Die Austria hat heute in Mattersburg erstmals die Chance sich einen kleinen Polster an der Tabellenspitze herauszuschießen. Doch ein leichtes Unterfangen wird dies nicht,... tipp3 Bundesliga Vorschau, 8.Runde: SV Mattersburg – FK Austria Wien

Die Austria hat heute in Mattersburg erstmals die Chance sich einen kleinen Polster an der Tabellenspitze herauszuschießen. Doch ein leichtes Unterfangen wird dies nicht, denn Mattersburg gab in der laufenden Saison zu Hause noch keinen Punkt ab. Nachdem schon Rapid und Salzburg sehr schwere Spiele zu bewältigen hatten, steht nun auch der Austria eine richtungsweisende Partie bevor.

Mattersburgs Trainer Franz Lederer hat vor allem in der Defensive personelle Sorgen. Farkas verletzte sich im letzten Spiel gegen Rapid vor zwei Wochen, mit Pöllhuber und Steiner fallen zwei Alternativen für die Innenverteidigung aus und zu allem Überfluss ist nun auch der Einsatz von Nedeljko Malic fraglich. Da eine Variante mit Höller auf der rechten Außenverteidigerposition als unwahrscheinlich gilt, dürfte entweder Rath oder Mravac die Farkas-Position einnehmen. Der andere wird links aufgestellt werden. In der Innenverteidigung ist es gut möglich, dass Malic so oder so fit gemacht wird.

Seidl und Lovin zentral, oder Seidl auf rechts?

Das Mittelfeld könnte diesmal sehr asymmetrisch aussehen: Lovin und Prietl könnten in der Zentrale beginnen, aber auch der wichtige Manuel Seidl, selbst ein Spieler, der sehr zentrumlastig agiert, wird spielen. Potzmann auf der linken Seite passt da nicht in das spielerische Muster der anderen Kicker. Seidl könnte also rechts aufgeboten werden – mit Drall zur Mitte. Dies wäre möglich, weil auch Freigeist Ilco Naumoski eher rechtslastig spielt und Seidl mit Naumoski gemeinsam Löcher stopfen könnte. Eine andere Variante wäre die, dass Höller auf der rechten Mittelfeldseite spielt und in der Zentrale Lovin und Seidl für Kompaktheit sorgen. Bürger ist im Sturmzentrum definitiv gesetzt.

Austria: Mögliches Abweichen auf 4-3-2-1?

Die Austria muss weiterhin auf Roman Kienast verzichten, zudem fallen Pascal Grünwald und Martin Harrer aus. Peter Stöger kann in seinem 4-2-3-1-System somit fast auf alle wichtigen Spieler zurückgreifen und hat mit Philipp Hosiner, der im Sturmzentrum beginnen könnte, ein neues As im Ärmel. Während Holland und Simkovic auf der Doppelsechs gesetzt sein sollten und auch Jun und Gorgon auf den Flügeln zum Stammpersonal zählen, ist Dare Vrsic ein Wackelkandidat für das heutige Spiel. Vrsic ist noch nicht dort, wo er sein könnte, braucht noch Zeit. Da wäre es denkbar, dass Alexander Grünwald statt des Slowenen ins Team rückt und die Austria in einem nominellen 4-3-2-1 startet. Dies würde der Handschrift von Peter Stöger ähnlich sehen, da man es gegen Mattersburg mit einem flexiblen Offensivapparat zu tun bekommt. Außerdem wäre es nicht uninteressant zu sehen, wie sich Vrsic in einer derartigen Partie als Joker macht.

Interessante Duelle

In der Abwehr spielen Rogulj und Ortlechner innen, Suttner und Dilaver außen. Besonders interessante Duelle sind dabei Ortlechner vs. Bürger und Suttner vs. Naumoski – diese Pärchen werden sich im Laufe des Spiels häufig über den Weg laufen.

Eine Serie muss reißen

Eine Serie reißt heute sicher: Mattersburg ist saisonübergreifend seit vier Heimspielen ohne Punktverlust (nachdem man davor vier Heimspiele in Folge verlor). Die Austria gewann alle vier Auswärtsspiele der laufenden Saison ohne ein Gegentor zu kassieren. Die Tordifferenz nach vier Spielen in der Fremde beträgt 7:0. Witzige Parallele zur Mattersburg-Statistik: In der letzten Saison verlor die Austria ihre letzten vier Auswärtsspiele.

Mögliche Aufstellungen

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen