Am kommenden Samstag startet die Frühjahrssaison in der tipico Bundesliga. abseits.at nimmt daher jede Mannschaft unter die Lupe, wirft einen Blick auf die Probleme... Frühjahrsvorschau: Werden Canadis Altacher wieder lockerer und effizienter?

SC Rheindorf Altach - Wappen mit Farben_abseits.atAm kommenden Samstag startet die Frühjahrssaison in der tipico Bundesliga. abseits.at nimmt daher jede Mannschaft unter die Lupe, wirft einen Blick auf die Probleme im Herbst, das Transferfenster, die Spielweise, die Schlüsselspieler und die Form. In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit dem SCR Altach.

Als bester Aufsteiger der Geschichte qualifizierte sich Altach im Sommer für den Europacup, wo man knapp den Einzug in die Europa-League-Gruppenphase verpasste. Davon auszugehen, dass die Vorarlberger diesen Level halten würden, war vermessen, dennoch blieben sie etwas unter den Erwartungen.

Die Probleme im Herbst

Dass die Ergebnisse in der zweiten Saison nach dem Aufstieg schlechter werden, ist alleine deshalb nachvollziehbar, weil die Aufsteiger in den letzten Jahren sehr weit oben mitspielten. Als Grund wird hier gerne der Umstand genannt, dass sich die Gegner auf den Spielstil eingestellt haben. Doch gerade im Falle der Altacher ist das ein sehr zweifelhaftes Argument. Im Gegensatz zu den vorigen Aufsteigern hatten sie nämlich kein eindeutiges Spielkonzept, sondern passten sich selbst immer wieder gut an den Gegner an. Vielmehr scheint genau das das Problem zu sein. Sie sind in keiner Sache merkbar besser als die Gegner, sodass jedes Prozent an Tagesverfassung noch entscheidender ist.

Die Spielweise

Trotz dieses Umstands wich Altach-Coach Damir Canadi von seiner Philosophie nicht ab. Ein kleiner Unterschied zum Vorjahr ist, dass man nun primär in einer 4-2-3-1- statt 4-4-2-Formation spielt. Weitreichende Umstellungen gibt es aber weiterhin, zum Beispiel auf ein 5-4-1. Die Flexibilität steuert Canadi nach wie vor hauptsächlich über personelle Wechsel.

Das Transferfenster

Die Transferzeit im Ländle verlief sehr ruhig. Juan Barrera verließ den Verein nach einem halben Jahr ohne einen großen Eindruck hinterlassen zu haben. Mit Mihret Topcagic holte man einen hierzulande bekannten Stürmer zurück in die Bundesliga. Der ehemalige WAC-Sturmtank kickte zwei Jahre in Kasachstan bei Shakhter Karagandy und könnte auch mit dem Hintergedanken verpflichtet werden, Routinier Hannes Aigner zu entlasten. Topcagic ist nämlich ebenfalls ein Stürmer, der sich im Angriffszentrum am wohlsten fühlt, kombinativ jedoch nicht so stark wie der 34-jährige Österreicher ist, dafür bei der Athletik punkten kann.

Die Schlüsselspieler

Hannes Aigner: Trotz der Topcagic-Verpflichtung müsste Aigner was die erste Elf angehet sicher im Sattel sitzen. Er gehört zwar nicht mehr zu den wendigsten Stürmern der Liga und die Luft reicht selten für 90 Minuten, steht er auf dem Rasen, erkennt man seine Qualitäten. Im taktischen Bereich ist das die Flexibilität im Kombinationsspiel und der Raumbesetzung, individuell gilt er als ausgewiesenes Schlitzohr.

Andreas Lukse: Der 28-jährige Schlussmann ist wohl derjenige, der die Altacher am ehesten zu einem größeren Verein verlassen wird. Seine herausragenden Paraden auf der Linie sicherten seinem Team einige wichtige Punkte. Hält er diese Form könnte er ein Außenseiterkandidat für den EM-Kader werden.

Die Spieler unter Druck

Philipp Netzer: Im letzten Jahr war Altachs Kapitän ein enorm wichtiger Stabilisator im defensiven Mittelfeld. In der laufenden Saison schlüpfte Netzer in eine neue, offensivere Rolle, in der er weniger dominierend auftreten kann. Der Stammplatz des 30-Jährigen scheint zwar nicht in Gefahr, seine Leistungen könnten aber entscheidend dafür sein, ob sein Team zu alter Lockerheit und Effizienz findet.

Patrick Seeger: Der 29-Jährige ist seit Jahren ein fester Bestandteil im Altacher Kader, kommt aber nur selten über längere Zeit konstant zum Einsatz. Sein größter Pluspunkt ist, dass Canadi immer Anpassungen vornimmt und er der einzige Stürmertyp im Kader ist, der sein Hauptaugenmerk nicht auf die Gefahrenzone legt. Er ist vielmehr ein Wühler, der im taktischen und technischen Bereich einige Luft nach oben hat. Ob das für einen neuen Vertrag reicht, wird man sehen.

Die Testspiele

2:2 gegen Horn – Tore: Roth, Galvao

0:1 gegen NK Lokomotiva Zagreb

2:1 gegen gegen FK Teplice – Tore: Aigner, Hofbauer

0:2 gegen Slaven Belupo

2:0 gegen Soproni VSE – Tore: Ngwat-Mahop, Schreiner

3:0 gegen SC Mannsdorf – Tore: Ngwat-Mahop(2), Tajouri

Alexander Semeliker, abseits.at

Alexander Semeliker

@axlsem

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