Vergangene Woche besuchte abseits.at erstmals unter dem neuen Trainer Nenad Bjelica das Training der Wiener Violetten. Die erste Bewährungsprobe gegen Oberwart kurz nach dem... So lässt Nenad Bjelica trainieren – und so schickt er seine Mannschaft gegen die Admira aufs Feld!

Nenad BjelicaVergangene Woche besuchte abseits.at erstmals unter dem neuen Trainer Nenad Bjelica das Training der Wiener Violetten. Die erste Bewährungsprobe gegen Oberwart kurz nach dem Training, verlief bereits positiv. Heute wartet gegen die Admira der erste Bundesliga-Härtetest. Wie lässt Nenad Bjelica also vor einem Spiel trainieren?

Anwesende Spieler

Das Trainerteam um Nenad Bjelica hatte beinahe den gesamten Kader der Veilchen zur Verfügung. Einzig Tomas Simkovic muss nach wie vor verletzt passen. Zudem absolvierten Roman Kienast (mit Florian Grabner) und Kaja Rogulj (mit Martin Mayer) jeweils Individualprogramme (Stand 11.Juli).

Der Trainingsablauf

Zu Beginn wärmten sich die Spieler durch Runden um das Feld sowie einer kurzen Hösche auf. Danach wurde gedehnt und Bjelica bat die Spieler zu einer kurzen Ansprache in die Mitte des Platzes. Nach etwa zehn Minuten war der Beginn des Trainings abgeschlossen

Danach bildeten sich folgende zwei Gruppen, die dann eine „lange“ Hösche spielten (ca. zwölf Minuten): Die Gruppe, die unter den Augen des Cheftrainers spielte bestand aus: Okotie, Ortlechner, Murg, Stankovic, Gorgon, Spiridonovic, Holland, Dilaver, Royer und Suttner.

Co-Trainer Rene Poms beaufsichtigte den Rest der Mannschaft, konkret: Wimmer, Rotpuller, Vrsic, A. Grünwald, Jun, Ramsebner, Hosiner, Mader, Leovac und Koch.

Hierbei galt es den Ball mit lediglich einer Ballberührung weiterzuspielen.

Als dritter Programmpunkt standen einige Laufübungen auf dem Programm, die im Übrigen von Poms geleitet wurden. Hierbei galt es kleine Parcours zu überwinden, wobei die Intensität beständig gesteigert wurde.

Nun war es an der Zeit das Passspiel zu trainieren. In Duos mussten sich die Spieler die Bälle auf rund 30 Meter zuspielen. Dieser Teil der Einheit dauerte nur etwa fünf Minuten.

Der Höhepunkt fand etwa ab der Halbzeit des Trainings, also einer halben Stunde, statt. Die jeweiligen Außenverteidiger (also Koch/ Dilaver auf rechts bzw. Suttner/ Leovac auf links) flankten den Ball abwechselnd ins Zentrum, während je zwei Angreifer in den Strafraum stürmten und einer von den beiden den Ball mit einem Kontakt zu versenken hatte.

Die Zielvorgabe für das Team lautete 16 Treffer auf diese Art und Weise zu erzielen. Zur Halbzeit der Übung (es begann die rechte Seite) stand man bei lediglich sieben Toren.

Aber da man mit Suttner über einen der besten Flankenspieler Österreichs verfügt, konnten im zweiten Teil die benötigten Treffer erzielt werden, sodass die Mannschaft die drohenden Liegestütze abwenden konnte. Dafür mussten die unterlegenen Torhüter (Lindner, P. Grünwald, Kardum) diese absolvieren.

Nun wurde die Passübung wiederholt, wobei durch den böigen Wind nicht alle Anspiele ihr Ziel fanden – und eines sogar den Autor des Artikels traf, der sich am Spielfeldrand postiert hatte… dem Passgeber muss man aber zu Gute halten, dass sein Partner kaum fünf Meter entfernt stand.

Zum Abschluss des Trainings zersplitterte die Gruppe, wobei sich einige an Standards versuchten (die trainierten Elfmeter sollten gegen Oberwart allerdings keine spielentscheidende Rolle spielen) und einige noch mit dem Ball herumalberten.

Nach gut einer Stunde war das Training beendet.

Das Tormanntraining

Parallel zum Mannschaftstraining absolvierten die Tormänner mit Tormanntrainer Franz Gruber ihr eigenes Programm, wobei diesmal klar die hohen Bälle im Fokus standen. Mit Pylonen wurden die Mit- bzw. Gegenspieler simuliert, gegen die sich der Tormann behaupten muss. Nach Ende des Trainings war P. Grünwald auch der Letzte, der noch am Platz blieb und mit Gruber weiterarbeitete.

Fazit

Die Intensität war aufgrund des bevorstehenden Saisonauftakts zwar überschaubar, aber die Konzentration ließ für einen Außenstehenden nichts zu wünschen übrig.

Ob die Vorbereitung erfolgreich war, wird sich wohl erstmals heute zeigen. Immerhin stehen bereits im Juli und August neben dem Cup und der Meisterschaft die so herbei gesehnten Qualifikationsspiele für die Champions League auf dem Programm. Eine frühe Hochform wäre für die Favoritner also gewiss kein Nachteil.

Bjelica verrät Aufstellung

Abwechslungsreichtum ist unter Nenad Bjelica zumindest im Training Programm. Vor dem Spiel gegen die Admira verriet der neue Coach des Meisters aber auch schon seine erste Elf, die er in einem Ligaspiel auf den Platz schicken wird. Simkovic, Kienast und Vrsic fallen weiterhin aus. Bjelica wird im Laufe der Saison zwischen einem 4-2-3-1 und einem 4-3-3-System variieren und gegen die Admira folgende Mannschaft aufs Feld schicken:

Lindner – Dilaver, Rogulj, Ortlechner, Suttner – Mader, Holland, A.Grünwald – Gorgon, Hosiner, Jun.

Wettquoten tipp3

1: 1,25 – X: 4,50 – 2: 7,00 | jetzt wetten!

Patrick Redl, abseits.at

Patrick Redl