die Salzburger spielen bis zum Strafraum zumeist gut, verkomplizieren dann aber ihre Spielweise wenn’s ernst wird. So gesehen bei der 0:2-Auswärtsniederlage gegen Rapid, bei der man als bessere Mannschaft eine Chance nach der anderen vergab.

Ausgerechnet Topstürmer Jonathan Soriano ist das beste Beispiel für die offensive Schlampigkeit der Salzburger. Der Spanier müsste in der Torschützenliste eigentlich bereits am Level von Philipp Hosiner stehen, ließ aber zu viele Sitzer aus.

Anfälligkeit auf Konterattacken

Das zentral-defensive Mittelfeld ist nicht unbedingt das Herzstück des Salzburger Spiels. Die Akteure, die davor auf Torjagd gehen sind schwer zu verteidigen, haben allerdings nach Ballverlusten Probleme mit dem Umschaltspiel von Offensive auf Defensive. Spieler wie Kampl oder Mané sind trotz ihrer großen Fähigkeiten im Dribbling immer gefährdet Bälle zu verlieren und ihre Mannschaft damit anfällig auf Konterstöße durch den Gegner zu machen.

Auch wenn die Innenverteidiger der Salzburger sehr hoch stehen, um etwaige Gegenstöße schon früh abzufangen, hat Salzburg Schwächen, wenn der Gegner im Konter direkt agiert. Die Innenverteidiger der Salzburger sind zwar robust, aber nicht unbedingt für ihre herausragende Schnelligkeit bekannt. Wenn der Ball bei einem gegnerischen Konter hinter die Abwehr der Salzburger gespielt wird, stellen schnelle Angreifer eine große Gefahr für den Meister dar.

Die Ohren nicht zu weit öffnen und Punkt für Punkt holen

Wenn Red Bull Salzburg auf den Platz geht, erwartet sich die Öffentlichkeit immer das Gleiche: Das Team muss gewinnen. Die Ansprüche des reichen Salzburger Klubs sind hoch, auf internationaler Ebene halten sich die Erfolge im überschaubaren Rahmen und auf nationaler Ebene ist die Schadenfreude bei der Konkurrenz groß, wenn der polarisierende Klub von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz wieder mal stolpert.

Unter Roger Schmidt sieht man eine Salzburger Mannschaft, die eine neue Spielphilosophie praktiziert. Anders als in früheren Tagen setzt man nicht mehr vermehrt auf Power und unbändige Dynamik, sondern auch Technik, schnelles Kurzpassspiel und dauerhafte Bewegung bei den offensiv ausgerichteten Spielern. Was viele Leute aber vergessen ist, dass Red Bull Salzburg heuer eine überraschend junge Mannschaft stellt und einige Leistungsträger wie Berisha, Mané oder Kampl noch nie großem Druck ausgesetzt waren.

Die sieben Punkte Rückstand auf die Wiener Austria sind für Salzburg durchaus einzuholen – auch wenn die Austria logischerweise aus der klar besseren Ausgangssituation ins Frühjahr startet. Für Salzburg wird es jetzt jedoch wichtig sein, sich nicht von außen verrückt machen zu lassen und das durchaus vielversprechende, wenn auch (noch) nicht durchwegs fruchtende Konzept durchzuziehen. Noch nie passte der Ausspruch „wir schauen von Spiel zu Spiel“ besser als in der aktuellen Lage der Roten Bullen.

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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