Wie nach jeder Runde lassen wir den vergangenen Spieltag der österreichischen Bundesliga Revue passieren und blicken auf das Spiel, das uns am meisten überraschte.... Überraschung des Spieltags (10): Admira schockt RB Salzburg

Wie nach jeder Runde lassen wir den vergangenen Spieltag der österreichischen Bundesliga Revue passieren und blicken auf das Spiel, das uns am meisten überraschte. Diesmal war unsere Auswahl mehr als eindeutig.

Bevor wir uns die Niederlage der Salzburger gegen die Admira näher ansehen wollen wir wie immer einen Blick auf die restlichen Spielpaarungen werfen. Am frühen Samstagabend gab es zwei 0:4-Auswärtssiege zu bestaunen. Die Wiener Austria bot dem SK Sturm über weite Strecken recht gut Parole, fiel jedoch nach dem Ausschluss von Fitz auseinander und kassierte drei Treffer in den letzten 20 Minuten. Der SKN St. Pölten rehabilitierte sich mit einem 4:0-Auswärtssieg gegen Altach für die 2:8-Schlappe gegen RB Salzburg. Die Vorarlberger stehen nun am Tabellenende und werden sich stark steigern müssen, wenn sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben wollen. Am Sonntag gab es drei souveräne Siege zu sehen. Während der 3:1-Auswärtssieg des SK Rapid gegen Hartberg und der 3:0-Sieg des LASK gegen Ried keine allzu großen Überraschungen sind, war mit dem klaren 4:1-Sieg der WSG Tirol gegen den Wolfsberger AC nicht unbedingt zu rechnen. Insbesondere in der ersten Halbzeit präsentierten sich die Tiroler bärenstark und spielten den WAC an die Wand.

Dass der 4:1-Heimsieg der WSG Tirol nicht unsere Überraschung des Tages ist, liegt an der Admira. Die Südstädter, die vor dem zehnten Spieltag das Tabellenschlusslicht bildeten, zeigten insbesondere in kämpferischer Hinsicht eine bärenstarke Leistung gegen den Serienmeister aus Salzburg und gewannen mit 1:0. Das einzige Tor der Partie steuerte Roman Kerschbaum in der 69. Minute bei, nachdem Stankovic einen Schuss von Hausjell auf die Seite abprallen ließ und der 26-Jährige per Nachschuss den Ball über die Linie brachte.

Jesse Marsch musste nach der Partie seine starke Rotation hinterfragen. In Hinblick auf das bevorstehende Champions-League-Spiel gegen Atletico Madrid ließ er einige Stammspieler wie Junuzovic vorerst auf der Ersatzbank, wobei aber insbesondere die Viererkette Farkas, Solet, Onguene und Vallci alles andere als in Bestbesetzung auflief. Die Admira zeigte schon in der ersten Halbzeit, dass sie sich nicht wehrlos geschlagen geben möchte und kam durch den späteren Torschützen Kerschbaum schon nach wenigen Minuten zur ersten Chance in der Partie. Die Südstädter gewannen viele wichtigen Zweikämpfe und traten äußerst konzentriert und taktisch diszipliniert auf.

Trainer Marsch reagierte im laufe der zweiten Halbzeit und brachte unter anderem mit den Einwechslungen von Junuzovic, Okafor, Koita und Berisha viel Offensivpower ins Spiel. Die Admira ließ sich aber die drei Punkte nicht mehr nehmen, auch da die Gäste selbst in der Schlussphase nicht ganz so drückend und zwingend waren, wie man sie sonst aus der Bundesliga kennt.

Die Salzburger müssen die 0:1-Niederlage in der Südstadt schnell abhaken und sich auf das Heimspiel gegen Atletico Madrid konzentrieren. Mit einem Sieg gegen die Mannschaft von Diego Simeone würden die Mozartstädter die Gruppe A auf dem sensationellen zweiten Platz abschließen und ins Achtelfinale aufsteigen. So schätzt unser Kooperationspartner tipp3 die Chancen der Salzburger ein:

Stefan Karger