Der SK Sturm konnte das Heimspiel gegen die Admira durch einen späten Treffer knapp für sich entscheiden. Durch die gleichzeitigen Niederlagen der Wiener Austria... Spielerbewertungen SK Sturm – Admira: Joker Zulechner entscheidet Partie

_Philipp Zulechner - FK AUstria WienDer SK Sturm konnte das Heimspiel gegen die Admira durch einen späten Treffer knapp für sich entscheiden. Durch die gleichzeitigen Niederlagen der Wiener Austria und von Altach haben die Grazer nicht nur das Europa-Cup-Ticket fix in der Tasche, sondern auch noch gute Chancen, die Saison als Vizemeister abzuschließen. Die Admira hingegen kann am letzten Spieltag noch auf Platz sechs zurückrutschen und von Rapid eingeholt werden.

SK Sturm Graz

Christian Gratzei 6
Nach seiner Vertragsverlängerung um ein Jahr, bot der Grazer Schlussmann eine fehlerfreie Leistung. Beim Gegentreffer war er machtlos und da die Admira zweimal am Aluminium scheiterte bzw. die meisten Schüsse neben das Tor setzte, hatte er recht wenig zu halten.

Charalampos Lykogiannis 4
Eine durchwachsene Vorstellung des Außenverteidigers. Seine Vorstöße waren oft gefährlich, sein Passspiel ganz ansehnlich, aber sein Abwehrverhalten in der Drangphase der Admira war sehr dürftig.

Christian Schulz 5
Der Routinier zeigte eine durchschnittliche Leistung, bei der er sich keine groben Fehler erlaubte und ein starkes Stellungsspiel an den Tag legte. Für den Spielaufbau tat er etwas zu wenig und war bei den hohen Hereingaben des Gegners nicht immer ganz im Bilde.

Lukas Spendlhofer 6
Defensiv stand der Abwehrrecke hoch konzentriert, hatte aber ein kurzes Blackout, als er einen Admiraner im Strafraum bei einem Klärungsversuch am Bein traf; es gab keinen Elfer. Seine hohen Bälle waren sehr genau gespielt und er konnte einige Bälle früh abfangen.

Fabian Koch 7
Der Außenverteidiger konnte auf seiner Position ordentlich Druck nach vorne machen und drei gefährliche Flanke zur Mitte bringen. Defensiv hatte er kaum Probleme mit Bajrami und auch im Passspiel war es eine grundsolide Vorstellung von ihm.

Simon Piesinger 4
Ein Tor wär`s gewesen für ihn; Leitner und seine fehlende Präzision hatten aber etwas dagegen. Ansonsten kam er nicht so ganz ins Spiel, verlor einige Bälle, beging viele Fouls und hatte im Zweikampf arge Schwierigkeiten. Einzig seine Klärungsversuche und Tacklings waren erfolgreich.

James Jeggo 5
Der Australier bestach durch seine Pass- und Ballsicherheit, hatte in der Defensive aber Probleme und konnte seine Abwehr phasenweise kaum entlasten. Er fing sich in Hälfte zwei und gewann dabei viele Zweikämpfe, konnte jedoch keine Akzente für die Offensive setzen.

Marc-Andre Schmerböck 6
Erneut eine starke Vorstellung des jungen Mannes, dessen Standards äußerst gefährlich zur Mitte kamen. Er spielte zwar teilweise etwas unglücklich und brachte seine Flanken nicht ganz an den Mann, war aber ein ständiger Unruheherd und sorgte für viel Betrieb auf seiner Seite.

Baris Atik 5
Im Gestocher nach zwanzig Minuten schaltete Atik am schnellsten und so konnte er zum 1:0 einschießen. Leider konnte er den Schwung, welchen er durch seinen Treffer mitnahm,  nicht aufrechthalten und wurde so, sehr zu seinem Unmut, nach einer guten Stunde ausgewechselt.

Stefan Hierländer 5
Vor dem 1:0 behauptete er den Ball im Strafraum etwas glücklich und war somit maßgeblich am Treffer beteiligt. Er wurde nach 80 Minuten ausgewechselt, konnte sich aber bis dahin kaum durchsetzen und brachte nur eine brauchbare Flanke zur Mitte.

Deni Alar 5
Der Zielspieler der Grazer leitete das 1:0 durch einen gute Lochpass ein und fand selbst die ein oder andere gefährliche Chance vor. Er agierte dabei recht unglücklich im Abschluss, war aber viel unterwegs, meist anspielbar und gewann den größten Teil seiner Zweikämpfe.

Philipp Zulechner 8
Der Stürmer kam für einen Zweck ins Spiel und diesen erfüllte er mustergültig. Wenn auch etwas glücklich, erzielte er kurz vor Schluss das Siegtor. Mit eisernem Willen ging er in jeden Zweikampf und brachte, salopp formuliert, die Grazer nach Europa.

Sascha Horvath 0
Der scheidende Mittelfeldmann kam kurz vor Schluss ins Spiel und agierte sehr engagiert.

Marvin Potzmann 0
Er kam in der Nachspielzeit in die Partie, um Zeit von der Uhr zu nehmen.

 

Admira Wacker

Andreas Leitner 7
Der Tormann der Niederösterreicher zeigte eine tadellose Leistung, bei der er sich mehrmals auszeichnen konnte und die Grazer beinahe verzweifeln ließ. Bei den Gegentoren war er aber ohne Abwehrmöglichkeit.

Thomas Ebner 4
Vor dem Tor seiner Admira konnte er den Ball gut erobern; dies war aber auch seine einzige gefährliche Offensivaktion im Spiel. Defensiv zeigte er sich zweikampfstark, sah aber, wie seine gesamte Abwehr, bei den Gegentreffern nicht gut aus.

Manuel Maranda 4
Im Zweikampf hatte Maranda oftmals Probleme mit dem robusten Alar und konnte sich ein ums andere Mal nur mit einem Foul behelfen. Im Spielaufbau beließ er es meist nur bei kurzen Pässen. Mittelmäßige Performance von ihm.

Markus Wostry 6
Beim ersten Gegentor sah er etwas unglücklich aus, ansonsten zeigte der Innenverteidiger eine starke Vorstellung. Im Passspiel, im Zweikampf und im Stellungsspiel konnte er überzeugen und war somit der beste Mann im Defensivverbund der Admira.

Stephan Zwierschitz 3
Offensiv hatte Zwierschitz nichts zu melden, defensiv hatte er einen schweren Stand gegen den agilen Schmerböck. Einzig seine Passsicherheit ist positiv hervorzustreichen.

Eldis Bajrami 4
Seine Flanken wurden mehrmals gefährlich, doch er biss sich meist die Finger an Koch aus. Ambitionierte, aber keinesfalls überzeugende Leistung von ihm. Vor allem im Abwehrverhalten besteht bei ihm noch Handlungsbedarf.

Christoph Knasmüller 6
Sowohl gegen als auch mit dem Ball, wusste der Mittelfeldmann zu überzeugen. Seine Dribblings waren oft von Erfolg gekrönt, jedoch war sein größtes Manko in diesem Spiel, dass er selbst nicht gefährlich vor das Tor der Grazer kam.

Daniel Toth 5
Der zentrale Mittelfeldmann scheute keinen Zweikampf, vier begangene bzw. fünf erhaltene Fouls stehen bei ihm zu Buche. Auch im Passspiel eine ganz ansehnliche Leistung von ihm, er kam aber als Spielgestalter kaum zur Geltung.

Markus Lackner 4
Er zeigte sich nicht ganz so stark wie seine Kollegen Toth und Knasmüller und hatte bei hohen Bällen große Probleme. Zwei Abschlüsse verzeichnete er. Defensiv konnte Lackner einige Bälle gut klären.

Maximillian Sax 6
In der ersten Halbzeit hätte er zum Mann des Spieles avancieren können. Gute Torschussvorlagen, ein Tor gemacht und einen Kopfball an die Stange; viel los bei ihm. Nach dem Wiederanpfiff versank er etwas in der Versenkung.

Christoph Monschein 5
Erneut ein Scorerpunkt für ihn; diesmal war es eine Torvorlage, welche er mustergültig querlegte. Ein Tor war ihm dieses Mal nicht vergönnt, sein Ball kullerte haarscharf am Tor vorbei. Im Zweikampf hatte er gegen die robusten Grazer wenig zu melden und in Hälfte zwei war der Stürmer meist auf sich allein gestellt.

Srdjan Spiridonovic 0
Er kam knapp zehn Minuten vor Schluss ins Spiel, mehr als drei Zuspiele zum Mitspieler und einer verunglückten Flanken sprangen bei ihm aber nicht heraus.

Patrick Schmidt 0
Der junge Mann kam kurz nach dem zweiten Gegentreffer ins Spiel, hatte aber keine Aktionen mehr zu verbuchen.

Thomas Schützenhöfer, abseits.at

Thomas Schützenhöfer