Zum Saisonabschluss blicken wir wieder auf die Statistiken und die Tops und Flops pro Verein zur Bundesligasaison 2021/22. Wer waren die effektivsten Spieler? Wer... Tops & Flops 2021/22: SK Sturm Graz

Zum Saisonabschluss blicken wir wieder auf die Statistiken und die Tops und Flops pro Verein zur Bundesligasaison 2021/22. Wer waren die effektivsten Spieler? Wer die Leistungsträger, Enttäuschungen und Überraschungen?

Wir listen Tore, Assists und Assist-Assists auf und definieren die Tops, Flops und die (positive) Überraschung der Saison. Heute widmen wir uns zunächst dem neuen Vizemeister – dem SK Sturm Graz.

Torschützen

13 – Jakob Jantscher, Manprit Sarkaria

11 – Kelvin Yeboah*

6 – Rasmus Höjlund

4 – Gregory Wüthrich, Jon Gorenc Stankovic

3 – Anderson Niangbo

2 – Ivan Ljubic

1 – Otar Kiteishvili, Stefan Hierländer, Lukas Jäger, David Affengruber

Assists

17 – Jakob Jantscher

5 – Kelvin Yeboah*

4 – Manprit Sarkaria, Gregory Wüthrich, Otar Kiteishvili, Alexander Prass

3 – Jon Gorenc Stankovic, Jusuf Gazibegovic

2 – Rasmus Höjlund, Stefan Hierländer, Lukas Jäger, Luca Kronberger

1 – Anderson Niangbo, Ivan Ljubic, David Affengruber, Amadou Dante, Andreas Kuen

Assist-Assists

7 – Manprit Sarkaria

5 – Jon Gorenc Stankovic

3 – Alexander Prass, Anderson Niangbo, Jusuf Gazibegovic

2 – Jakob Jantscher, Kelvin Yeboah*, Gregory Wüthrich, Rasmus Höjlund, Otar Kiteishvili, Amadou Dante, Andreas Kuen

1 – Ivan Ljubic, David Affengruber, Luka Kronberger, Jörg Siebenhandl, Christoph Lang

Tops

Jakob Jantscher. Der Routinier war wohl die prägendste Figur in der gesamten Bundesligasaison. Vor drei, vier Jahren, nachdem Jantscher aus der Türkei nach Österreich zurückkehrte, war er bei Sturm fast schon auf dem Abstellgleis. In der Saison 2020/21 machte er wieder einen merkbaren Schritt nach vorne und in der abgelaufenen Saison spielte er vermutlich seine beste Saison als Profi – im zarten Alter von 33 Jahren. Die Statistiken des 23-fachen Nationalspielers sprechen für sich, aber auch einstellungstechnisch hat in diesem Jahr absolut alles zusammengepasst.

Jon Gorenc Stankovic. Der slowenische Sechser ist ein absoluter Schlüsselspieler für Sturm und eine Bank im zentralen Mittelfeld. Er ist einer der wenigen Mittelfeldspieler der Liga, die den alleinigen Sechser geben können, ohne Nebenleute. Der 26-Jährige ist enorm clever, kampfkräftig und auch am Ball gut. Ohne ihn würde Sturm anders dastehen.

Gregory Wüthrich. Was Gorenc Stankovic im Sechserraum ist, ist Gregory Wüthrich in der Abwehrkette der Grazer. Der Schweizer spielte eine unglaublich abgebrühte Saison, war zudem offensiv immer wieder brandgefährlich und auch effizient. Er machte im Vergleich zum Vorjahr noch einmal einen enormen Sprung nach vorne.

Manprit Sarkaria. Der Mann für die Supertore. Aufgrund von Jantschers Leistungsexplosion ging es fast ein bisschen unter, wie stark der Ex-Austrianer in der abgelaufenen Saison war. Er erzielte wie Jantscher 13 Saisontore, bereitete zwar nur vier vor, fädelte dafür aber sieben ein.

David Affengruber. Auch der junge Innenverteidiger machte einen gewaltigen Schritt nach vorne, wurde im Laufe der Saison immer ballsicherer und fühlte sich neben Wüthrich als Lehrmeister sichtlich wohl. In dieser Verfassung wäre der U21-Teamspieler sogar bei seinem Ex-Klub Red Bull Salzburg nicht chancenlos.

Alexander Prass. Der zweite Sturm-Neuzugang aus Salzburg spielte ebenfalls eine mehr als solide Saison. Prass ließ zwar noch die nötige Effizienz vermissen, aber sowohl mit, als auch gegen den Ball war der 21-Jährige ein sehr wichtiger Faktor für das erfolgreiche Ilzer-Spiel.

Kelvin Yeboah. Auch der im Winter abgewanderte Italo-Ghanaer muss hier bei den „Tops“ genannt werden, denn der damals 21-Jährige knipste so konsequent, dass er zum Rekordverkauf der Grazer wurde. Knapp sechs Millionen Euro soll Sturm für den Angreifer, der im Herbst elf Bundesligatreffer erzielte eingenommen haben. Für seinen neuen Klub CFC Genua traf Yeboah in bisher 18 Partien aber noch nicht.

Flops

Andreas Kuen. In der Vorsaison noch einer der besten Grazer, baute der Tiroler heuer ab und stieg zum Ergänzungsspieler ab. In nur 13 Spielen stand er in Startelf – enttäuschend im Vergleich zu den 27 in der Vorsaison. Obwohl er erst vor einem Jahr unumstrittener Stammspieler bei den „Schwoazen“ war, wird der 27-Jährige den Klub im Sommer verlassen.

Anderson Niangbo. Eine ambitionierte Leihe, aber zugleich auch keine besonders erfolgreiche. Der Ivorer kam in bedenklichem Fitnesszustand nach Graz und brauchte erst mal einige Monate um körperlich auf die Höhe zu kommen. Zum echten Unterschiedsspieler wurde er im Zuge der Leihe aber nie, auch wenn er zumindest gute Momente hatte.

Sandro Ingolitsch. Einer der „unverschuldeten“ Verlierer der vergangenen Saison. Nach seinem Kreuzbandriss, erlitten nach einem Horrorfoul des damaligen Austria-Spieler Benedikt Pichler, meldete sich Ingolitsch im März wieder fit, kam in der Kampfmannschaft aber zu keinem Einsatz, weil er in der Zwischenzeit vom ausgezeichneten Jusuf Gazibegovic herausgespielt wurde. Achtmal kam er in der Regionalligamannschaft zum Einsatz – der Weg zurück in die Bundesliga wird ein steiniger sein.

Alexandar Borkovic. Die Hoffenheim-Leihgabe kam nur auf sieben Bundesligapartien und fügte sich nie gut ins Defensivgefüge der Grazer ein. Obwohl Borkovic die gesamte Saison praktisch fit war, schaute nicht mehr heraus als das…

Überraschung

Rasmus Höjlund. Knapp zwei Millionen Euro nahm der SK Sturm Graz nach dem Yeboah-Verkauf in die Hand, um das dänische Stürmertalent Rasmus Höjlund zu holen. 18 Jahre alt, aussichtsreicher Reservist beim FC Kopenhagen. Dass der mittlerweile 19-Jährige aber so einschlägt und bei Sturm nicht nur auf Anhieb spielt, sondern auch trifft, war nicht zu erwarten. Sturm stattete Höjlund mit einem Vertrag bis 2026 aus und konnte den bulligen Angreifer somit als Langzeitprojekt betrachten. Höjlund hatte aber keine Lust auf Geduld und ging sofort in die Vollen. Zudem ist der 191cm große Stürmer Reibebaum auf der einen (gegnerischen) und potentielle Identifikationsfigur auf der anderen (sturmeigenen) Seite – gut für die Liga also.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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