Die Eröffnung des Allianz Stadions in Wien-Hütteldorf wirft bereits ihren großen Schatten voraus. Daniel Mandl und Stefan Karger haben sich mit tipp3 Vorstand und... tipp3 Vorstand Philip Newald: „Allianz Stadion spiegelt wider, wofür Rapid steht“

SK Rapid Wien - Block West_abseits.atDie Eröffnung des Allianz Stadions in Wien-Hütteldorf wirft bereits ihren großen Schatten voraus. Daniel Mandl und Stefan Karger haben sich mit tipp3 Vorstand und Rapid-Kuratoriumsmitglied Philip Newald getroffen und seine Einschätzungen zur neuen Heimat des SK Rapid und die Rolle von tipp3 abgefragt.

abseits.at: Am 16.Juli wird die neue Heimstätte des SK Rapid eröffnet. Wie groß ist deine Vorfreude, als bekennender Rapid-Fan?

Philip Newald: Sehr groß! Ich bin hochbeeindruckt vom neuen Stadion. Ich hätte jede Wette verloren, dass man in dieser Zeit, mit dieser Professionalität ein Stadion mit dieser technischen Ausstattung und dieser Qualität hinstellen kann! Es war das erste Stadion, bei dem ich den Baufortschritt so hautnah miterlebt habe. Ich war vor Ende Mai das letzte Mal dort und es ist schon noch einiges zu tun, aber die, die sich auskennen sagen, es wird so eine typische Sache sein, dass am 15. die letzten Arbeiter rausgehen und am 16. wir alle hinein. Ich denke, da ist etwas wirklich Gutes gelungen. Es ist etwas Kompaktes, spiegelt auch das wider, für was Rapid steht und auch in Zukunft stehen soll.

Es ist für den gesamten Verein eine einmalige Möglichkeit zu wachsen. Ich appelliere natürlich daran, dass wir alle zusammen, die wir alle doch unterschiedliche Zugänge und Ansprüche an Rapid haben, uns selbst die Chance geben, uns richtig im neuen Stadion einzurichten. Jeder sollte seinen eigenen Modus finden und das Allianz Stadion zu einer richtigen Kultstätte entwickeln. Wir – in unserem Alter – können sagen, dass die nächsten 20, 30 Jahre mit Rapid richtig cool werden können! Hut ab, dass dieses Projekt in einer Zeit, wo das Geld scheu wie ein Reh ist, so toll gelungen ist. Meiner Information nach, gehen die Business Pläne auf, auch was zum Beispiel den Vertrieb der Business Logen und Business Seats betrifft. Dann kommt auch noch dazu, dass die Fernsehbilder anders sein werden. Es gibt ja dieses Phänomen, das wir aus Deutschland kennen, nachdem nicht viel bessere Partien plötzlich ganz anders wirken, weil das Umfeld besser ist. Im Sacher schmeckt dir ein Schnitzel, das mal nicht so gut ist, auch besser, weil die Umgebung passt.

Ich finde das Stadion auch nicht übertrieben, es ist keine Kommerzhütt’n. Es könnte eine Kultstätte mit wirtschaftlichem Anspruch werden.

abseits.at: Das Hanappi-Stadion war in seinen Anfängen unter den Fans nicht gerade beliebt, weil man die geliebte Pfarrwiese verlassen musste und das damals moderne neue Stadion ablehnte. Du denkst also nicht, dass dieses Schicksal zumindest anfänglich auch das Allianz Stadion ereilen könnte?

Philip Newald: Nein, ich denke nämlich auch, dass die Meinungsbildner auf dem Weg der Stadionentstehung gut auf diese Reise mitgenommen wurden. Es ist ja doch so, dass stets gut über den Fortschritt informiert wurde. Das ist heute über die Social Media Kanäle und die Bewegtbilder natürlich einfacher und besser als damals. Wenn man von etwas nicht komplett überrascht wird, sondern schon ein Bild im Kopf hat, hat man mehr Vertrauen. Wenn wir alle am 16. das erste Mal hineingehen werden bzw. das Stadion erstmals sehen würden, dann würde es sicher einige Fragezeichen geben. Aber so wurde das Bild bereits gut vorgezeichnet und sicher gut in den Köpfen der Menschen.

abseits.at: Hast du selbst das eine oder andere Mal die Baustelle besucht?

Philip Newald: Ich war fünf- oder sechsmal dort, in unterschiedlichsten Phasen. Ich war aber auch wirklich sehr an der Materie interessiert. Was mir sehr imponierte war, wie stark die Liebe zum Detail war. Angefangen bei den Abläufen, bis hin zu den Kabinengestaltungen, dem Gastronomiekonzept, Nutzungsmöglichkeiten der Ligen und vieles mehr. Es wird sicher Themen geben, die man weiterentwickeln muss, aber grundlegend ist schon mal ein richtig guter Wurf gelungen.

abseits.at: Seit Beginn des neuen Jahrtausends besteht eine Kooperation zwischen tipp3 und dem SK Rapid. War diese jemals interessanter und besser als jetzt?

Philip Newald: Zu Beginn, also unmittelbar nach unserer Gründung, als wir begannen in diese Welt der Partnerschaften mit Vereinen einzutreten, war die Nervosität größer. Jetzt ist das alles ein bisschen einfacher, weil wir uns ja schon lange kennen. Wir wissen schon, was funktioniert und was nicht funktioniert. Die Kooperationen mit dem ÖFB und mit Rapid sind unsere mit Abstand größten Partnerschaften und absolute Säulen unserer Kommunikation. So wie wir jetzt ganz stark das Thema Nationalteam im Vordergrund haben, werden wir in weiterer Folge das Thema Rapid ganz stark in den Fokus stellen.

abseits.at: Wie wird sich tipp3 im neuen Stadion präsentieren?

Philip Newald: Wir werden natürlich sehr stark für die Wahrnehmung der Marke sorgen. Also die Klassiker wie Banden, Vidiwalls und so weiter.  Weiters gibt es sehr viele Social Media Konzepte, wir wollen unsere Partnerschaft praktisch über Social Media „aktivieren“. Für unsere Vertriebspartner haben wir zudem eine Business Loge im Allianz Stadion erworben, die wir auch stark für Trafikanten-Schulungen nutzen werden, zudem Gewinnspiele machen und diese Loge damit richtig inszenieren. Wir werden auch Teile des alten Hanappi-Stadions ins neue Stadion mitnehmen, etwa alte Sesseln. Wir wollen eine Sache, die – so hoffe ich – gut in der Fangemeinde ankommt, weiterleben – nämlich unsere ehrlich treue Partnerschaft mit Rapid, schließlich sind wir durch viele Phasen, Höhen und Tiefen gegangen, waren immer dabei und werden auch in Zukunft bei Rapid dabei sein. Das war für uns von Anfang an klar.

abseits.at: Wie werden die Wetten im tipp3-Corner abgewickelt?

Philip Newald: Es wird zwei Bereiche geben, in denen man Wetten platzieren kann: Im Business Bereich wird es die Möglichkeit geben, über eine tipp-Box seine Wette abzugeben. Im Public Bereich gibt es einen tipp3-Corner, wo vier sehr motivierte Mitarbeiter alle Wetten mit Rapid-Bezug, also auch Spezialwetten, entgegennehmen. Das was bisher mit dem tipp3 Bet Mobil abgewickelt wurde, wird also nochmal erweitert und direkt im Stadion auf den neuesten technischen Stand gebracht. Live-Wetten wird es im tipp3-Corner nicht geben, weil das Wiener Landesgesetz die Livewetten im stationären Bereich extrem unterbindet. Hierfür bietet sich aber auch die mobile Möglichkeit an, sämtliche Wetten zu nutzen.

abseits.at: Wie funktioniert die Auszahlung der Gewinne, nachdem das restliche Stadion bargeldlos ist? Es klingt so, als wäre der tipp3-Corner der einzige Bereich im Stadion, in dem Bargeld fließt…

Philip Newald: Ja, zumindest anfänglich stimmt das. Man wird also mit Bargeld wetten können bzw. zu Beginn auch müssen. Aber in weiterer Folge soll es auch die Möglichkeit geben, mit der Rapid-Mari€ zu zahlen.

abseits.at: Werden Rapid & tipp3 mit dem neuen Stadion noch enger zusammenrücken? Gilt in der österreichischen Bundesliga für euch die Konzentration in erster Linie auf den SK Rapid?

Philip Newald: Ja. Wir haben zwar auch weiterhin eine Kooperation mit der Bundesliga, was uns auch aus Imagegründen wichtig ist, aber von den Vereinen haben wir mit Rapid mit Abstand den größten und wichtigsten Vertrag.

abseits.at: Wird Rapid 2016/17 Meister werden?

Philip Newald: Da wir jetzt einen neuen Trainer bekommen und ich daher noch nicht beurteilen kann, wie das Gefüge Mannschaft-Trainer funktionieren wird, traue ich mir keinen Tipp zu. Ich glaube, dass Rapid auf jeden Fall das Potential hat, um die Meisterschaft mitzuspielen.

abseits.at: Auf was freust du dich mehr? Auf das Eröffnungsspiel gegen den FC Chelsea, oder auf das erste Wiener Derby im neuen Stadion?

Philip Newald: Auf das erste Wiener Derby. Ich freue mich, dass das Stadion zum Eröffnungsspiel gegen Chelsea ausverkauft ist, aber ich freue mich mehr aufs Derby. Am Eröffnungstag interessiere ich mich für das Stadion, als für das Spiel, was beim Derby umgekehrt ist.

abseits.at Redaktion

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