Der 31. Spieltag der österreichischen Bundesliga steht vor der Tür und bringt einige spannende Begegnungen mit sich. Am Samstag steht die Qualifikationsrunde auf dem... Faktencheck zur 31. Bundesliga-Runde 2020/21

Der 31. Spieltag der österreichischen Bundesliga steht vor der Tür und bringt einige spannende Begegnungen mit sich. Am Samstag steht die Qualifikationsrunde auf dem Programm, wo u.a. mit dem Duell Austria gegen St. Pölten die Wölfe um die letzte Chance kämpfen, den letzten Platz zu verlassen. Am Sonntag geht es dann mit der Meisterrunde weiter, wo sich im Spitzenspiel SK Sturm den SK Rapid empfängt.

FK Austria Wien – SKN St. Pölten

Samstag, 17:00, Generali-Arena, Schiedsrichter: Alexander Harkam

Der Erste der Qualifikationsgruppe gegen den Letzten – und für beide Teams geht es um sehr viel. Die Austria will unbedingt Platz 1 und somit ihr Heimrecht im ersten Playoff-Spiel für den Europacup verteidigen. St. Pölten muss gewinnen, will man die Minichance auf den Klassenerhalt wahren – was auch nur dann der Fall ist, wenn gleichzeitig vom Duo Altach und Admira zumindest ein Team verliert. Aber! Die St. Pöltner haben sich beim 3:3 gegen Altach deutlich verbessert präsentiert. Setzen beide Teams ihre Serien fort (St. Pölten ist seit 4 Duellen in der Generali-Arena ungeschlagen, die Austria die letzten vier Heimspiele), wäre das logische Resultat ein Unentschieden. Das würde aber keinem viel weiterhelfen. Man darf also auf einen Schlagabtausch mit offenem Visier hoffen.

– Der FK Austria Wien feierte gegen den SKN St. Pölten 2 Siege in Folge – wie sonst nur in den ersten 2 Duellen in der Bundesliga gegen die Niederösterreicher.

– Der FK Austria Wien traf in der Bundesliga gegen den SKN St. Pölten 5 Spiele in Folge (8 Tore) – wie zuvor nur in den ersten 5 BL-Duellen gegen den SKN.

– Der SKN St. Pölten ist in der Bundesliga seit 4 Auswärtsspielen gegen den FK Austria Wien ungeschlagen (1 Sieg, 3 Remis) – so lange wie gegen kein anderes BL-Team.

– Der FK Austria Wien ist in der Bundesliga seit 4 Heimspielen ungeschlagen (2 Siege, 2 Remis) – erstmals so lange in dieser Saison.

– Patrick Wimmer steht vor seinem 50. Spiel in der Bundesliga – alle für den FK Austria Wien.

Letztes Duell: St. Pölten 1:2 Austria
Direkter Vergleich seit 74/75: Spiele insgesamt: 45 (22 Siege Austria, 13 Remis, 10 Siege St. Pölten)
Verletzt/Angeschlagen: Luan, Steinwender, Tursch, Blauensteiner, Muhamedbegovic, Davies / Pichler, Ebner, Wimmer
Gesperrt: Palmer-Brown / Niemand
Gefährdet: Schösswendter, Fitz / Schütz
Nächstes Spiel: Ried-Austria / St. Pölten-Hartberg

 

TSV Hartberg– FC Admira

Samstag 17:00, Profertil-Arena, Schiedsrichter: Stefan Ebner

Mit einem Punkt wäre Hartberg der Platz im Playoff nicht mehr zu nehmen Ziel ist aber ein Sieg, um der Austria Platz 1 in der Qualifikationsgruppe zu entreißen – besonders gegen die Admira. Denn die ist der absolute Lieblingsgegner der Steirer. 6 Spiele in Folge hat man gegen die Niederösterreicher gewonnen, darunter die letzten drei Heimspiele gegen Hartberg. Doch die Admira hat es unter Neo-Coach Klaus Schmidt geschafft, die letzten drei Runden zu Null zu spielen und will diese Serie fortsetzen. Auch würde ein Punkt der Admira zum Klassenerhalt reichen, wenn St. Pölten nicht gegen die Austria gewinnt. Der letzte Admira-Sieg gegen Hartberg liegt schon über vier Jahre zurück, gelang am 25. Februar 2017.

– Der TSV Hartberg gewann in der Bundesliga gegen den FC Admira 6 Spiele in Folge. Eine derartige Serie gelang Hartberg gegen kein anderes BL-Team.

– Der TSV Hartberg traf in der Bundesliga gegen den FC Admira 8 Spiele in Folge (insgesamt 18 Tore). Eine derartige Serie gelang Hartberg sonst nur gegen den SK Sturm Graz.

– Der TSV Hartberg gewann in der Bundesliga gegen den FC Admira 3 Heimspiele in Folge – wie sonst nur gegen den SV Mattersburg und SCR Altach.

– Der FC Admira blieb in 4 Auswärtsspielen in Folge ohne Gegentor – erstmals so lange in der Bundesliga. Die Admira holte in der diesjährigen Qualifikationsgruppe auswärts 8 Punkte – Höchstwert.

– Sascha Horvath steht vor seinem 100. Spiel in der Bundesliga. 13 seiner bisherigen 99 Spiele absolvierte er dabei gegen den FC Admira – so viele wie gegen kein anderes Team.

Letztes Duell: Admira 0:1 Hartberg
Direkter Vergleich seit 74/75: Spiele insgesamt: 20 (8 Siege Hartberg, 12 Siege Admira)
Verletzt/Angeschlagen: Lema, Gollner, Kainz, Horvath, Rakowitz, Heil / Babuscu, Rath, Tomic, Sax
Gesperrt: Niemand
Gefährdet: Kainz / Maier
Nächstes Spiel: St. Pölten-Hartberg / Admira-Altach

 

SCR Altach – SV Ried

Samstag, 17:00, Cashpoint-Arena, Schiedsrichter: Christopher Jäger

Beide Torleute sollten sich bei Fernschüssen schon einmal warm anziehen – denn hier treffen die zwei Bundesligateams aufeinander, die die meisten Tore von außerhalb des Sechszehners erzielen (bisher 8). Wie Altachs Daniel Maderer in der letzten Runde bewiesen hat, geht das durchaus auch halbvolley aus 35 Metern. Diese Bomben zu entschärfen wird die Aufgabe von Lukas Gütlbauer sein. Der Zweiergoalie der Rieder bekommt in diesem Spiel wohl seine Chance. Den Vorarlbergern reicht ein Unentschieden, dann wäre der Klassenerhalt schon geschafft. Ried ist der Ligaverbleib schon sicher, könnte sogar mit einem Sieg noch einen Angriff auf das Europacup-Playoff starten –  Schützenhilfe der Admira gegen Hartberg vorausgesetzt.

– Der SCR Altach ist in der Bundesliga gegen die SV Ried seit 3 Spielen ungeschlagen (2 Siege, 1 Remis) – erstmals so lange. 4 ungeschlagene Spiele innerhalb einer BL-Saison gelangen Altach gegen die SV Ried nie.

– Der SCR Altach gewann gegen die SV Ried 2020/21 bereits 2 Spiele – erstmals innerhalb einer Saison der Bundesliga so viele.

– Die SV Ried ist in der Bundesliga seit 8 Spielen ungeschlagen (3 Siege, 5 Remis) – wie zuletzt im Herbst 2011 (damals sogar 9 Spiele in Folge).

– Die SV Ried ist in der Bundesliga seit 4 Auswärtsspielen ungeschlagen (1 Sieg, 3 Remis) – wie zuletzt im August 2013 (ebenfalls 4). Ried blieb in 2 dieser 4 Spiele ohne Gegentor. Die letzte BL-Auswärtsniederlage kassierte Ried am 21. März 2021 durch ein 1:2 beim SCR Altach.

– Der SCR Altach erzielte in dieser Saison der Bundesliga 8 Tore von außerhalb des Strafraums – von den Teams der diesjährigen Qualifikationsgruppe nur die SV Ried so viele (ebenfalls 8).

Letztes Duell: Ried 0:0 Altach
Direkter Vergleich seit 74/75: Spiele insgesamt: 36 (9 Siege Altach, 6 Remis, 21 Siege Ried)
Verletzt/Angeschlagen: Thurnwald, Edokpolor, Bukta / Niemand
Gesperrt: Niemand
Gefährdet: Zwischenbrugger, Edokpolor / Offenbacher
Nächstes Spiel: Admira -Altach / Ried-Austria

 

WSG Tirol – Wolfsberger AC

Sonntag, 17:00, Tivoli-Neu, Schiedsrichter: Sebastian Gishamer

Eines der drei Meistergruppen-Duelle, die am Sonntag zeitgleich um 17 Uhr angepfiffen werden. Die Tiroler müssen gewinnen, wollen sie die Chance auf den Europacup-Playoff und Platz 5 wahren. Dann wären sie vor der letzten Runde nur noch einen Punkt hinter Wolfsberg. Immerhin haben sie die letzten zwei Bundesliga-Heimspiele gegen den WAC gewonnen. Die Kärntner gingen aber beim ersten Qualigruppenduell gegen die WSG als 2:0-Sieger vom Platz und sind heuer extrem auswärtsstark. Nach der 0:4-Klatsche gegen den LASK strotzt die Truppe von Roman Stary aber nicht voll Selbstvertrauen.

– Die WSG Tirol gewann in der Bundesliga beide Heimspiele gegen den WAC. 3 BL-Heimsiege am Stück gelangen der WSG gegen kein Team.

– Der WAC gewann 10 Auswärtsspiele in dieser Saison – erstmals so viele innerhalb einer Saison der Bundesliga.

– Der WAC erzielte 12 Tor per Kopf – Höchstwert in dieser Saison der Bundesliga. Die WSG Tirol kassierte 4 Kopfballgegentore – nur der SCR Altach (2) weniger.

– Nikolai Baden Frederiksen ist mit 8 Treffern der Toptorjäger in der diesjährigen Meistergruppe, wobei er mit 18 Toren in dieser Saison der Bundesliga bereits den WSG-Torrekord in der Bundesliga hält.

– Dejan Joveljic traf in den vergangenen 3 Spielen in der Bundesliga gegen die WSG Tirol – persönlicher Rekord. Joveljic erzielte gegen die WSG 4 BL-Tore – so viele wie gegen kein anderes Team.

Letztes Spiel: WAC 2:0 WSG
Bilanz seit 74/75: Spiele insgesamt: 5 (3 Siege WSG, 1 Remis, 1 Sieg WAC)
Verletzt/Angeschlagen: Dedic / Peretz, Sprangler
Gesperrt: Niemand
Gefährdet: Rieder, Behounek / Stratznig, Wernitznig, Scherzer, Joveljic
Nächstes Spiel: Salzburg-WSG / WAC-Sturm

 

LASK – Red Bull Salzburg

Sonntag, 17:00, Raiffeisen-Arena, Schiedsrichter: Harald Lechner

Kann sich der LASK für die Niederlage im Cupfinale revanchieren? Die Chancen stehen zumindest auf den ersten Blick nicht schlecht. Immerhin dürfte Salzburg nach dem schon fixierten Meistertitel ordentlich durchrotieren und es ist anzunehmen, dass Trainer Marsch den einen oder anderen Topmann schont. Das ist beim bärenstarken Kader der Mozartstädter aber wohl kein so gewaltiger Nachteil. Außerdem haben die Linzer heuer gegen Österreichs Serienmeister noch keinen Punkt geholt. Will man aber einen Angriff auf Platz 3 oder sogar Platz 2 starten, müssen Punkte her. Aufzupassen gilt es für beide Hintermannschaften vor allem bei Standards, denn hier treffen jene zwei Vereine aufeinander, die für die meisten Standardtore in der Liga verantwortlich sind (LASK 18, Red Bull Salzburg 19).

– Der FC Red Bull Salzburg gewann gegen den LASK alle 3 BL-Spiele in der laufenden Spielzeit. Alle 4 Duelle innerhalb einer Saison der Bundesliga gewann Salzburg gegen den LASK nur 2008/09.

– Der FC Red Bull Salzburg gewann in der Bundesliga gegen den LASK 5 Spiele in Folge. Das gelang Salzburg zuvor nur von März 2008 bis August 2009 – damals waren es sogar 6 Siege in Folge.

– Der FC Red Bull Salzburg gewann 11 Auswärtsspiele – in keiner BL-Saison mehr. Erst 3 Teams gewannen mehr als 11 Auswärtsspiele innerhalb einer Saison der Bundesliga – zuletzt der LASK in der Vorsaison (13).

– Der LASK erzielte 18 Tore nach Standardsituationen – nur der FC Red Bull Salzburg (19) in dieser Saison der Bundesliga mehr.

– Der FC Red Bull Salzburg erzielte 26 Tore in der Schlussviertelstunde – so viele wie kein anderes Team in dieser Saison der Bundesliga. Beim 2:0-Sieg in Runde 25 gegen den LASK erzielte Salzburg beide Treffer in der Schlussviertelstunde.

Letztes Spiel: Salzburg 2:0 LASK
Bilanz seit 74/75: Spiele insgesamt: 129 (38 Siege LASK, 41 Remis, 50 Siege Salzburg)
Verletzt/Angeschlagen: Karamoko, Raguz, Wiesinger, Gruber / Vallci
Gesperrt: Niemand / Camara, Koita
Gefährdet: Michorl / Niemand
Nächstes Spiel: Rapid-LASK / Salzburg-WSG

 

SK Sturm Graz – SK Rapid Wien

Sonntag, 17:00, Merkur Arena, Schiedsrichter: Manuel Schüttengruber

Im Spitzenspiel der Meistergruppe geht es im direkten Duell um Platz 2. Ein Unentschieden würde Didi Kühbauers Elf reichen, um schon vor der letzten Runde den Vizemeistertitel und somit einen Platz in der Champions League Quali zu fixieren. Denn dann wäre man von Sturm in der letzten Runde nur noch theoretisch einholbar und hätte den Vorsprung (3 Punkte und die um 11 Treffer bessere Tordifferenz) verteidigt. Rein statistisch spricht viel für die Hütteldorfer. Fünf der letzten 8 Duelle haben sie gegen Sturm gewonnen und schon 5 Auswärtspartien in Graz nicht verloren. Das letzte Duell im April endete zwar 0:0, war aber sehr ereignisreich mit Großchancen auf beiden Seiten und einer umstrittenen roten Karte für Kelvin Yeboah. Ein Punkt könnte für die Grazer aber auch noch sehr wertvoll sein, um Platz 3 gegen den LASK zu verteidigen. Der würde einen Startplatz in der Europa League Quali bedeuten.

– Der SK Rapid Wien ist in der Bundesliga seit 8 Spielen gegen den SK Sturm Graz ungeschlagen (5 Siege, 3 Remis) – zuletzt von März 2013 bis September 2016, damals waren es sogar 10 unbesiegte Spiele (6 Siege, 4 Remis) gewesen.

– Der SK Rapid Wien ist in der Bundesliga seit 5 Auswärtsspielen beim SK Sturm Graz ungeschlagen (3 Siege, 2 Remis). Länger auswärts unbesiegt beim SK Sturm blieb Rapid zuletzt von 2002 bis 2006 – damals in 8 Auswärtsspielen.

– Der SK Sturm Graz gewann 10 der ersten 15 Heimspiele – mehr waren es nach 15 Heimspielen zuletzt 1999/00 in der Bundesliga gewesen (11 Siege).

– Jakob Jantscher war in der Bundesliga in 3 der letzten 4 Spiele gegen den SK Rapid Wien an einem Tor direkt beteiligt (1 Tor, 2 Assists).

– Ercan Kara war in der Bundesliga in 3 der letzten 4 Spiele gegen den SK Sturm Graz an einem Tor direkt beteiligt (2 Tore, 1 Assist).

Letztes Spiel: Rapid 0:0 Sturm
Direkter Vergleich seit 74/75: Spiele insgesamt: 216 (54 Siege Sturm, 54 Remis, 108 Siege Rapid)
Verletzt/Angeschlagen: Arase, Dibon, Schobesberger, Velimirovic / Trummer, Ingolitsch, Shabanhaxhaj
Gesperrt: Niemand / Barac, Hofmann
Gefährdet: Hierländer, Nemeth / Greiml
Nächstes Spiel: WAC-Sturm / Rapid-LASK

Dalibor Babic

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