Ein 3:0-Sieg in Montenegro, ein 4:1-Sieg in Lettland – für Austria Wien und Red Bull Salzburg – auf internationaler Ebene erzwungenermaßen „FC Salzburg“ –... Salzburg und Austria vor Pflichtübungen auf dem Weg zu einem besseren Koeffizienten

Ein 3:0-Sieg in Montenegro, ein 4:1-Sieg in Lettland – für Austria Wien und Red Bull Salzburg – auf internationaler Ebene erzwungenermaßen „FC Salzburg“ – wird in den heutigen Rückspielen zum ersten Europacupauftritt des Jahres nichts mehr anbrennen. Was wird auf die beiden österreichischen Vertreter zukommen und wieso sind die Spiele dennoch sehr wichtig für den heimischen Fußball?

Die Austria und Salzburg haben gegen Rudar Pljevlja und Metalurgs Liepaja die Gelegenheit ein wenig zu rotieren, Ersatzspielern zu Spielpraxis zu verhelfen. Und auch wenn die Teams zu 99,9% nichts mehr anbrennen lassen werden, sollten sie zusehen, dass sie auch jeweils das Rückspiel gegen ihre Auftaktgegner gewinnen. Einerseits weil es im Rahmen der Fünfjahreswertung für Österreich sehr wichtig ist, zumal der heimische Fußball vorsichtig an einem zweiten Champions-League-Qualifikationsplatz in zwei Jahren schnuppert. Andererseits, und das wird oft übersehen, weil eine saubere Qualifikation auch wichtige Auswirkungen auf den Klubkoeffizienten haben kann, der bestimmt, ob ein Team auf lange Sicht gesehen in späteren Runden gesetzt ist oder nicht. Hie und da einen niedriger eingestuften Gegner zugelost zu bekommen, kann manchmal genauso wertvoll sein, wie eine Qualifikationsrunde weniger spielen zu müssen.

DIE RED-BULL-AUSRUTSCHERTRADITION

Red Bull Salzburg hat bereits eine kleine Tradition was blamable Ausrutscher in frühen Europacup-Qualifikationsrunden betrifft: 2008/09 verlor das Team nach einem ungefährdeten 4:1-Auswärtssieg das Rückspiel zu Hause gegen Suduva Marijampole mit 0:1. Ein Jahr später mühten sich die „Bullen“ über die Bohemians Dublin, nachdem man zu Hause nur 1:1 spielte und auswärts durch ein spätes Fast-Eigentor der Iren noch den Aufstieg fixierte. Den Vogel schoss die damalige Stevens-Elf allerdings 2010/11 ab, als es nach einem lockeren 5:0-Heimsieg gegen HB Torshavn im Rückspiel auf den Färöer-Inseln eine peinliche 0:1-Niederlage gab. Passiert ist jeweils nichts, Salzburg stieg immer in die nächste Runde auf, aber für die Außendarstellung des Klubs und den Eventcharakter, den seine Eigentümer an den Zuseher vermitteln wollen, sind derartige Pleiten natürlich Gift. Ganz abgesehen davon, dass sie Kanonenfutter für die Häme gegnerischer Fans sind. Heuer wird dies Salzburg allerdings nicht passieren. Das Team verhält sich unter Ricardo Moniz bisher zu diszipliniert, um eine solche Blamage zulassen zu können. Zudem sind einige der „Leichtfüße“ der letzten Jahre keine Kaderbestandteile des FC Red Bull Salzburg mehr.

RUDAR NOCH NICHT IM SAFT – AUSTRIA ROTIERT

Bei der Austria sind die Vorzeichen nicht großartig anders – nur dass die Wiener in frühen Europacuprunden stets sattelfester agieren als Salzburg. Nach dem 3:0 aus dem Hinspiel kann man entspannt ins Heimspiel gegen Rudar Pljevlja aus Montenegro gehen. Trainer Daxbacher kündigte bereits an, neue Spieler probieren zu wollen, etwa den wiedergenesenen Alexander Grünwald, der hiermit zu seinem Debüt in Violett kommen soll. Im Angriff dürften Nacer Barazite und Tomas Jun beginnen, während Roland Linz eine kleine Auszeit bekommt. In der Abwehr fehlt der erkrankte Georg Margreitter. Auch nicht unwesentlich: Die Austria hat mittlerweile zwei Pflichtspiele in den Beinen, während die montenegrinische Meisterschaft für Rudar erst am 6.August startet. Der Gegner ist also gerade in der Hochphase der Saisonvorbereitung – und da läuft es sich naturgemäß etwas hinkend, vor allem gegen ein Team, das die Plagen der Saisonvorbereitung schon hinter sich hat.

DER ABSEITS.AT-WETTTIPP

Wer dem Wetten zugetan ist, hier ein abseits.at-Tipp: Ein Sieg der Salzburger mit mindestens drei Toren Differenz (Handicap -2) und ein Sieg der Austria mit mindestens zwei Toren Differenz (Handicap -1). Diese Konstellation ist angesichts des ausgewechselten Grundcharakters der Salzburger Elf und dem Kräfteverhältnis zwischen der Austria und Rudar Pljevlja in Wechselwirkung mit dem Vorteil durch die Heimfans, durchaus möglich und bringt kombiniert mehr als eine Verdoppelung des Einsatzes.

Daniel Mandl, abseits.at

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Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen