Wir sind maximal fünf Jahre zurückgegangen und haben uns angesehen, was die Ex-Kicker der Bundesligisten – vorwiegend die Legionäre – heute machen. Heute widmen... Kragl, Chessa, Ademi & Co. – das machen die Ex-Ried-Kicker heute!

Wir sind maximal fünf Jahre zurückgegangen und haben uns angesehen, was die Ex-Kicker der Bundesligisten – vorwiegend die Legionäre – heute machen. Heute widmen wir uns der SV Ried.

Ronny Marcos

Im vergangenen Sommer verließ der 25-jährige Ronny Marcos die SV Ried. Der gebürtige Deutsche, der ein Länderspiel für Mosambik bestritt, wechselte aber erst nach einem halben Jahr Vereinslosigkeit in die deutsche Regionalliga zu Eintracht Norderstedt. Im Frühjahr ist der Linksverteidiger beim Tabellen-Dreizehnten weitgehend Stammspieler und bestritt acht Partien.

Orhan Ademi

Auch der Schweizer Angreifer Orhan Ademi wechselte nach seiner Ried-Zeit nach Deutschland. Der in Ried umstrittene Stürmer, der nur drei Bundesliga-Tore erzielte, schloss sich den Würzburger Kickers an, bei denen er schnell zum Leistungsträger avancierte: In den letzten beiden Jahren machte Ademi 24 Tore in 72 Spielen für den Drittligisten und ist einer der Hauptverantwortlichen dafür, dass sich die Würzburger solide in der oberen Tabellenhälfte festsetzen konnten.

Dennis Chessa

Als Fehlkauf war auch der Deutsche Dennis Chessa zu bezeichnen, der in der Abstiegssaison 2016/17 21 Partien für die SV Ried absolvierte. Seit Sommer 2017 spielt Chessa in Krefeld beim KFC Uerdingen 05, wo er anfänglich Stammspieler war, dann aber Verletzungspech hatte und es schließlich in der laufenden Saison nur noch auf vier Einsätze in der 3.Liga brachte. Sein Vertrag läuft im Juni aus und ein neuerlicher Vereinswechsel ist wahrscheinlich.

Daniel Sikorski

Der Österreicher Daniel Sikorski spielte im Laufe seiner Profizeit in Österreich nur ein Jahr für die SV Ried und kickte ansonsten nur im Ausland. Vor seiner Zeit im Innviertel spielte er für St.Gallen, drei polnische Klubs und die Bayern Amateure. Nach seinem erfolglosen Ried-Engagement ging es für den heute 31-Jährigen wieder in den Osten. Zuerst spielte er ein halbes Jahr in Russland für Khimki, dann ein halbes Jahr in Rumänien bei Gaz Metan Medias, wobei er immerhin jeweils vier Tore erzielte. Seit Sommer 2017 kickt Sikorski auf Zypern: Für den Pafos FC erzielte er in der abgelaufenen Saison sieben Tore und seit vergangenem Sommer ist er Reservist bei Nea Salamina Famagusta, wo er in 23 Spielen (davon 20 Einwechslungen) noch keinen Treffer erzielen konnte.

Denis Streker

Nach zwei Jahren in Ried wechselte Denis Streker zuerst in die 3.Liga seines Heimatlandes, danach in die Regionalliga. Beim FSV Frankfurt war er Stammspieler, stieg aber als Tabellenletzter ab. Später fand Streker ein halbes Jahr keinen neuen Verein, unterschrieb dann aber für das Frühjahr 2018 beim TSV Schott Mainz. Im vergangenen Sommer zog er weiter zu Hessen Dreieich, wo er weitgehend in der Innenverteidigung gesetzt ist – allerdings wird er mit den Hessen heuer deutlich in die Oberliga absteigen.

Oliver Kragl

Die interessanteste Entwicklung nach seiner Zeit in Ried machte eindeutig der deutsche „Scharfschütze“ Oliver Kragl durch. Der heute 28-Jährige wechselte einst um 400.000 Euro von Ried zu Frosinone Calcio und spielte in weiterer Folge für Crotone und Foggia, wo er auch heute noch unter Vertrag steht. In der laufenden Saison gelangen dem Linksfuß sieben Tore und sieben Assists in 32 Serie-B-Spielen. Insgesamt kommt er in der zweiten italienischen Leistungsklasse bereits auf 80 Spiele, 16 Tore und 15 Assists. Auch in der Serie A absolvierte er 20 Partien. Kragl kommt dabei auf der Position eines linken Flügelverteidigers bzw. im linken Mittelfeld zum Einsatz und profitierte – wie in Ried – stark von den Dreierabwehrketten seiner Mannschaften.

Gerard Oliva

Der Spanier Gerard Oliva spielte im Frühjahr 2014 mit überschaubarem Erfolg in Ried und wechselte nach nur zwei Bundesligatoren zurück nach Spanien. Dort kickte er erfolglos für Real Murcia, Compostela und Hospitalet, ehe er im Sommer 2016 bei Badalona unterschrieb und ihm endlich der Knopf aufging. Für den Drittligisten erzielte er 18 Saisontore, wurde Dritter in der Schützenliste, verpasste das Aufstiegsplayoff aber knapp, weshalb er im Sommer 2017 erneut den Verein wechselte. Auch die Engagements bei Atlético Baleares und UCAM Murcia waren keine echten Brüller und im Sommer 2018 entschied sich Gerard Oliva wieder für einen Transfer ins Ausland. Er startete beim polnischen Klub Cracovia Krakau gut in die Saison, traf bei seinem Debüt, zog sich aber schon in seiner dritten Partie, Anfang August 2018, einen Kreuzbandriss zu und fehlt seitdem verletzungsbedingt. Sein Vertrag in Polen läuft allerdings noch bis 2021.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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