Die tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile bietet heute Abend zwei richtungsweisende Nachtragspiele. Einerseits wird sich weisen, ob der Kapfenberger SV 1919 mit breiter Brust... tipp3 Bundesliga Vorschau, Nachtragspiele: Richtungsweisende Partien für Kapfenberg und Salzburg

Die tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile bietet heute Abend zwei richtungsweisende Nachtragspiele. Einerseits wird sich weisen, ob der Kapfenberger SV 1919 mit breiter Brust in die nächsten Aufgaben gehen kann, oder sich bereits jetzt Gedanken über einen nahezu unvermeidbaren Abstieg machen muss. Andererseits hat Red Bull Salzburg die Möglichkeit im Westderby die Weichen für eine perfekte Ausgangsposition für das kommende Spiel gegen den SK Rapid Wien am Samstag zu stellen.

FC Trenkwalder Admira – Kapfenberger SV 1919

Mittwoch, 18:30 Uhr | Südstadt | SR Drachta

Das Duell Admira gegen Kapfenberg sah im Laufe der aktuellen Saison noch keinen Sieger: In der Südstadt gab es ein 1:1 und in Kapfenberg ein 0:0. Doch ein Remis würde diesmal keinem der beiden Teams nützen und Admira-Coach Didi Kühbauer muss ohnehin sein Wohl in der Offensive suchen, da er in der Defensive aktuell große Personalsorgen hat. Das Innenverteidigerduo Dibon-Windbichler fällt aus: Dibon laboriert weiterhin an seinem Wadenbeinbruch, Windbichler ist gesperrt. Am 4-4-2-System der Admira wird sich nichts ändern, es ist jedoch noch völlig offen, wer im Angriff spielen wird. Issiaka Ouedraogo wird es aus verletzungsbedingten Gründen sicher nicht sein; Sabitzer, Hosiner und Benjamin Sulimani rittern um zwei Plätze.

Beim KSV ist Kapitän David Sencar gelbgesperrt, was möglicherweise eine leichte Systemumstellung zur Folge hat. Immerhin kehrt der flinke Flügelspieler Haruna Babangida wieder in die Startelf zurück und eine Variante mit zwei spielenden Stürmern, zwei defensiven Mittelfeldspielern und zwei Flügelflitzern ist nicht unwahrscheinlich. Allerdings ist auch das 4-1-4-1-System eine Option, da man so gegen die Admira einfacher ein Übergewicht im Mittelfeld schaffen könnte. Auch der Einsatz von Neuverpflichtung Lovre Vulin ist möglich.

Gelbgefährdet: Ouedraogo, Schwab, Drescher, Palla bzw. Sharifi, Elsneg, Gregoritsch

Man to watch: Andreas Schrott. In seinen letzten beiden Spielen für die Admira erzielte er jeweils einen Treffer – übrigens jeweils in der 55.Minute. Diesmal ist der Tiroler als Abwehrchef gefordert und tritt dabei in wesentlich jüngere, dafür aber große Fußstapfen. Das Duo Dibon-Windbichler funktionierte bisher gut – nun liegt es am 30-Jährigen eine komplett neue Admira-Abwehr zu organisieren.

 

FC Wacker Innsbruck – Red Bull Salzburg

Mittwoch, 18:30 Uhr | Tivoli | SR Gangl

Nach der Absage des Westderbys spielten Innsbruck und Salzburg den inoffiziellen Sieger in einem Freundschaftsspiel bei eisigen Temperaturen aus. Der Sieger hieß Salzburg, beim 4:3-Testspielsieg fielen mehr Tore als in ganzen Bundesligarunden. Doch Offensive ist auch heute angesagt, denn nicht nur Salzburg möchte mit einem vollen Erfolg den Rückstand auf Rapid verringern, auch Wacker Innsbruck hat Ambitionen oben anzuklopfen. Man vergisst die schleichenden Innsbrucker leicht, aber im Falle eines Sieges wäre das Team von Walter Kogler nur noch drei Punkte hinter den Mozartstädtern. Ohne Köfler, Löffler und möglicherweise Safar (krank) wird Wacker Innsbruck wieder sein typisches 4-1-4-1-System praktizieren und zählt dabei vor allem auf starke Flügelspieler und viel Dynamik.

Die Dynamik ist ein Thema, das man in Salzburg aktuell ungern hört. Das Team wirkt lasch und ideenlos, spielerisch wirkt die Elf wie ein Haufen von Individualisten, der nicht miteinander spricht. Und nun warf Ricardo Moniz, bei dem offenbar die Nerven blank liegen, auch noch Martin Hinteregger aus dem Kader. Ausgerechnet jenen Martin Hinteregger, der in der laufenden Saison noch der beständigste Salzburger war. Dem nicht genug fehlt auch Leitgeb weiterhin aufgrund eines Knochenödems. Pasanen, Svento und Cziommer sind krank, ihre Einsätze somit noch nicht sicher. Nach der Katastrophenleistung gegen Mattersburg muss Ricardo Moniz umstellen – nicht nur aufgrund von Verletzungssorgen, sondern auch um ein Zeichen zu setzen. Möglich, dass das System wieder ein anderes ist, möglich, dass Kicker wie Maierhofer, Leonardo oder Soriano sich auf der Bank wiederfinden.

Gelbgefährdet: Kofler, Schütz bzw. Leonardo, Maierhofer

Man to watch: Iñaki Bea Jauregi. Mit dem Heimspiel gegen Salzburg in der zweiten Runde der laufenden Saison begann die Negativserie des 33-jährigen Basken. Angebliche rassistische Beleidigung gegen Ibrahim Sekagya, ein lauter öffentlicher Aufschrei, ein Formtief, Depression, Freistellung. Der Routinier aus Amurrio machte in der laufenden Saison schon fast alles mit, was ein Profi negatives mitmachen kann. Organisiert er ausgerechnet gegen Salzburg die Wacker-Abwehr wieder sicher?

 

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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