Mit der 18.Runde der tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile wird die erste Hälfte der Saison 2011/12 abgeschlossen. Bereits am Samstagnachmittag kann der SK Rapid... tipp3 Bundesliga Vorschau, 18.Runde – Gibt es einen Führungswechsel vor der letzten Herbstrunde?

Mit der 18.Runde der tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile wird die erste Hälfte der Saison 2011/12 abgeschlossen. Bereits am Samstagnachmittag kann der SK Rapid mit einem Sieg über Wacker Innsbruck kurzfristig die Tabellenspitze erobern. Die großen Teams, Austria und Red Bull Salzburg, haben mit Sturm und der Admira zwei harte Gegner um nachzuziehen. Weiterhin für die Winterkrone gut: Die SV Ried  – diese ist nämlich gegen den SC Wiener Neustadt klarer Favorit.

SK Rapid Wien – FC Wacker Innsbruck

Samstag, 10.12.2011, 16:00 Uhr | Hanappi-Stadion | SR Drachta

Im Spiel Rapid gegen Wacker Innsbruck geht es zwar für beide Mannschaften um wichtige Punkte, jedoch sind die Erwartungshaltungen nicht zu vergleichen. Rapid könnte mit einem Sieg den Rest des Führungsquartetts unter Druck setzen und sich vorübergehend an die Tabellenspitze setzen, Wacker muss Wr.Neustadt, das nur einen Punkt hinter den Tirolern liegt, auf Distanz halten. Bei Rapid fehlen Prokopic (Nebenhöhlen-Operation) sowie die Langzeitverletzten Jan Novota und Thomas Schrammel. Der 24-jährige Außenverteidiger erholt sich nach seinem Kreuzbandriss immer besser und will im neuen Jahr wieder mit dem Aufbautraining beginnen. Novota hat seine Gesichtsverletzung ebenfalls fast auskuriert, ihm fehlt aber noch die nötige Spielpraxis und Sicherheit. Im Tor der Hütteldorfer wird wieder Lukas Königshofer stehen, der Helge Payer den Status als Nummer 1 endgültig streitig gemacht haben dürfte. Bei den Innsbruckern fehlen Löffler und Harding (beide verletzt), bis auf diese beiden Ausfälle kann Coach Walter Kogler aber aus dem Vollen schöpfen. Die Statistik spricht gegen Wacker: Rapid hat die letzten zehn Heimspiele gegen die Tiroler nicht verloren (6 Siege, 4 Unentschieden), der letzte Sieg der Innsbrucker in Hütteldorf liegt fast zehn Jahre zurück. Das erste Duell der Saison gewann Rapid in Innsbruck klar mit 3:0.

Man to watch: Harald Pichler. Der 24-jährige Innenverteidiger wechselte erst im vergangenen Sommer von Wacker zu Rapid. Peter Schöttel bezeichnete ihn von Anfang an als Wunschspieler. Obwohl ihm Fans und Öffentlichkeit nicht zutrauten, sich auf Anhieb einen Stammplatz zu erkämpfen, mauserte er sich im ersten Halbjahr zum heimlichen Abwehrchef der Hütteldorfer und verdrängte Ragnvald Soma auf die Bank.

 

SK Sturm Graz – FK Austria Wien

Samstag, 10.12.2011, 18:30 Uhr | UPC-Arena | SR Schörgenhofer

Das beste Heimteam der Liga gegen das beste Auswärtsteam der Liga – orientiert man sich an der Statistik, wird dieses Spiel ein echter Kracher. Auch wenn man sich die namentliche Paarung ansieht, könnte man von einem Spitzenspiel ausgehen. Ein Blick auf die Tabelle zeigt aber, dass Anspruch und Wirklichkeit derzeit bei Sturm weit auseinander liegen. Der amtierende Meister liegt nur auf Platz sechs in der Tabelle, ein Sieg gegen die Austria wäre deshalb extrem wichtig, um an der Spitzengruppe dran zu bleiben. Die Grazer plagen aber wieder einmal schwere Verletzungssorgen. Neben Szabics, Säumel, Weinberger, Hölzl und Gratzei fehlt nun auch Feldhofer. Die Innenverteidigung wird aller Voraussicht nach deshalb von Dudic und dem jungen Florian Neuhold gebildet. Karl Daxbacher muss ebenfalls in der Verteidigung improvisieren: mit Rogulj, Margreitter und Ortlechner fallen drei etatmäßige Innenverteidiger aus. Der Coach schenkt mit Dilaver und Wallner einer extrem jungen Paarung das Vertrauen im Zentrum. Die Austria kämpft gegen einen Negativlauf an, von den letzten sieben Bundesligaspielen wurde nur eines gewonnen (3:0 gegen die Admira). Sturm hat zwar eine gute Heimbilanz in diesem Jahr, die Statistik gegen die Austria ist allerdings beängstigend. Der letzten Heimsieg über die Violetten gelang den Grazern im August 2006.

Man to watch: Manuel Wallner. Der Youngster rutscht dank der Verletzungen der drei Innenverteidiger in die Austria – Mannschaft. Ein richtungsweisendes Spiel für Wallner, der noch keinen neuen Vertrag über die aktuelle Saison hinaus hat. Mit Kienast und Bodul warten auf den 23-Jährigen echte Kaliber.

 

SV Mattersburg – Kapfenberger SV 1919

Samstag, 10.12.2011, 18:30 Uhr | Pappelstadion | SR Gangl

Abstiegskampf pur! Für beide Teams gilt die Maxime „verlieren verboten“. Kapfenberg befindet sich in der klar schlechteren Ausgangsposition. Einerseits, weil die Falken auswärts antreten müssen, andererseits, weil sie aktuell die rote Laterne des Tabellenletzten mit sich herumtragen müssen. Hoffnung schöpfen die Steirer aus dem oft beschworenen Trainereffekt. Im ersten Spiel unter Neo-Coach Thomas von Heesen gelang den Kapfenbergern zu Hause gegen Rapid ein glückliches 0:0. Auf Fußballkunst der höchsten Stufe sollten sich die Zuschauer jedenfalls nicht gefasst machen. Beide Teams stehen mit dem Rücken zur Wand und sind für ihre harte Spielweise bekannt. Zudem trifft im Pappelstadion das schwächste Heimteam (Mattersburg) auf die schlechteste Auswärtsmannschaft der Liga (Kapfenberg). Kapfenberg erzielte in dieser Saison auswärts erst drei Tore. Für mehr Treffer soll diesmal Michael Gregoritsch sorgen. Nachdem Papa Werner zurückgetreten ist, scheint der Sohnemann unter Thomas von Heesen wieder gesetzt zu sein. Verzichten muss der deutsche Coach auf den verletzten Pavlov und den gesperrten Taboga, Mattersburg muss Schartner, Doleschal und Spuller vorgeben. Das erste Duell der Saison gewann Kapfenberg vor eigenem Publikum denkbar knapp mit 1:0.

Man to watch: Michael Gregoritsch. Der 17-jährige Stürmer, der bereits einen Vorvertrag in Hoffenheim unterschrieben hat, litt oftmals unter Anschuldigungen, er würde nur deshalb spielen, weil sein Vater Trainer sei. Auch mit den Fans gab es immer wieder Scharmützel. Das soll jetzt alles vergessen sein, ab jetzt will der 1,91m-Mann wieder in Form von Toren für Schlagzeilen sorgen.

 

SV Ried – SC Wiener Neustadt

Samstag, 10.12.2011, 18:30 Uhr | Keine-Sorgen-Arena | SR Eisner

Die SV Ried ist noch immer voll im Rennen um den Herbstmeistertitel, Wiener Neustadt liegt nach 17 Runden nur sensationelle neun Punkte hinter dem Tabellenführer. Vor der Saison als Fixabsteiger gehandelt, sammelten die Männer von Peter Stöger die Punkte wie die Eichhörnchen die Nüsse im Winter und stehen somit nach der ersten Hälfte der Saison hervorragend da. Gegen die Rieder soll das nächste Erfolgserlebnis her. Bei der Mission Punktgewinn kann Staubsauger Mario Reiter wegen Adduktorenproblemen allerdings nicht mitwirken. Bei Ried fehlen die Langzeitverletzten Hammerer und Karner weiterhin verletzt, Jan-Marc Riegler meldete sich unter der Woche mit einer Gastritis ebenfalls nicht einsatzfähig. Die Oberösterreicher bauen wieder auf Marco Meilinger, der seit seinem Wechsel von den Red Bull Juniors nach Ried starke Leistungen zeigte und bereits zwei Tore erzielte. Doch nicht nur Meilinger, die gesamte Rieder Mannschaft befindet sich in einem Hoch. Seit sieben Spielen ist die Truppe von Paul Gludovatz ungeschlagen, Wr. Neustadt hat seit vier Spielen nicht mehr verloren. Ein heißer Tanz ist garantiert. Das erste Duell der Saison endete mit einem 2:2.

Man to watch: Tomas Simkovic. Der Kapitän des SC Wiener Neustadt ließ unter der Woche mit der Aussage aufhorchen, er würde gerne wieder zur Wiener Austria zurückkehren. Sollten die Violetten den einen oder anderen Leistungsträger verlieren, könnte sich tatsächlich ein solcher Wechsel anbahnen. Simkovic sollte sich bis dahin aber doch noch auf den Fußball und Wiener Neustadt konzentrieren. Man darf gespannt sein, ob ihm das bereits gegen Ried gelingt.

 

Red Bull Salzburg – FC Trenkwalder Admira

Sonntag, 11.12.2011, 16:00 Uhr | Red-Bull-Arena | SR Lechner

Das Spitzenspiel der Runde steigt in Salzburg. Die Tabellennachbarn Salzburg und Admira müssen beide gewinnen, um noch eine Chance auf den Winterkönig zu haben. Die Niederösterreicher erweckten in den letzten Spielen den Eindruck, als ob dem jungen Team nach dem furiosen Start gegen Ende der Hinrunde etwas die Luft ausgehen würde. Ein Gefühl, das die Salzburger wohl kaum kennen dürften. Trotz Doppelbelastung mit Liga und Europa League verfügen die Mozartstädter über eine derart hohe Kaderdichte, dass kein Spieler müde sein dürfte. Bei Salzburg ist der Einsatz von Franz Schiemer nach seinem Muskelfaserriss fraglich, Alan fehlt der Mannschaft nach seinem Kreuzbandriss weiterhin. Sonst kann Ricardo Moniz aber auf alle Kaderspieler zurückgreifen. Somit hat der Niederländer wieder einmal die Qual der Wahl. Sein Gegenüber Didi Kühbauer muss ohne Ledezma, Palla, Windbichler und Mevoungou auskommen (alle verletzt). Die Admiraner stehen vor einer schweren Aufgabe, Salzburg ist in dieser Saison in der Red-Bull-Arena noch ungeschlagen und erhielt erst drei Gegentore. Erschwerend kommt hinzu, dass die Admira auswärts heuer erst einmal gewinnen konnte – das dafür eindrucksvoll: die Austria wurde mit 4:2 aus dem eigenen Stadion geschossen. Philipp Hosiner, der auch diesmal von Beginn an stürmen wird, schoss die Violetten damals mit drei Treffern praktisch im Alleingang ab. Das erste Saisonduell entschied die Admira in der Südstadt mit 2:1 für sich.

Man to watch: Alexander Walke. Dass Kontinuität in Salzburg nicht gerade groß geschrieben wird, ist nichts Neues. Umso mehr wird Alexander Walke wissen, dass er sich keine Fehler erlauben darf. Mit Eddie Gustafsson hat der Deutsche den ehemaligen Kapitän und Publikumsliebling im Nacken. Moniz bewies schon des Öfteren, dass er kein Problem mit unpopulären Wechseln hat. Halten die Nerven?

Archimedes, abseits.at

Archimedes