Dank der SV Ried und der Wiener Austria kommt elf Tage vor Schließung des Transferfensters noch einmal Bewegung in das Spielerkarussell. Florian Mader heuerte... Mader fix – aber Junuzovic und Barazite in internationalen Notizblöcken. Kommt doch noch Slowenen-Sternchen Vrsic?

Dank der SV Ried und der Wiener Austria kommt elf Tage vor Schließung des Transferfensters noch einmal Bewegung in das Spielerkarussell. Florian Mader heuerte beim FK Austria Wien an, die SV Ried ist hiermit auf der Suche nach einem Ersatz und auch die Austria dürfte noch ein weiteres Mal auf dem Transfermarkt aktiv werden – auch weil ein Abgang bis Ende nächster Woche nicht gänzlich auszuschließen ist.

Nach dem Transfer von Florian Mader zum FK Austria Wien verfügt die SV Ried nur noch über 15 aktuell gesunde Feldspieler mit Bundesligaerfahrung. Es besteht Handlungsbedarf um Mader zu ersetzen, aber auch ein routinierter Ersatzmann für Oliver Glasner, der wahrscheinlich nicht mehr auf den Fußballplatz zurückkehren wird, wird derzeit gesucht. Ried-Manager Stefan Reiter muss also kommende Woche schnell handeln und im Rahmen des Rieder Budgets zwei Verstärkungen an Land ziehen. Dabei fallen in den Medien derzeit unter anderem die Namen Christoph Saurer (Rapid), Andreas Schicker und Mario Reiter (Wiener Neustadt). Einer dieser Transfers würde bedeuten, dass auch andere Klubs noch auf dem Transfermarkt aktiv werden müssten. Auch Neuverpflichtungen aus der zweiten Spielklasse sind denkbar: So soll St.Pöltens schussgewaltiger Mittelfeldspieler Lukas Thürauer ein Thema im Innviertel sein.

Offensiverer Mader statt defensiv stabilem Abraham

Der Transfer von Florian Mader zur Austria hat in Ried die Wellen hochgehen lassen. Nicht der Transfer an sich war es, der Fans und Verantwortlichen sauer aufstieß, sondern der Zeitpunkt kurz vor dem Spiel gegen PSV Eindhoven, der einen Knacks ins unumstößliche Wir-Gefühl des oberösterreichischen Vorzeigeklubs brachte. In Wien ist Mader nun einer von vielen Mittelfeldspielern und nicht wenige Fans und Experten wundern sich über die Auswahl des 28jährigen Tirolers. Schließlich hätte man für dieselbe Position bereits Ex-Neustadt-Zehner Alexander Grünwald, mit dem Daxbacher aber offenbar nicht hundertprozentig zufrieden ist. Der ebenfalls kurzzeitig im Gespräch befindliche Tscheche Tomas Abraham (FC Wacker Innsbruck) hätte der Austria vermutlich mehr geholfen als Mader – betrachtet man Flexibilität und Stabilität im violetten Mittelfeld.

Vrsic durch 13 Tore teurer

Anstatt die Defensive im Mittelfeld zu stärken setzen die Veilchen jedoch wieder auf Dynamik. Die Verpflichtung Florian Maders hat wohl auch den Hintergedanken, die Mannschaft bei Standardsituationen zu verstärken. Abgeschlossen ist das Transferprogramm bei der Austria jedoch noch nicht. Olimpija-Ljubljana-Star Dare Vrsic hält sich hartnäckig in der Gerüchteküche. Der Slowene, ein Spieler, der Zlatko Junuzovic ähnelt, wurde der Austria bereits vor einem halben Jahr angeboten. Damals bestand kein Bedarf ihn zu holen, man entschied sich für die Verpflichtung von Nacer Barazite, der seitdem in 27 Pflichtspielen 12 Tore erzielen konnte, davon acht im Europacup. Nun wurde Vrsic erneut zum Thema, jedoch stieg der Preis. Eine logische Folge dessen, dass Vrsic zweimal gegen die Austria traf und seit den ersten Gerüchten um einen möglichen Wechsel nach Wien 13 Tore für die Laibacher erzielte.

Junuzovic und Barazite als mögliche Abgänge

Die Austria-Verantwortlichen halten derzeit alle Augen und Ohren offen, um gegebenenfalls schnell handeln zu können. Denn klar ist auch, dass die Wiener sich nur weiter verstärken werden, wenn ein Spieler abgegeben wird. Zlatko Junuzovic ist natürlich weiterhin ein Kandidat für einen Abgang, auch weil die Formkurve des 23jährigen endlich wieder leicht nach oben zeigt. Es bleibt dabei, dass ein Junuzovic-Transfer nur noch diesen Sommer Geld in die Kassa der Austria spülen würde. Eine Ablösesumme im Winter wäre dann, den Kosten-Nutzen-Faktor betrachtend, wohl zu vernachlässigen. Eine Unbekannte im Transfertheater, wie wir es Ende August immer wieder erleben, ist nun auch noch der Niederländer Barazite. Nachdem er erstmals in einer höchsten Spielklasse „First-Team-Football“ genießt, fiel er Scouts und Trainern in ganz Europa auf. So kickte der 21jährige Hoffnungsträger des FK Austria vorletzte Woche wieder für das niederländische U21-Nationalteam und auch die fünf Tore in den letzten beiden Europacupspielen blieben potentiell interessierten Klubs nicht verborgen. Barazite führt derzeit die Torschützenliste der Europa League Qualifikation mit acht Treffern an – übrigens vor Salzburgs Alan, der bisher sechsmal traf.

Maierhofer ante portas, Rapids Unklarheit über Salihi

In Ried und Wien-Favoriten wird sich also noch etwas tun. Ebenso in Salzburg, das mit Stefan Maierhofer einen Spieler verpflichten wird, der bei den Fans nicht sonderlich hoch im Kurs steht, dessen Ego für den Klub aber nur von Vorteil sein kann. Bei Rapid wartet man indes weiterhin auf konkrete Angebote für Hamdi Salihi, den man im Falle eines Abgangs ersetzen würde. Lukas Kragl würde jedoch mit Sicherheit nicht der einzige Kandidat für eine Salihi-Nachfolge bleiben: Der 21jährige stand für den LASK in der laufenden Saison erst 53 Minuten auf dem Platz, auch ein ausländischer Ersatzmann ist denkbar. Anforderungsprofil: Schnell, härter arbeitend als Salihi, im Idealfall auch am Flügel einsetzbar. Wir halten euch in den nächsten Tagen auf dem Laufenden, was bis zum Ende der Transferzeit am 31.August noch alles passieren kann!

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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