In der 23.Runde der tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile gibt es mit Rapid gegen Ried ein direktes Spitzenspiel, dazu das Steirer Derby zwischen Kapfenberg... tipp3 Bundesliga Vorschau, 23.Runde: Gelingt Kapfenberg im Derby der nächste Coup?

In der 23.Runde der tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile gibt es mit Rapid gegen Ried ein direktes Spitzenspiel, dazu das Steirer Derby zwischen Kapfenberg und Sturm Graz, sowie einige Duelle, bei denen die „Großen“ durchaus ins Straucheln geraten könnten. Wir haben die komplette Vorschau auf die nächste Runde!

 

SK Rapid Wien – SV Ried

Samstag, 16:00 Uhr | Gerhard-Hanappi-Stadion | SR Schörgenhofer

Der SK Rapid muss wieder treffen – und zwar gleich heute gegen die SV Ried. Andernfalls wackelt die Tabellenführung ganz gewaltig. Wer für die Tore sorgen soll, ist bei Grün-Weiß noch nicht ganz klar. Guido Burgstaller entpuppte sich zuletzt als wenig torgefährlich, der linke Flügelspieler Christopher Drazan enttäuschte. Daher ist es gut möglich, dass Burgstaller auf den Flügel rückt und Ex-Rieder Atdhe Nuhiu als Solospitze aufgeboten wird. Peter Schöttel kann aus dem Vollen schöpfen, muss keine Spieler vorgeben. Anders als Paul Gludovatz, der auf Rotpuller, Carril und den rekonvaleszenten Hammerer verzichten muss. Im Angriff wird wieder Nacho Casanova statt des formschwachen Guillem spielen, nach drei Niederlagen in Serie möchte Ried ausgerechnet im Hanappi-Stadion, wo man im Cup gewinnen konnte, wieder zurück auf die Siegerstraße finden. Eine Serie reißt heute auf jeden Fall: Rapid spielte im bisherigen Frühjahr dreimal Remis, Ried verlor dreimal – egal ob es einen Sieger gibt oder nicht: Das nächste Ergebnis wird für eines der beiden Teams „fremd“ sein.

Gelbgefährdet: Pichler, Prager, Trimmel, Nuhiu, Drazan bzw. Hinum.

Man to watch: Atdhe Nuhiu. Der Ex-Rieder könnte als Speerspitze eine wichtige Rolle im Offensivspiel des SK Rapid einnehmen. Gegen Ried traf Nuhiu übrigens schon zweimal für Rapid.

 

Red Bull Salzburg – SV Mattersburg

Samstag, 18:30 Uhr | Red Bull Arena | SR Harkam

Salzburg-Trainer Ricardo Moniz kann im Heimspiel gegen Mattersburg voraussichtlich dasselbe Team aufbieten, das in Ried mit 1:0 gewinnen konnte. Mattersburg muss sein Erfolgsteam allerdings umstellen, zumal mit Malic und Bürger zwei der wichtigsten Spieler gesperrt sind. Sie werden durch Pöllhuber und Röcher ersetzt. Es ist allerdings auch möglich, dass Franz Lederer aufgrund der Sperre seines Torjägers Patrick Bürger vom 4-4-2 abweicht, um in Salzburg das Mittelfeld-Übergewicht in den Mittelpunkt zu stellen. Red Bull Salzburg konnte in der laufenden Saison noch kein Tor gegen die Burgenländer erzielen, remisierte zu Hause torlos und ging auswärts mit 0:3 unter. Der letzte Sieg gegen Mattersburg gelang im Mai 2011, damals durch einen Last-Minute-Elfmeter des mittlerweile nach Leipzig abgewanderten Roman Wallner.

Gelbgefährdet: Leonardo, Maierhofer bzw. Naumoski, Steiner, Seidl, Höller.

Man to watch: Jonathan Soriano. Der 26-jährige Spanier wurde im letzten Spiel gegen die SV Ried auf einer Spielmacherposition aufgeboten und ist in seinem fünften Pflichtspiel für Red Bull Salzburg gefordert. Ansatzweise erkannte man bereits seine Klasse, aber nun müssen auch Tore her.

 

FC Wacker Innsbruck – FK Austria Wien

Samstag, 18:30 Uhr | Tivoli | SR Drachta

Mit vier Punkten aus den ersten zwei Frühjahrsspielen überzeugte Wacker Innsbruck seine Fans. Vor allem die Leistung beim 2:1 gegen die Admira machte klar, dass Innsbruck im eigenen Stadion im Frühling schwer zu biegen sein wird. Mit einem Heimsieg gegen die Austria wäre Innsbruck nur noch einen Zähler hinter den Wienern und hätte sogar noch ein Spiel weniger als die Elf von Ivica Vastic. Still und leise schielt der FC Wacker also nach oben – und die Austria befindet sich als Tabellenvierter nach der 0:1-Heimschlappe gegen Kapfenberg in einer prekären Lage. Das Team steht unter Druck, hat große Kreativitätsprobleme und muss in Innsbruck gewinnen, um nicht den Anschluss an die Spitze zu verlieren. Vastic wird erneut ein 4-2-3-1 auflaufen lassen, verbannte Hlinka und Linz aus dem Matchkader.

Gelbgefährdet: Schütz, Kofler bzw. A.Grünwald, Ortlechner, Simkovic, Margreitter, Klein.

Man to watch: Tomas Abraham. Es wird viel davon abhängen, wie der ruhende Pol im Mittelfeld des Tiroler 4-1-4-1-Systems die Mitte organisiert. Spielt er gut, hat Innsbruck taktische Vorteile im Mittelfeld und wird zu mehr Tormöglichkeiten kommen als die Wiener Austria.

 

FC Trenkwalder Admira – SC Wiener Neustadt

Samstag, 18:30 Uhr | Südstadt | SR Lechner

Didi Kühbauer muss sein Team umbauen: Nach Plassnegger, Mevoungou und Ouedraogo fallen nun auch Dibon und der gesperrte René Schicker aus. Die Stammelf der Admira muss insgesamt an vier Positionen verändert werden. Nach zehn sieglosen Spielen läuft die Admira Gefahr auf den siebten Rang abzustürzen, wenn es auch gegen den SC Wiener Neustadt keinen vollen Erfolg gibt. Und so unwahrscheinlich gestaltet sich dieses Szenario nicht, denn die disziplinierte Truppe von Kühbauer-Freund Peter Stöger verlor bisher nur jedes zweite Auswärtsspiel, gewann überraschende 30% ihrer Spiele in der Fremde. Stöger kann zudem auf dasselbe Team bauen, das zuletzt Wacker Innsbruck und Rapid jeweils ein 0:0 abtrotzte. Einzig Willi Evseev steht aufgrund eines Knochenbruchs in der Hand nicht bereit.

Gelbgefährdet: Schwab, Ouedraogo, Palla, Windbichler bzw. A.Schicker, Evseev, Stanislaw, Madl, Klapf, D. Wolf, Reiter, Ramsebner.

Man to watch: Patrik Jezek. Es wird wieder Zeit, dass der 35-jährige Routinier, auf den man sich in der Südstadt so verlässt, Zählbares liefert. Seit Oktober hat der Tscheche Ladehemmung, erzielte nur einen Treffer. Die Sicherheit, dass Jezek das Spiel wieder an sich reißen kann, wäre lebensnotwendig für eine angeschlagene Admira-Elf.

 

Kapfenberger SV 1919 – SK Sturm Graz

Sonntag, 16:00 Uhr | Franz-Fekete-Stadion | SR Eisner

Für den KSV 1919 ist seit letzter Woche jedes Spiel ein Endspiel… und das erste Finale in Wien-Favoriten entschied man überraschend für sich. Es herrscht wieder Aufbruchsstimmung in Kapfenberg, das auch im Derby gegen Sturm Graz auf solide Neuverpflichtungen wie Nathan Junior, Gerson und Lovin bauen wird. Es schmerzt einzig der Ausfall von Haruna Babangida, der nach seiner gelb-roten Karte im Derby gesperrt ist. Ebenfalls gesperrt ist Sturms Außenverteidiger Giorgi Popkhadze, der durch Klem ersetzt wird. Franco Foda kann ansonsten auf eine eingespielte Truppe und sein bewährtes 4-4-2 bauen. Zwar ist man in Graz sehr ruhig, was den Tabellenstand betrifft, allerdings ist es sogar im Bereich des Möglichen, dass der Meister am Sonntagabend wieder von der Tabellenspitze lacht. Was jedoch dagegen spricht ist, dass Sturm in der laufenden Saison noch kein einziges Auswärtsspiel gewinnen konnte – und auch in Kapfenberg wird man der Foda-Elf nichts schenken.

Gelbgefährdet: Sharifi, Elsneg, Gregoritsch, Sencar bzw. P.Wolf, Feldhofer.

Man to watch: Nathan Soares Junior. Der 22-jährige Brasilianer zeigte bereits in Wien in Ansätzen seine Qualität. Nun gilt es jedoch diese Leistungen zu bestätigen. Der ehemalige Lettland-Legionär ist ein Schlüsselspieler auf der vermeintlichen Mission Impossible zum Klassenerhalt.

 

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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