Der SK Sturm Graz feierte am Sonntagnachmittag einen glücklichen 2:1-Heimsieg über den SK Rapid. Dabei waren die Defensivspieler der Grazer das Fundament für den... Spielerbewertung STU-SCR: Keine Top-Leistungen auf beiden Seiten

_Deni Alar - SK Sturm Graz

Der SK Sturm Graz feierte am Sonntagnachmittag einen glücklichen 2:1-Heimsieg über den SK Rapid. Dabei waren die Defensivspieler der Grazer das Fundament für den Erfolg. Rapid hadert indes mit seiner „Unserie“.

1 = sehr schwach
10 = sehr gut
0 = zu kurz eingesetzt

SK Sturm Graz

Christian Gratzei 7

Der Torhüter der Grazer spielte eine starke Partie und hatte beim Gegentreffer keine Abwehrmöglichkeit. Bei einem Abschlag zeigte er eine kleine Unsicherheit, stabilisierte aber ansonsten die Abwehr von Sturm.

Charalampos Lykogiannis 6

Der Grieche erzielte mit einem satten Schuss das 2:0, spielte aber vor dem Anschlusstreffer einen katastrophalen Fehlpass. Machte in der Defensive nicht immer den sichersten Eindruck, konnte aber viele Bälle klären.

Christian Schulz 7

Der Verteidiger lieferte sich phasenweise ein Privatduell mit Kvilitaia, welches er aber meist für sich entscheiden konnte. Leistete sich kaum Fehler und agierte gewohnt souverän. Hatte Glück, dass sein Foul an Kvilitaia kurz vor dem 2:0 nicht geahndet wurde.

Lukas Spendlhofer 8

Der zweite Grazer Innenverteidiger war einer der stärksten Spieler am Feld. Er behielt in gefährlichen Situationen die Übersicht, grätschte mehrere Bälle aus der Gefahrenzone und gewann gefühlt jeden Zweikampf.

Fabian Koch 6

Gewohnt souveräne Partie des Rechtsverteidigers, der auf seiner Seite beinahe Nichts anbrennen ließ. In die Offensive konnte er sich jedoch kaum einschalten.

Simon Piesinger 5

Piesinger leistete sich einige Fehlpässe im Aufbauspiel und wirkte stellenweise sehr unsicher am Ball. Er gewann jedoch viele Kopfbälle sowie Zweikämpfe und konnte so die Viererkette entlasten.

James Jeggo 7

Der unermüdliche Australier fungierte als Mittelfeldmotor der Grazer und ging in jeden Zweikampf mit vollem Risiko. Er war der Leithammel im Spiel von Sturm und gab der Mannschaft den Takt vor.

Marc-Andre Schmerböck 4

Der agile Außenspieler startete gut in das Match und hatte mehrere Aktionen zu Beginn. Seine Leistung ließ mit Fortdauer des Spiels aber nach und er konnte keine Akzente mehr setzen.

Baris Atik 4

Diesmal war er jedoch in seinen Aktionen nicht ganz so klar wie letzte Woche und es fehlte ihm das letzte Quäntchen Glück in den entscheidenden Situationen.

Stefan Hierländer 5

Der Mittelfeldspieler hatte einen schweren Stand, konnte aber den Elfmeter in der ersten Hälfte herausholen. Er war meist mit Defensivaufgaben beschäftigt und konnte deshalb nicht viel für das Angriffsspiel bewirken.

Deni Alar 5

Der Stürmer agierte als Rammbock, ging in jedes Duell mit maximalem Einsatz und rannte unermüdlich gegen die Wiener Verteidigung. Er konnte zwar keine Chancen für sich erspielen, verwertete aber den Elfmeter zum 1:0 ganz trocken.

Philipp Huspek 5

Huspek konnte für etwas Entlastung sorgen und gab alles für die Mannschaft im Verteidigungsspiel. Trug seinen Teil zum Sieg der Grazer bei.

Sascha Horvath 0

Der kleine Offensivmann konnte einige Bälle in der gegnerischen Hälfte festmachen, vertändelte aber den Ball zur Großchance auf die 3:1-Entscheidung.

Martin Ovenstad 0

Kam kurz vor Schluss um Zeit von der Uhr zu nehmen.

 

SK Rapid

Tobias Knoflach 5

Es war eine seltsame Partie für den Rapid-Schlussmann. Hatte praktisch nichts zu tun, musste aber dennoch zweimal hinter sich greifen.

Christopher Dibon 6

Einmal mehr der sicherste und verlässlichste Rapid-Verteidiger.

Maximilian Hofmann 5

Defensiv stets bemüht, aber nicht hundertprozentig sattelfest – zudem leider keine große Hilfe im Spielaufbau.

Mario Sonnleitner 5

Glücklose Partie für den Steirer an alter Wirkungsstätte. Verlor zahlreiche Zweikämpfe, fabrizierte im Spielaufbau einige Fehlpässe, kämpfte sich dagegen aber mit einigen guten Balleroberungen Stück für Stück in die Partie zurück.

Mario Pavelic 5

Das Engagement kann man dem Rechtsverteidiger nicht absprechen. Versuchte viel Druck zu machen, stand auch immer sehr hoch – nur leider bleibt es dabei, dass seine Versuche viel zu wenig Zählbares bringen. Es fehlt an Präzision und Selbstverständlichkeit.

Stephan Auer 3

Wenn Rapid das Spiel macht und nicht – wie etwa gegen Salzburg – auf Sicherheit und Kontern aus ist, dann ist Stephan Auer auf der Sechs schlichtweg verschenkt. So auch gegen Sturm.

Stefan Schwab 5

Betrieb insgesamt hohen Aufwand, erkämpfte einige Bälle, ist aber mit dem Ball nicht konkret genug. Teilweise verzettelt er sich, teilweise schlägt er ungenaue Bälle in die Spitze. Er versucht dies zwar immerhin, aber unterm Strich ist das zu wenig.

Andreas Kuen 3

An ihm lief das Spiel völlig vorbei. Konnte keine Präsenz an den Tag legen, verschuldete etwas ungeschickt den (harten) Elfmeter. In dieser Form absolut kein Upgrade zu Thomas Schrammel.

Louis Schaub 4

Bemüht, aber trotzdem viel zu weit weg von der Intensität, die er eigentlich zeigen sollte. Einmal mehr gelang ihm wenig und er schaffte es nicht, das Blatt selbst zu wenden. Bei ihm merkt man die Verkrampftheit derzeit wohl am meisten. Ließ zudem Lykogiannis vor dessen 2:0 völlig ohne Gegenwehr davon spazieren.

Joelinton 7

Weitgehend pass- und ballsicher, nahm die Zweikämpfe an, war der Spieler mit den meisten erfolgreichen Dribblings auf dem Platz. Sein Tor gab Rapid noch einmal Hoffnung.

Giorgi Kvilitaia 6

Arbeitete unermüdlich, eröffnete sich durch gute Laufwege bei Standards Tormöglichkeiten – einzig das Glück fehlt dem Georgier noch. Zwei Bälle fanden haarscharf nicht den Weg ins Tor, das Elferfoul von Schulz wurde ebenfalls nicht gepfiffen. Irgendwann kommt auch bei ihm das Glück wieder.

Steffen Hofmann 6

Verglichen mit früher spielte der Kapitän eine eher unauffällige Partie, allerdings war er gerade in der Schlussphase wichtig für die Grün-Weißen. Er hatte die höchste Passquote aller Spieler auf dem Feld, sorgte durch sein Direktspiel für kürzere Ballbesitzzeiten, bereitete Joelintons Tor vor. Unspektakulär, aber schnörkellos.

Thomas Schrammel 6

Auch der Linksverteidiger brachte Schwung mit. Seine guten Flanken sorgten immer wieder für Gefahr und auch er versuchte das Spiel direkter anzulegen und nicht zu viel „hinten rum“ zu spielen.

Christoph Schösswendter 0

Der „Stoßstürmer“ konnte in seinen 13 gespielten Minuten nichts mehr bewegen.

Thomas Schützenhöfer & Daniel Mandl, abseits.at

Thomas Schützenhöfer