Die Kontrahenten im heutigen Spiel haben einiges gemeinsam. Neben den Vereinsfarben haben beide die gleiche Punkteanzahl, Tordifferenz und sind beide in der aktuellen Saison... Duell der Tabellennachbarn: Wacker Innsbruck empfängt die SV Ried

BundesligaDie Kontrahenten im heutigen Spiel haben einiges gemeinsam. Neben den Vereinsfarben haben beide die gleiche Punkteanzahl, Tordifferenz und sind beide in der aktuellen Saison noch ungeschlagen. Trotzdem werden im Duell FC Wacker Innsbruck gegen die SV Ried wohl keine Geschenke ausgeteilt. Nach jeweils zwei Unentschieden in den letzten beiden Partien, wollen beide Mannschaften endlich wieder voll Punkten.

Der Tenor nach der ersten Hälfte gegen den Wolfsberger AC hörte sich unter den Wacker-Fans folgendermaßen an: „Wenigstens nur ein Tor kassiert.“ Einfach nur schlecht war die Leistung bis zum Pausenpfiff. Man gewann keine Zweikämpfe, kreierte keine Chancen. Man konnte froh sein, dass die Kärntner nachlässig mit ihren Möglichkeiten umgingen. Nach der Pause dann ein anderes Gesicht: Der FC Wacker spielte wieder so, wie man es in letzter Zeit schon öfter gesehen hat. Auch wenn der WAC noch einige Chancen liegen ließ, aufgrund des vergebenen Elfmeters von Roman Wallner war das Unentschieden im Endeffekt wohl gerecht.

Nach abgesessener Funktionssperre darf Roland Kirchler wieder am Spielfeldrand stehen. An der spielerischen Ausrichtung wird er nichts ändern. Mit dem 4-2-3-1 System war man in den letzten Spielen erfolgreich. Einzig in der Zentrale hat man wegen diversen Verletzungen etwas Personalsorgen. Christoph Saurer, der eine zusätzliche Alternative darstellt, sollte aber bald wieder einsatzbereit sein.

Womöglich bekommt Christopher Wernitznig nach den zuletzt schwachen Leistungen eine Pause. Eine Option statt ihm auf Linksaußen wäre Alexander Hauser, unter Umständen auch Stjepan Vuleta. Dieser könnte auch Daniel Schütz auf Rechtsaußen ersetzen.

Weiterhin verletzt ist Miroslav Milosevic, ansonsten kann Kirchler praktisch aus dem Vollen schöpfen.

Es war ein regelrechter Sturmlauf, den die SV Ried gegen Wiener Neustadt zeigte. Das einzige Problem dabei: Im Endeffekt schaute nur ein Tor dabei heraus. Und da Hlinka einen Kopfball über die Linie drückte, mussten sich die Wikinger mit einem Punkt zufrieden geben. Man ist an diesem Tag aber nicht nur am eigenen Unvermögen gescheitert, sondern vor allem an Jörg Siebenhandl. Der Tormann der Niederösterreicher zeigte eine Klasseleistung und hielt seine Mannschaft mit einigen Heldentaten im Spiel. Auf der gezeigten Leistung können die Innviertler aber auf jeden Fall aufbauen.

Ried ist zwar immer etwas schwierig auszurechnen, wird aber wohl am ehesten in einem 4-2-3-1 spielen. Das ist davon abhängig, wie das zentrale Mittelfeld aussieht. Unter Umständen läuft man auch in einem 4-1-4-1 System auf.

Noch länger verletzt sind nach wie vor Mario Reiter und Toni Vastic.

Sowohl der FC Wacker Innsbruck als auch die SV Ried befinden sich aktuell im Tabellenmittelfeld. Während das in Tirol so etwas wie eine kleine Euphorie auslöst, ist man das im Innviertel mittlerweile gewohnt. Durch gute Infrastruktur sowie Transferpolitik war Ried in den letzten Jahren weder in Abstiegs- noch in Geldnöten.

Jahr für Jahr konnte man auch die großen Clubs ärgern und sich über das Cup-Finale sogar einen Platz in der Europa-League-Qualifikation sichern.

Dort wo die Innviertler jetzt also stehen, will man in Innsbruck unter der neuen Führung rund um Neo-Präsident Gunsch in den nächsten Jahren hinkommen. Dafür muss man sich von dem ständigen Trubel, bestehend aus Finanzproblemen und Abstiegsangst, entfernen. Ein erster Schritt dahin kann heute gemacht werden.

Martin Lanner, abseits.at

Martin Lanner

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