Im Zuge unseres ausführlichen Saisonrückblicks werten wir unsere Effizienzlisten aus, werfen einen Blick auf die Statistiken und betrachten die Tops und Flops der einzelnen... Saisonrückblick SK Sturm: Nach schwachem Frühjahr knapp am Schopp’schen K.O. vorbeigeschrammt

Markus Schopp (SK Sturm Graz)Im Zuge unseres ausführlichen Saisonrückblicks werten wir unsere Effizienzlisten aus, werfen einen Blick auf die Statistiken und betrachten die Tops und Flops der einzelnen Bundesligaklubs. Dabei starten wir von unten nach oben und bewerten die Leistungen der Spieler in der abgelaufenen Saison.

Trotz eines grottenschlechten Frühjahrs qualifizierte sich der SK Sturm Graz noch für den Europacup. Die Grazer erkannten aber die Zeichen der Zeit und rüsteten ihre Mannschaft im bisherigen Sommer 2013 bereits kräftig für die neue Saison auf. In der vergangenen Spielzeit hatte man als Fan eher Grund zum Trübsal blasen, als in Euphorie zu verfallen.

TOP

Richard Sukuta-Pasu – Der „harte Arbeiter für den ganzen Platz“ riss den SK Sturm mit wichtigen Toren immer wieder aus der Bredouille. Insgesamt gelangen dem 23-jährigen Stürmer zwölf Saisontore und auch wenn das Leihgeschäft mit dem SK Sturm nicht fortgesetzt wird, erfüllte der Deutsche in seinem einzigen Jahr in Graz durchaus seinen Zweck.

Florian Kainz – Vor allem im Herbst zeigte Florian Kainz, dass er einer derer ist, die bei Sturm auf Dauer einen Unterschied ausmachen können. Auch wenn er im Frühling im Vergleich zum Herbst abfiel, war Kainz einer der wenigen in einer oft ideenlosen Sturm-Elf, die für Überraschungsmomente sorgen konnten. Nun muss der erst 20-Jährige an seiner Konstanz und am technischen Feinschliff arbeiten.

Nikola Vujadinovic – Der montenegrinische Innenverteidiger spielte defensiv ausreichend gut. Offensiv entpuppte sich der 26-Jährige aber als scharfe Waffe. Mit sieben Toren, zwei Assists und einer Toreinleitung war Vujadinovic der torgefährlichste Abwehrspieler der tipp3 Bundesliga Saison 2012/13.

MAL SO, MAL SO…

Rubin Okotie – Der Neo-Austrianer startete gut in die Saison und versprach eine interessante Facette in Sturms 4-4-2 zu werden. Nachdem man im Winter ein erstes Resümee über den 26-Jährigen zog und sich für das Frühjahr eine weitere Steigerung erwartete, wurde man in der zweiten Saisonhälfte vom Offensivspieler enttäuscht. Okotie wirkte im Frühling auf dem Platz wie in tiefen Schlaf verfallen, kämpfte deutlich weniger, als er im Stande wäre. In seiner Frühjahrsform wäre er keine Verstärkung für die Wiener Austria.

FLOP

Hyballas Umgang mit „Legenden“ – Mario Haas wurde vom exzentrischen Ex-Coach Hyballa auf unrühmliche Art abgesägt. Dies blieb auch den Fans nicht verborgen, die den Trainer via Transparent zu großer Vorsicht in seinem Umgang mit der Sturm-Legende aufforderten. Haas sollte nicht der einzige Alteingesessene sein, der seine Probleme mit Hyballa hatte. Der Deutsche setzte Gratzei unvermittelt auf die Bank, ließ Feldhofer nicht mal in Zeiten größter Personalnöte auflaufen und beäugte auch Haas‘ Freund Martin Ehrenreich mit Argusaugen. Unbegründete Feldzüge wie diese bremsten Hyballa nicht nur in seiner Professionalität, sondern machten ihn auch zu einem leichten Ziel für die Öffentlichkeit.

Markus Schopp – Nachdem Hyballa nach dem 2:2 gegen Mattersburg gehen musste, übernahm Markus Schopp das Ruder auf der Sturm-Trainerbank. Doch der Trainer-Jungspund war völlig überfordert, agierte konzeptlos. Von sechs Spielen verlor Sturm unter Schopp fünf. Der einzige Sieg gelang gegen neun Rieder (3:1) – mit viel Glück. Da die Konkurrenz Sturm wohlgesonnen war und keiner zu einem Lauf ansetzte, war am Ende alles halb so schlimm und Sturm schaffte es, sich als Vierter nach Europa zu spielen. Die Ablöse Schopps durch Darko Milanic war jedoch mehr als notwendig…

RISING STAR

Christian Klem – Defensiv zeigte der 22-jährige Linksverteidiger zwar noch Schwächen, aber in der Offensive erfrischte er das Spiel des SK Sturm durch Dynamik und Esprit. Klem gelangen in seiner ersten vollen Saison als Stammspieler sechs Assists und drei Toreinleitungen. Ähnlich wie Kainz muss er noch an seinem Feinschliff arbeiten, ist jedoch mittel- bis langfristig ein enorm wichtiger Akteur für die Grazer.

DIE TORSCHÜTZEN

12 Tore: Richard Sukuta-Pasu
8 Tore: Rubin Okotie
7 Tore: Nikola Vujadinovic
5 Tore: Imre Szabics
3 Tore: Florian Kainz
2 Tore: David Schloffer, Jürgen Säumel
1 Tor: Manuel Weber, Michael Madl, Andreas Hölzl, Milan Dudic, Serkan Ciftci

DIE ASSISTGEBER

8 Assists: Haris Bukva
6 Assists: Christian Klem
4 Assists: Michael Madl
3 Assists: Florian Kainz, Rubin Okotie, Manuel Weber
2 Assists: Richard Sukuta-Pasu, Nikola Vujadinovic, Tobias Kainz, Andreas Hölzl, Leonhard Kaufmann, Matthias Koch
1 Assist: Imre Szabics, David Schloffer, Darko Bodul, Martin Ehrenreich, Serkan Ciftci, Reinhard Ranftl

DIE “ASSIST-ASSISTS”

7 Assist-Assists: Florian Kainz
3 Assist-Assists: Christian Klem, Imre Szabics, Manuel Weber, Tobias Kainz
2 Assist-Assists: Richard Sukuta-Pasu, Rubin Okotie, Michael Madl, David Schloffer, Christoph Kröpfl
1 Assist-Assist: Haris Bukva, Nikola Vujadinovic, Andreas Hölzl, Jürgen Säumel, Milan Dudic

ENDSTAND IN DER SCORERWERTUNG DER EFFIZIENZ

Die Scorerwertung der Effizienz beinhaltet Tore, Assists und Toreinleitungen (Assist-Assists) und bestimmt nach einem festgelegten Punkteschlüssel, wie schwer ein Treffer zu erzielen war, wie kompliziert ein Assist war und ob ein Tor entscheidend war oder nicht. Genauere Infos über die abseits.at Scorerwertung der Effizienz und den Endstand zur Saison 2012/13 findet ihr hier.

Format: Gesamtpunktzahl (Punkte für Tore / Punkte für Assists und Assist-Assists)

40,14 (34,15/5,99) – Richard Sukuta-Pasu
31,96 (21,85/10,11) – Rubin Okotie
29,10 (8,42/20,68) – Florian Kainz
19,27 (14,31/4,96) – Nikola Vujadinovic
18,82 (0,00/18,82) – Christian Klem
18,45 (10,38/8,07) – Imre Szabics
16,98 (0,00/16,98) – Haris Bukva
13,91 (2,01/11,90) – Manuel Weber
11,81 (2,25/9,56) – Michael Madl
10,32 (0,00/10,32) – Tobias Kainz
8,71 (4,51/4,20) – David Schloffer
8,49 (1,80/6,69) – Andreas Hölzl
7,02 (0,00/7,02) – Leonhard Kaufmann
6,38 (0,00/6,38) – Matthias Koch
6,30 (4,00/2,30) – Jürgen Säumel
3,96 (1,26/2,70) – Serkan Ciftci
* 3,60 (0,00/3,60) – Darko Bodul
3,27 (1,80/1,47) – Milan Dudic
3,15 (0,00/3,15) – Martin Ehrenreich
3,07 (0,00/3,07) – Christoph Kröpfl
2,30 (0,00/2,30) – Reinhard Ranftl

* verließ den Verein während der Saison

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen