In der elften Runde der österreichischen Bundesliga trennten sich die Wiener Austria und Sturm mit einem 1:1 Unentschieden voneinander. Im Folgenden sollen die... Spielerbewertung Austria vs. Sturm: Zulj und die Torhüter die Besten

 

In der elften Runde der österreichischen Bundesliga trennten sich die Wiener Austria und Sturm mit einem 1:1 Unentschieden voneinander. Im Folgenden sollen die Spieler der beiden Mannschaften näher betrachtet werden.

Notenschlüssel:
1= sehr schwach
10 = sehr stark
0 = zu kurz eingesetzt

FK Austria Wien

Patrick Pentz 9

Der U21-Nationaltorhüter machte ein starkes Spiel und bewahrte mit seinen sieben Paraden seine Mannschaften einige Male vor weiteren Verlusttreffern, wobei darunter auch einige Großchancen waren, die er erfolgreich vereiteln konnte. Auch seine Passgenauigkeit war mit knapp 80 Prozent gut und er konnte da auch seine Stärken mit dem Fuß unter Beweis stellen.

Florian Klein 6

Der routinierte Rechtsverteidiger erbrachte insgesamt eine recht solide Leistung, wobei er vor allem in der Defensive seine Glanzlichter hatte und seinen Gegenspieler erneut quasi völlig abmontierte, indem er nicht nur 63 Prozent seiner Zweikämpfe für sich entschied, sondern darüber hinaus auch noch sechs (!) erfolgreiche Tacklings und jeweils drei abgefangene Bälle und klärende Aktionen verbuchen konnte.  In der Offensive wurde er erst im zweiten Durchgang aktiver und rückte weit auf, hatte da auch gute Szenen und die große Chance auf den Siegestreffer kurz vor Schluss, die er jedoch nicht verwerten konnte.

Christian Schoissengeyr 5

Gegen seinen Ex-Verein agierte der Innenverteidiger nicht immer sattelfest und hatte vor allem bei seinem Stellungsspiel und im Nachrücken Probleme, weshalb er in der ersten Halbzeit einige gefährliche Szenen für den Gegner ermöglichte. Auch im Spielaufbau war der Hüne nicht wirklich klar und kam letztlich auf eine Passquote von nur 65 Prozent, wobei er mit einem tollen langen Pass auf Ebner den Ausgleich mustergültig vorbereitete. Am Ende steht eine ausgeglichene Zweikampfbilanz, sieben Ballsicherungen und je drei abgefangene Bälle und klärende Aktionen auf seinem Konto.

Igor 6

Der junge Brasilianer und die Leihgabe von Salzburg hatte zu Beginn zwar auch so manche Wackler in seinem Spiel, allerdings steigerte er sich mit Fortdauer der Partie merklich und war speziell im zweiten Durchgang dann sehr präsent. Daher kam er letztlich auch auf eine starke Zweikampfquote von 75 Prozent, sammelte darüber hinaus auch noch vier Ballsicherungen, drei erfolgreiche Tacklings und je zwei abgefangene Bälle und klärende Aktionen.

Cristian Cuevas 2

Der chilenische Nationalspieler erwischte keinen guten Tag und konnte seine zuletzt starken Leistungen nicht wiederholen. Immer wieder kämpfte er mit Problemen bei seinem Stellungsspiel und  hatte deshalb große Schwierigkeiten seinen schnellen Gegenspieler in den Griff zu bekommen, weshalb er verunsichert wirkte und sich viele Fehler in sein Spiel einschlichen. Auch wenn nicht alles schlecht war was er ablieferte, so war das für seine Möglichkeiten dennoch zu wenig und trug er zur Instabilität einen großen Beitrag, weshalb er auch folgerichtig ausgewechselt wurde.

James Jeggo 8

Erfüllte seinen Part als Ankersechser zum wiederholten Male sehr ordentlich und war mit seiner Präsenz einer der auffälligsten Spieler bei den Veilchen, was vor allem seine starken statistischen Werte unterstreichen. Er kam auf die meisten Ballkontakte bei der Austria, spielte die meisten Pässe (55) und das bei einer starken Passquote von knapp 93 Prozent, aber er kam auch noch auf die zweitmeisten Zuspiele in der gegnerischen Hälfte (36) und davon kamen sogar 95 Prozent seiner Pässe an. Genauso imposant waren seine Werte gegen den Ball, indem er die meisten Zweikämpfe der Violetten führte (13), davon knapp 55 Prozent gewann und darüber hinaus sammelte er auch noch acht Ballsicherungen, je fünf erfolgreiche Tacklings und abgefangene Bälle und vier klärende Aktionen, wodurch er auch gegen den Ball sehr präsent war.

Uros Matic 4

Der serbische Mittelfeldspieler war zwar sehr bemüht und versuchte speziell in der Offensive immer wieder Akzente zu setzen, was ihm einige Male auch durchaus gelang, aber er hatte dafür in der Defensive so seine Probleme Zugriff zu bekommen und kam immer einen Schritt zu spät. In der zweiten Halbzeit wurde er deshalb als Linksverteidiger zurückgezogen, wo er allerdings in der Defensive weiterhin nicht gut aussah, allerdings nach der roten Karte seine Vorzüge in der Offensive vermehrt einbringen konnte.

Alexander Grünwald 6

Der Kapitän der Austria war wie mittlerweile üblich der gefährlichste Mann in der Offensive und wenn es gefährlich wurde, hatte meist der Spielmacher seine Beine im Spiel. So gab er nicht nur die meisten Schüsse seiner Mannschaft ab (5), sondern bereitete mit vier Schlüsselpässen noch weitere Chancen vor. Allerdings leistete er sich auch einige Ungenauigkeiten in seinem Spiel und tat sich speziell in der ersten Halbzeit schwer, seine Kollegen in Stellung zu bringen. Dies wurde nach der Pause besser und da ließ er sich auch vermehrt nach hinten Fallen und kurbelte das Spiel aus der Tiefe an. Bitter für die Austria, dass er sich kurz vor Schluss wohl schwerwiegender Verletzte, was ein herber Verlust für die Mannschaft wäre.

Dominik Prokop 4

Der U21-Nationalspieler tat sich zunächst schwer in die Partie zu kommen, arbeitete sich jedoch mit Fortdauer in das Spiel und wurde dann speziell in der zweiten Halbzeit einer der Aktivposten seiner Mannschaft. Das Problem dabei, er machte aus seinen Ballkontakten und Aktionen einfach viel zu wenig und es sprang dabei kaum etwas Zählbares heraus. Abgesehen von einem Abschluss im ersten Durchgang, kam er weder auf weitere Schüsse auf das Tor, noch bereitete er eine Chance für seine Mitspieler vor, und das obwohl er sehr oft in Strafraumnähe am Ball war. Stattdessen leistete er sich sogar sieben (!) Ballverluste, was mit Abstand der Höchstwert in diesem Spiel war.

Kevin Friesenbichler 5

Hing in der ersten Halbzeit noch völlig in der Luft und nahm kaum am Spiel seiner Mannschaft teil, allerdings leistete er dafür viel Laufarbeit und versuchte so seiner Mannschaft zu helfen. Nach der Halbzeit stand er auf dem richtigen Fleck und erzielte den wichtigen Ausgleich und „erzwang“ auch noch die rote Karte für den Gegner. Allerdings ging im mit Fortdauer die Puste aus und sein Aktionsradius nahm ziemlich rasch wieder ab.

Ewandro 6

Der Brasilianer deutete immer wieder seine technische Klasse an und zeigte dabei auch seine Übersicht, indem er auch mal ballfern den Spieler fand und somit auf kreativer Art und Weise Lösungen finden konnte. Es ging ihm zwar nicht alles auf und er verlor auch einige Bälle, aber speziell im zweiten Durchgang war er sehr präsent und griffig, weshalb er viel Gefahr ausstrahlte und immer wieder versuchte, entscheidende Szenen zu initiieren. Jedoch gingen ihm dann allmählich die Kräfte aus, nachdem es sein erstes Spiel von Anfang an seit einigen Monaten war. Bemerkenswerter Fakt, er gewann alle seine fünf geführten Zweikämpfe und kam darüber hinaus auch noch auf drei erfolgreiche Tacklings.

Thomas Ebner 6

War nach seiner Einwechslung sehr präsent und ging wie gewohnt nicht nur sehr aggressiv in die Zweikämpfe und brachte dadurch Stabilität in die Mannschaft, sondern war auch rundum den Strafraum gefährlich, indem er nicht nur zwei Key-Pässe spielte und somit den Ausgleich vorbereitete, sondern auch eine gute Chance auf einen eigenen Treffer hatte.

Christoph Monschein 0

Zu kurz eingesetzt.

Lucas Venuto 0

Zu kurz eingesetzt.

 

Sturm Graz

Jörg Siebenhandl 9

Wie sein Gegenüber hatte auch er einen tollen Nachmittag erwischt und konnte nicht nur ebenfalls mit sieben Paraden seine Mannschaft vor Gegentoren bewahren, sondern er spielte einige Male auch gut mit und kam da in höchster Not aus seinem Kasten, um Pässe in die Tiefe abzufangen. Noch bemerkenswerter ist allerdings, dass er als Torhüter die meisten Ballkontakte auf dem Spielfeld (!) hatte, was für seine fußballerischen Qualitäten spricht.

Fabian Koch 6

Der Ex-Austrianer war speziell im ersten Durchgang sehr aktiv und beteiligte sich intensiv am Ballbesitzspiel seiner Mannschaft, weshalb er auch auf die zweitmeisten Ballkontakte kam (75) und da eine wichtige Rolle im Spielaufbau einnahm. Allerdings bekam er in der Defensive immer öfter Probleme und hatte da so seine Schwierigkeiten, weshalb er nur auf eine Zweikampfquote von knapp 45 Prozent kam und da oft zu passiv agierte, wie etwa beim Ausgleich, wo er Ebner vorbeiziehen ließ.

Lukas Spendlhofer 6

Der Innenverteidiger machte vor allem im Ballbesitz ein ordentliches Spiel und zeigte da sein gutes Aufbauspiel und seine spielerischen Qualitäten, indem er immer wieder Lösungen fand und sich auch gut bewegte. Auch in der Arbeit gegen den Ball agierte der Defensivspieler recht solide, kam da auf je vier klärende Aktionen und abgefangene Bälle und auf eine ausgeglichene Zweikampfbilanz.

Dario Maresic 6

Was für seinen Kollegen in der Innenverteidigung gilt, war auch beim U21-Nationalspieler der Fall. In der Spieleröffnung agierte der Abwehrspieler sehr sicher und überlegt, zeigte da seine technischen Fertigkeiten und Qualitäten, allerdings war er auch in der Defensive präsent und noch etwas aufmerksamer, kam dadurch auf je sechs Ballsicherungen und klärende Aktionen, drei erfolgreiche Tacklings und zwei abgefangene Bälle.

Stefan Hierländer 3

Durch den großen Fokus auf die rechte Seite, nahm der Kapitän der Grazer nur wenig am Spiel teil und war nicht so präsent, wie man es von ihm üblicherweise gewohnt ist. Dafür agierte er in der ersten Halbzeit in der Defensive noch recht aufmerksam und gewann dadurch knapp 55 Prozent seiner Zweikämpfe. Allerdings schwächte er seine Mannschaft mit einer ungeschickten Aktion und musste dadurch frühzeitig mit einer roten Karte vom Platz.

Markus Lackner 7

Der Sechser der Grazer zeigte vor allem im ersten Durchgang eine richtig gute Leistung, als er durch seine Präsenz und sein gutes Bewegungsspiel sich immer wieder geschickt Freilaufen konnte und damit als wichtige Anspielstation und Verbindungsglied agierte, er aber auch mit einer Passquote von 83 Prozent sehr ballsicher war, was den guten Spielaufbau seiner Mannschaft erst ermöglichte. In der zweiten Halbzeit waren mehr seine Arbeit gegen den Ball gefragt und er konnte da auch seinen Beitrag leisten, indem er letztlich auf neun (!) Ballsicherungen kam.

Philipp Huspek 8

Der Flügelspieler erwischte einen sehr guten Tag und war einer der Aktivposten seiner Mannschaft, indem er über die Seite durch seine Schnelligkeit viel Druck ausüben konnte und so auch den Führungstreffer mit einer tollen Hereingabe mustergültig vorbereitete. Auch danach war der Offensivspieler sehr präsent, kam letztlich auf starke sechs Key Passes und zwei erfolgreiche Dribblings, was seine starke Leistung untermauert. Aber auch in der Defensive arbeitete er vorbildlich mit, gewann da drei Tacklings und fing zusätzlich immerhin zwei Bälle ab.

Peter Zulj 9

Der Mittelfeldspieler zeigte in dieser Begegnung mal wieder, warum er aktuell in der österreichischen Nationalmannschaft gefragt ist, nämlich durch seine Präsenz und Dominanz auf dem Spielfeld. Der Grazer war das Um und Auf seiner Mannschaft und nahezu alle Angriffe liefen über ihn, weshalb er auch mit die meisten Ballkontakte auf dem Feld hatte (75), aber darüber hinaus auch noch auf vier Key-Pässe kam und weitere drei Schüsse selber abgab, wobei er dabei den Führungstreffer seiner Mannschaft erzielen konnte. Des Weiteren bestritt er mit Abstand die meisten Zweikämpfe auf dem Feld (20), gewann davon elf Stück und sammelte auch noch die meisten erfolgreichen Dribblings (4). Alles in allem eine imposante Vorstellung des Mittelfeldspielers.

Otar Kiteishvili 3

Durch den großen Fokus auf die rechte Seite, nahm auch er nur wenig am Spiel teil und war eher als Umschaltspieler nach Ballgewinn gefragt, um das Tempo nach vorne zu erhöhen, weshalb er auch nur etwas mehr als zehn Pässe im Spiel spielte und nur wenige Ballkontakte sammelte. Immerhin gab er dabei vier Torschüsse ab und hatte auch eine Großchance auf das 2:0, die er allerdings vergab.

Lukas Grozurek 3

Der Flügelspieler konnte sich über seine Seite kaum einmal durchsetzen und verlor da viele Zweikämpfe, weshalb auch keiner seiner fünf Dribblingversuche aufging und seine Passquote mit nur 55 Prozent unterdurchschnittlich war. Daher konnte er dem Spiel seinen Stempel nicht wirklich aufdrücken und sein Potenzial auch nicht entfalten.

Phillip Hosiner 4

In der ersten Halbzeit hatte der Stürmer noch einige gute Szenen und war an zwei, drei Chancen direkt beteiligt, wobei er auch immer wieder mit seinen Laufwegen in die Tiefe, wichtige Räume für seine Mitspieler öffnete. In der zweiten Halbzeit tauchte er jedoch völlig unter und konnte seinen guten ersten Durchgang nicht mehr bestätigen, weshalb er auch ausgewechselt wurde, obwohl er in dieser Situation als Konterstürmer prädestiniert gewesen wäre.

Thomas Schrammel 5

Rückte durch den Platzverweis unerwartet in die Mannschaft und machte seine Sache insgesamt recht ordentlich und leistete sich keinen großen Schnitzer, was in der Vergangenheit eines der großen Probleme des Linksverteidigers war.

Emeka Eze 0

Zu kurz eingesetzt.

Sandi Lovric 0

Zu kurz eingesetzt.

Dalibor Babic