Ein Kellerduell, ein Spitzenduell und ein „etatmäßiges“ Topspiel in Graz: Die neunte Runde der tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile hat einiges an Brisanz zu... tipp3 Bundesliga, 9.Runde: Zuerst das Kellerduell, dann das Spitzenduell – Schnittpartien beenden das erste Viertel der Meisterschaft!

Ein Kellerduell, ein Spitzenduell und ein „etatmäßiges“ Topspiel in Graz: Die neunte Runde der tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile hat einiges an Brisanz zu bieten und startet bereits heute um 16 Uhr mit dem Aufeinandertreffen zwischen dem FC Wacker Innsbruck und dem SK Rapid Wien. Mit einem Sieg in Innsbruck könnte Rapid zumindest für knapp zwei Stunden auf Platz 2 der Tabelle vorstoßen.

FC WACKER INNSBRUCK – SK RAPID WIEN
Samstag, 16:00 Uhr | Tivoli | SR Dintar

Die letzten beiden Duelle dieser beiden Teams in Innsbruck wurden zu gegensätzlichen Partien: In der ersten Runde der Saison 2010/11 besiegte Aufsteiger Wacker Innsbruck den SK Rapid mit 4:0, im zweiten Heimspiel kassierten die Innsbrucker allerdings eine 0:3-Heimpleite, bei der Trainerpremiere von Rapid-Interimscoach Zoran Barisic. Diesmal ist ein Unentschieden nicht unwahrscheinlich, zumal der FCW in den letzten sechs Spielen fünfmal remisierte. Beim FC Wacker sind Schreter und Merino fraglich, zudem ist Dakovic verletzt. Ebenfalls weiterhin nicht dabei sind die beiden Rapid-Leihgaben Bergmann und Ildiz, sowie Hinterseer. An der Aufstellung der Innsbrucker wird dies im Vergleich zu den letzten Spielen aber nicht viel verändern. Rapid hat plötzlich wieder mit neuen Verletzungs- und Erkrankungssorgen zu kämpfen: Neben Schrammel und Pichler fehlen nun auch Payer und Heikkinen. Prokopic wurde vorübergehend zu den Amateuren geschickt, dafür wird Guido Burgstaller wieder in den Matchkader rutschen. Wahrscheinlich ist, dass Peter Schöttel das erfolgreiche, dynamische 4-4-2 vom Heimsieg gegen den Kapfenberger SV, mit Gartler und Alar als bewegliche Spitzen, aufs Feld schicken wird.

Der abseits.at-Tipp: Wenn Rapid das 4-4-2 mit „beiden Schnellen“ Drazan und Trimmel aufs Feld schickt, wird es wieder Powerfußball geben. Allerdings mit Sicherheit noch nicht fehlerfrei und so erwarten uns heute einige Tore: 3:2 für Rapid.

SC WIENER NEUSTADT – SV RIED
Samstag, 18:30 Uhr | Stadion Wiener Neustadt | SR Eisner

Die Personalsorgen bei Wiener Neustadt reißen nicht ab. So wird auch Kapitän Simkovic gegen die SV Ried wieder fehlen, Abwehrspieler Madl ist fraglich. Wiener Neustadt, das vergangene Saison keinen einzigen Treffer gegen die Innviertler erzielen konnte, muss daher defensiv wie offensiv improvisieren. Die Rieder müssen neben den Dauerverletzten Hammerer und Karner auch auf Carril und Rotpuller verzichten, haben aber vor allem offensiv die Möglichkeit zu rotieren. Der letzte Sieg des SC Wiener Neustadt gegen die SV Ried datiert am 9.Mai 2010, als beim 2:0 noch Aigner und Sadovic trafen. Bei den Riedern wird Guillem, der in der Vorsaison vier Tore gegen Wiener Neustadt erzielen konnte, wohl nur auf der Bank Platz nehmen.

Der abseits.at-Tipp: Paul Gludovatz wird sich gegen die junge Wiener Neustädter Mannschaft die richtige Taktik zurechtlegen. Immerhin weiß der Burgenländer nicht nur, wie man mit jungen Spielern arbeitet, sondern auch wie man gegen sie arbeitet. Die SV Ried gewinnt in Niederösterreich mit 2:0.

FK AUSTRIA WIEN – SK STURM GRAZ
Samstag, 18:30 Uhr | Generali-Arena | SR Schüttengruber

Vor kurzem konnte Karl Daxbacher noch aus dem Vollen schöpfen, mittlerweile muss er um den Einsatz von vier Spielern bangen. Vor allem die Defensive könnte durch die Wehwehchen von Margreitter, Leovac und Rogulj durcheinander gewirbelt werden – zudem ist auch der Tscheche Tomas Jun fraglich. Am Grundkonzept der Austria, dem 4-2-3-1 mit dynamischer offensiver Mittelfeldreihe wird dies nichts ändern. Bei Sturm fällt eine ganze Mannschaft aus – nun sind neben acht Verletzten auch noch Weber, Muratovic und Bukva fraglich. Sturm wird daher mindestens mit sieben Spielern auflaufen, die normalerweise nicht zum Stamm gehören. Der 19-jährige Stefan Stangl könnte zu seinen ersten Bundesligaminuten kommen, nachdem er gegen Zestafoni bereits kurz Europacupluft schnuppern durfte und in der ersten Cup-Runde für die Kampfmannschaft spielte und traf.

Der abseits.at-Tipp: In den letzten fünf Jahren endeten etwa 40% aller Spiele zwischen der Austria und Sturm Unentschieden und auch diesmal riecht es nach einer Partie ohne Sieger. Sturm ist enorm ersatzgeschwächt, aber kann dennoch Tore schießen. Die Austria rettete sich zuletzt etwas glücklich über Mattersburg, ist aber noch lange nicht so gefestigt, wie sein könnte. Das Spiel endet 1:1.

KAPFENBERGER SV 1919 – SV MATTERSBURG
Samstag, 18:30 Uhr | Franz-Fekete-Stadion | SR Lechner

Kellerduell in Kapfenberg: Die Kapfenberger werden nahezu mit derselben Mannschaft wie beim 1:5 gegen Rapid auflaufen, bei dem das Team große spielerische und defensive Mängel zur Schau stellte. Auch Mattersburg wird im Vergleich zum letzten Spiel gegen die Austria nicht viel ändern, setzt wieder auf Stürmer Bürger, der von „Freigeist“ Ilco Naumoski unterstützt werden wird. Wir könnten hier eine verkrampfte Partie erleben, in der zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die unbedingt gewinnen müssen. Mattersburg hat bisher keines seiner acht Spiele gewonnen, allerdings auswärts erst einmal verloren, sonst dreimal remisiert. Kapfenberg verließ den Platz in den letzten fünf Ligaspielen als Verlierer. Beide Teams schieden zudem im Cup aus, mussten jeweils in die Verlängerung gegen unterklassige Klubs. Böse Zungen würden dieses Spiel im Vorfeld als Not gegen Elend bezeichnen.

Der abseits.at-Tipp: Mattersburg konnte bisher noch nicht gewinnen – aber wann soll’s sonst klappen, wenn nicht heute. Das Team ist eingespielter als Kapfenberg und hat mehr Klasse, zudem eine Spielphilosophie, die Kapfenberg noch sucht. Die Burgenländer gewinnen in der Obersteiermark mit 1:0.

TRENKWALDER ADMIRA – RED BULL SALZBURG
Sonntag, 16:15 Uhr | Südstadt | SR Einwaller

Die Admira ist nun inklusive Cup seit neun Spielen unbesiegt und konnte Teams wie Sturm oder die Austria bezwingen. Mit einem Sieg könnten die Südstädter in der Tabelle mit Red Bull Salzburg gleichziehen – bei einer Niederlage könnte die Elf von Didi Kühbauer aber sogar bis auf den fünften Platz abrutschen. Red Bull Salzburg ist auf nationaler Ebene in der laufenden Saison noch unbesiegt: Von zehn Pflichtspielen inklusive Cup gewann die Truppe von Ricardo Moniz sieben, spielte dreimal Unentschieden und kassierte dabei nur drei Tore. Die Mateschitz-Mannschaft hat mit Stefan Maierhofer einen wichtigen Spieler dazubekommen, der gerade in derartigen Schnittpartien den Unterschied ausmachen kann. Salzburg könnte sich mit einem Sieg in der Südstadt von der Konkurrenz absetzen und wird nicht nur gut geordnet, sondern auch sehr offensiv auftreten. Trotz aller guten, schwarz-roten Ergebnisse der letzten Wochen trifft hier der Aufsteiger auf den Ligakrösus und Vizemeister und es wäre vermessen auch im Spiel gegen die Roten Bullen ein kleines Fußballwunder von der Admira zu erwarten.

Der abseits.at-Tipp: Erste Niederlage für die Admira nach sieben Ligaspielen ohne Niederlage – Red Bull Salzburg setzt sich mit 3:1 durch!

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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